Daniel Galonska trainiert die Hammer Eisbären

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Trainer Daniel Galonska (links) mit einigen Neuzugängen der Hammer Eisbären.

HAMM -   Gut drei Wochen vor dem Saisonstart in der Eishockey-Oberliga (26. September gegen Duisburg) haben die Hammer Eisbären ihre wichtigste Personalentscheidung getroffen – und eine überraschende noch dazu. Nicht Milan Vanek oder der ebenfalls gehandelte Lars Gericke werden das Team trainieren, sondern Daniel Galonska.

„Man muss halt schauen, was für uns die beste Entscheidung ist“, sagte Sponsoren-Sprecher Werner Nimmert im Rahmen des Eis- trainings, das am Dienstagabend am Maximilianpark begann. „Wir mussten sehen, welche Trainer frei und finanzierbar sind. Zudem hat Daniel immer gute Arbeit geleistet – wir haben von all seinen Stationen positive Rückmeldung bekommen. Und natürlich spielte auch die räumliche Frage eine große Rolle.“

Was die betrifft, war Galonska alternativlos. Denn der 31-jährige wohnt in Hamm und hat zudem Eisbären-Stallgeruch. „Ursprünglich stamme ich aus dem Hammer Nachwuchs“, bestätigt Galonska. „Ich habe hier gespielt und als Trainer im Jugendbereich gearbeitet.“ Eine Reihe von Verletzungen hat dafür gesorgt, dass er bereits mit 21 Jahren aufhören musste, zu spielen. Aktiv war er zu diesem Zeitpunkt für Lippe Hockey Hamm in der Bezirksliga. „Danach habe ich um so intensiver meine Trainerlaufbahn verfolgt“, so der neue Eisbären-Coach, der 2004 die B-Lizenz erwarb und in den nächsten zwei Jahren auch den A-Schein machen will.

Zuletzt schnupperte Galonska bereits Oberliga-Luft, als er im Januar 2013 in verantwortlicher Position das Team des Königsborner JEC übernahm. In der vergangenen Saison war er dann für Königsborn 1b verantwortlich an der Bande. Zusätzlich trainierte er im Nachwuchsbereich das DNL-U18-Team der Young Roosters vom Iserlohner EC. „Dort werde ich parallel weiter im Schüler- und Jugendbereich tätig sein“, sagt Galonska, der keine Bedenkzeit brauchte, als die sportliche Leitung der Eisbären ihn fragte, ob er sich ein Engagement in Hamm vorstellen könne. „Das ist ja auch eine Identitätsfrage. Zudem wohne ich 800 Meter von der Eishalle entfernt. Da heißt es nicht lange zu überlegen. Ich hatte im Nachwuchsbereich meine Hilfe angeboten – dass es jetzt die Erste ist, freut mich um so mehr.“

Die Verpflichtung von Galonska will Nimmert nicht als eine Entscheidung gegen Milan Vanek verstanden wissen. „Milan betreut ja schon die 1b und die Jugend“, sagt der Sponsoren-Boss. „Hätte er zusätzlich die Oberliga übernommen, wäre das auf Kosten der anderen gegangen.“

Lars Gericke, der ebenfalls als Trainer im Gespräch war, wird die Hammer nun auf dem Eis verstärken. Mit dem Routinier und Andre Mangold „haben wir schon einmal zwei richtig gute Verteidiger für die Oberliga im Kader“, freut sich Nimmert, der zudem zum Auftakt noch einige weitere Unterschriften erhielt. So haben die Stürmer Igor Furda (37 Jahre) und Dustin Demuth (20) sowie die Verteidiger Mike Ortwein (21) und Niklas Clusen (22) neue Verträge unterzeichnet.

Neu im Eisbären-Trikot ist Torhüter Dennis Kohl. Der 37-Jährige kommt von den Moskitos Essen, war zuletzt ein halbes Jahr verletzt. „Dennis hat viel Erfahrung und soll unsere Nummer Zwei sein. Wir hoffen, dass er seinen Mann stehen wird, wenn es brenzlig wird“, so Nimmert, der zudem die Fühler nach zwei weiteren Oberliga erfahrenen Goalies ausgestreckt hat. „Einer von beiden soll noch kommen.“ Neu im Kader ist auch Daniel Tsakalidis. Der gebürtige Iserlohner spielte in der vergangenen Serie für Königsborn. Der 20-Jährige soll in der dritten Reihe auflaufen. „Mein Job ist es nun, aus dem Kader, der da ist, das optimale herauszuholen“, sagt Galonska, der spürt, dass „das Kribbeln steigt. Natürlich wartet da jetzt eine Menge Arbeit – aber die hat man ja irgendwo immer.“ - güna

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