SKG Herringen hat mit Cronenberg noch eine Rechnung offen

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Mit viel Tempo wollen die Herringer, hier Robin Schulz und Lucas Karschau (von links), gegen Cronenberg agieren.

Hamm - Die Niederlage schmerzt bis heute. Dabei liegt sie gut viereinhalb Monate zurück. „Aber das war einfach bitter. Das tut immer noch weh“, sagt Michael Brandt, Vorsitzender des SK Germania Herringen. Und fügt mit Blick auf die Heimpartie am Samstag (18 Uhr, Glückauf-Halle) in der Rollhockey-Bundesliga gegen den RSC Cronenberg hinzu: „Da haben wir noch eine schöne Rechnung offen.“

Denn im Mai hatten sich beide Teams im Pokalfinale gegenüber gestanden. Das erste Duell in Wuppertal hatten die Herringer mit 5:4 für sich entschieden, mussten dann aber nach einem 2:4 im Rückspiel zu Hause dem RSC beim Feiern zusehen. Diesmal möchten die Germanen am Ende der 50 Minuten jubeln – und ihren „super Saisonstart“ (Brandt) ausbauen. Sieben Punkte hat der SKG in den bisherigen drei Begegnungen gesammelt, überzeugte zuletzt trotz immenser personeller Probleme – neben den Langzeitausfällen Liam Hages und Maurice Michler fehlten Luis Hages und Stefan Gürtler – mit einer starken Defensivleistung beim 0:0 beim Meister ERG Iserlohn. „Da war ich schon überrascht, dass wir so aufgespielt haben“, sagt Brandt. „Aber die Jungs sind alle bereit, die Ärmel noch weiter hochzukrempeln und für die, die fehlen, mitzuarbeiten.“

Gegen Cronenberg entspannt sich die personelle Lage wieder etwas. Luis Hages und Gürtler kehren ins Aufgebot zurück – und sollen dabei helfen, den mit zwei standesgemäßen Siegen gestarteten und von Bundestrainer Marc Berenbeck gecoachten RSC in die Schranken zu weisen. Dafür werden nicht zuletzt die Offensivqualitäten der Gastgeber gefragt sein, schließlich ist der spanische Torwart Eric Soriano der Rückhalt und eine der zwei Säulen der Cronenberger Mannschaft. Torhungrig sind die Germanen allemal. „Es wurmt die Jungs in der Offensive genug, dass sie in Iserlohn kein Tor erzielt haben. Eine zweite Nullnummer hintereinander wollen sie ganz sicher nicht“, sagt Brandt.

Der zweite, noch wichtigere Eckpfeiler bei den Gästen ist Sorianos Landsmann Jordi Malet. Der Spielmacher ist mittlerweile zwar bereits 38 Jahre alt und agiert auf dem Feld bisweilen recht unscheinbar, ist aber der absolute Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Wuppertaler. „Alle Laufwege der Teamkollegen sind auf ihn abgestimmt. Ihn müssen wir beschäftigen. Das wird unsere Hauptaufgabe sein. Wir dürfen ihm keine Zeit und keine Räume geben für seine klugen Pässe“, sagt Brandt. Soll heißen: Molet, zugleich Co-Trainer beim RSC, soll möglichst früh unter Druck gesetzt werden, „wir müssen ihm praktisch auf den Socken stehen“. Da der Routinier zudem bei Penaltys und Direkten überaus nervenstark und treffsicher ist, gilt es für die Herringer, Teamfouls nach Möglichkeit zu vermeiden.

Damit am Ende ein Sieg des SKG steht – und die schmerzhaften Erinnerungen an den Mai verblassen.

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