Nach Wasser-Drama in Hamm

Friesen-Kampfbahn wird Übergangslösung für TSC

+
Die neue „Heimat“ des TSC: die Friesen-Kampfbahn.

HAMM - Erdal Akyüz war erleichtert. „Wie aus heiterem Himmel so eine schöne Nachricht“, sagte der Trainer des Bezirksligisten TSC Hamm. „Endlich können wir uns wieder auf Fußball konzentrieren.“ Denn der Verein hat eine vorübergehende Bleibe gefunden: Vorerst wird der Trainings- und Spielbetrieb in der Friesen-Kampfbahn im Hammer Süden abgewickelt.

Der Sportliche Leiter des TSC, Erol Akyüz, hatte zuvor vom Sportamt der Stadt Hamm grünes Licht für den „Umzug“ auf das einstige SSV-Gelände erhalten. „Wir sind glücklich, dass wir etwas gefunden haben“, meinte Erol Akyüz, sieht in der Regelung allerdings „erst einmal einen Teilerfolg. Kurzfristig ist das für uns als Verein und die Mannschaften gut, es kann allerdings keine langfristige Lösung sein.“ Denn der TSC ist im Hammer Westen beheimatet, die dauerhafte Unbespielbarkeit des Unionstadions nach Regenfällen (WA berichtete) macht dort derzeit allerdings sowohl die Austragung von Partien als auch das Absolvieren von Übungseinheiten unmöglich. Zuvor hatte der Klub bereits den Platz am Galilei-Gymnasium für das Training seiner Senioren- und Jugendteams zugewiesen bekommen, wo allerdings drangvolle Enge herrscht.

Lesen Sie auch:

Platz unter Wasser: Beim TSC rollt kein Ball mehr

Unionstadion weiter unter Wasser

Seit etwa einer Woche hatten alle Beteiligten auch ein Auge auf die Friesen-Kampfbahn geworfen, wo momentan die erste Mannschaft der Hammer SpVg trainiert. Mit inzwischen absehbarem Ende. Denn der neue Kunstrasenplatz (Jahn II) bei der HSV ist vielleicht in der kommenden oder übernächsten Woche fertig gestellt, dann wird der TSC den Ausweichplatz alleine nutzen. Bis dahin „kollidieren unsere Trainingszeiten überhaupt nicht, es ist alles okay“, sagte HSV-Coach Goran Barjaktarevic, nachdem der Klub aus dem Hammer Osten seine Zustimmung zu der Regelung gegeben hatte.

„Sehr erfreulich“ fand auch Herbert Nüsken die Nachricht, dass der TSC nun über eine Ersatz-Heimspielstätte verfügt. „Da sind alle Voraussetzungen gegeben. Ich denke, man hat eine gute Lösung gefunden“, sagte der Staffelleiter der Bezirksliga (7) – und wird nun umgehend tätig werden. Zwei im Unionstadion angesetzte Partien hatten bereits abgesagt werden müssen, das erste Nachholspiel gegen den SV Lippstadt II will Nüsken nun für den 23. Oktober ansetzen. Wann die Begegnung gegen Vorwärts Ahlen über die Bühne geht, ist derzeit noch offen.

Dass harte Wochen auf sein Team warten könnten, nimmt Erdal Akyüz relativ gelassen. Die Freude auf die Begegnungen sei größer, meinte der Trainer. „Unsere Heimspiele sind dann zwar leichte Auswärtsspiele, aber damit müssen wir halt klar kommen. Wir sind ja immerhin noch in Hamm“, sagte er lächelnd – und kündigte für die nun wieder drei wöchentlichen Einheiten – die erste am Hellweg ist für heute um 19.30 Uhr angesetzt – ein kräftezehrendes Programm an. „Das wird fast wie in der Vorbereitung sein. Denn die anderen Mannschaften sind jetzt natürlich fitter. Wir haben Nachholbedarf“, sagte der Coach mit Blick auf die Tatsache, dass zuletzt beim TSC an Training praktisch nicht zu denken war. Akyüz möchte auf jeden Fall verhindern, dass sein Team durch die Zwangspause „unten reinrutscht. Die Gefahr ist da durch solche Situationen.“

Doch erst einmal überwiegt die Erleichterung darüber, dass der TSC überhaupt wieder eine „Heimat“ hat. Und die, davon geht Akyüz aus, werde aufgrund der Probleme im Unionstadion wohl auch das „Winterquartier“ des Klubs. „Wir freuen uns, dass die Stadt relativ kurzfristig eine Lösung gefunden hat. Jetzt hoffen wir noch auf eine dauerhafte“, sagte Erdal Akyüz. „Aber ich bin mir sicher, dass man auch das hinbekommt.“ - fh

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare