Tischtennis

Neue Pläne für Tischtennis-Zweitligisten

Gerrit Engemann TTC GW Bad Hamm
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Nur noch fünf Spiele: Gerrit Engemann und der TTC GW Bad Hamm.

Der bis zum Jahresende verlängerte Corona-Lockdown hat Auswirkungen für die beiden Tischtennis-Zweitligateams aus Hamm: Der Deutsche Tischtennis-Bund streicht die Rückrunde für die laufende Saison – und verschiebt den Re-Start auf Januar. Für die Verantwortlichen beider Vereine eine erwartete Entscheidung.

Hamm – Die Saison in der 2. Bundesliga wird für den TTC GW Bad Hamm und die Frauen des TuS Uentrop deutlich kürzer als geplant. Die Präsidiumsmitglieder des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) haben beschlossen, dass die Unterbrechung der Spielzeit der 2. Bundesligen bis einschließlich Oberligen der Damen und Herren bis zum 31. Dezember aufrecht erhalten bleibt. Die Saison 2020/21 wird auch in den 2. und 3. Bundesligen – wie am 30. Oktober bereits für die Regional- und Oberligen beschlossen – nur als einfache Runde ausgetragen, in der jede Mannschaft nur einmal gegen jede andere antritt.

Die Ergebnisse der in der angelaufenen Saison bereits ausgetragenen Begegnungen werden in der Tabelle übernommen. Im Idealfall sind am Ende der Saison dann alle Teams einmal gegeneinander angetreten.

Für Martin Vatheuer kommt die neue Regelung nicht überraschend, zumal dieses Szenario bereits im Vorfeld der Saison zwischen Verband und Vereinen besprochen wurde. „Das war ja eigentlich abzusehen, dass es so kommen würde“, sagt der 1. Vorsitzende des TTC GW Bad Hamm. „Die ganze Saison mit 14 ausstehenden Spielen jetzt noch zu Ende zu bringen, wäre in Anbetracht der momentanen Lage kaum machbar. Und selbst, was im Januar passiert, weiß man ja noch nicht.“ Dafür, dass die fünf ausstehenden Partien noch ausgetragen werden, sieht er aber eine realistische Chance. „Das werden wir irgendwie hinbekommen, da bin ich guter Dinge. Und dann ist das alles in allem eine ehrliche Sache.“

Für Alexander Daun, Manager und Trainer der Frauen des TuS Uentrop, ist es einfach nur wichtig, dass die Saison nicht ganz abgebrochen wird. „Im Grunde können wir froh sein, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben, weiterzuspielen und unsere Sportart im Gespräch zu halten – das ist das Wichtigste“, sagt er. „Das Sportliche ist da im Moment nicht so gravierend. Wir haben die Saison schon ohne Doppel begonnen. Jetzt wird es nur eine einfache Runde. Und es wird super schwer vom organisatorischen Aufwand her, mit den Spielerinnen aus dem Ausland und den Quarantänebedingungen. Aber das machen wir ja gerne.“

Fünf Begegnungen bis Saisonende

Fünf Begegnungen hat sein Team genau wie die Grünweißen bis zum Ende der Runde vor der Brust, beginnend für den TuS mit einem Doppelspieltag am 30./31. Januar in Berlin und Leipzig. Die letzte Partie ist für den 18. April mit dem Derby gegen den TTK Anröchte angesetzt. Vorerst. „Das ist alles noch nicht in Stein gemeißelt“, sagt Daun. „Da kann es noch zu Verschiebungen kommen. Und es ist ja auch noch nicht sicher, ob wir wirklich Ende Januar starten können.“

Drei Begegnungen auswärts und zwei in eigener Halle stehen für die männlichen Kollegen noch auf dem Plan. Auch sie werden einen Doppelspieltag bestreiten – in Bayern gegen die Teams des TTC Fortuna Passau und des TV 1879 Hilpoltstein (27./28. Februar). In der Sporthalle des Gymnasiums Hammonense erwarten die Hammer dann allerdings die Mannschaft von Hertha BSC Berlin schon am Sonntag, 17. Januar, die Spiele gegen den BV Borussia Dortmund (14. März) und den 1. FC Köln (18. April) folgen. „Die Spiele können aber noch in gegenseitigem Einvernehmen verlegt werden“, hat den Plan auch für Vatheuer noch keinen endgültigen Charakter.

Während Uentrop sein möglicherweise vorentscheidendes Topspiel um den Aufstieg beim TTC 1946 Weinheim bereits mit 3:5 verloren hat und sich bei 4:2 Punkten nur noch geringe Aufstiegschancen ausrechnet, führen die Grünweißen das Ranking in der 2. Liga mit vier gewonnen Spielen und 8:0 Punkten an. „Rein sportlich betrachtet bedeutet das für uns eine gute Ausgangslage, um am Ende ganz vorne zu landen“, sagt Vatheuer. „Denn der 1. FC Köln ist bisher neben uns die einzige Mannschaft in der Liga, die noch verlustpunktfrei ist. Die haben aber erst zwei Spiele ausgetragen. Die anderen, die vorne erwartet wurden, haben dagegen schon Punkte abgegeben.“

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