Auch Andrej Docenko verlässt den SSV

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Andrej Docenko verlässt den SSV in Richtung Dorsten, wo er in der ersten Regionalliga spielen wird.

HAMM - Die Basketballer des SSV Hamm haben den weiteren Verlust eines, wenn nicht gar des Leistungsträgers zu verkraften. Der von einem kompletten Umbau betroffene Oberligist muss künftig auch auf Topscorer Andrej Docenko verzichten, der zum Erstregionalligisten BG Dorsten wechselt.

Trainer Vladimir Docenko kann die Entscheidung nachvollziehen, blickt dennoch zumindest halbwegs optimistisch in die neue Saison.

„Das ist für ihn selber der nächste logische Schritt,“ sagt Vladimir Docenko zum Wechsel des 27-Jährigen, aber natürlich wird es für den Coach nun noch schwieriger, ein oberliga-taugliches Team zusammenzustellen. „Das ist ein Riesenverlust für uns. Andrej hat mehr als 1000 Punkte gemacht“, sagt Vladimir Docenko, zumal ihm sein Bruder nicht nur als Spielmacher fehlen wird.

Andrej Docenko war bei den Hammern auch als Trainer aktiv und unterstützte Vladimir auf und neben dem Feld. „Er war meine rechte Hand.“ Jetzt probiert Andrej Docenko sich zwei Ligen höher durchzusetzen.

Der Neuaufbau beim SSV nimmt durch den Abgang allerdings noch dramatischere Züge an. Die einzigen verbliebenen Akteure sind damit Dennis Wirtelarz und Michael Wenning. Um diese Leistungsträger herum will Docenko seine neue Mannschaft aufbauen. „Es sieht gut aus“, prognostiziert Docenko, dass ihm das gelingen wird. Womit ein Weggang des Trainers vom Tisch ist.

Das SSV-Team wird sich künftig vor allem aus den Spielern der jungen zweiten Mannschaft zusammensetzen, die im vergangenen Jahr Sechster in der Landesliga geworden ist. Dazu wird sich der Coach den SSV-Nachwuchs anschauen. Nach derzeitigem Satnd wird er daher mit einem großen Kader in die Vorbereitung gehen, die Anfang August startet.

Dann wird Docenko auch entscheiden, wen er wirklich in das engere Aufgebot berufen will. Eventuell sind dann auch Neuzugänge mit von der Partie. Zunächst findet also eine Art Vorspielen statt.

„Unser Ziel ist natürlich der Liga-Erhalt“, weiß Docenko, wie schwer die neue Saison wird. „Wir haben bis auf Dennis keine erfahrenen, keine fertigen Spieler. Da habe ich noch ein bisschen Arbeit vor mir“, erklärt der Coach, der grundsätzlich den Schritt begrüßt auf die eigene Jugend zu setzen. Für seine Trainingseinheiten ist das sogar besser, da die Akteure, die nicht aus Hamm kamen, nicht regelmäßig zu den Übungsstunden erschienen waren.

„Wir haben in den letzten zwei Jahren große Siege gefeiert und gute Tabellenplatzierungen gehabt“, sagt Docenko. Rang sieben sprang im vergangenen Jahr heraus, davor sogar der dritte Platz. Doch es fehlte das Entwicklungspotenzial, da sich viele Spieler vermehrt auf den beruflichen Werdegang konzentrierten.

Die jungen Spieler aus der Reserve wollen dagegen voll mitziehen. Für talentiert hält er den Kader, der ihm nun zur Verfügung steht. „Aber wir müssen abwarten, wenn es hart auf hart kommt“, ist für Docenko die spannendste Frage, ob und wie schnell sich seine neue Mannschaft an das Spiel in der Oberliga gewöhnen wird.

Die künftig geforderten Akteure haben bis auf Wirtelarz und Wenning nur wenige Minuten in dieser Klasse gespielt. „Es wird auf eine geschlossene Mannschaftsleistung ankommen“, hofft der Trainer, dass es am Ende zum Liga-Erhalt reichen wird. - bob

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