Negativserie hält an: Eisbären unterliegen Neuwied 3:6

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Bitterer Moment: Hamms Goalie Marc Fleischer musste mit Verdacht auf Leistenbruch vom Eis.

HAMM -  Die Negativserie der Hammer Eisbären hält an: Das 3:6 (1:3, 1:2, 1:1) gegen den favorisierten Tabellenzweiten EHC Neuwied war bereits ihre fünfte Niederlage in der Eishockey-Oberliga in Folge.

Dennoch war Trainer Daniel Galonska nicht unzufrieden: „Wir haben gekämpft und waren lange im Spiel. Letztlich geht die Niederlage in Ordnung, weil Neuwied mehr Chancen hatte.“ Gäste-Coach Arno Lörsch zeigte sich beeindruckt: „Die Eisbären waren extrem lauf- und kampfstark; wir mussten hier phasenweise unser bestes Eishockey spielen. Die Hammer stehen in der Tabelle nicht da, wo sie hingehören.“

Wie die vorangegangenen Partien gegen Herne (0:7), Duisburg (2:5) und Essen (1:7) begann auch das Spiel gegen Neuwied schlecht für die Eisbären, denn den ersten Treffer erzielte der Gegner. Josh Myers war es, der Hamms Goalie Marc Fleischer nach vier Minuten zum 0:1 überwand. Kurze Zeit später musste der Torschütze wegen Haltens auf die Strafbank. Die Gastgeber bauten ihre Angriffe in Überzahl ruhig auf und wurden dafür mit Karl Jasiks Treffer zum 1:1 belohnt (7.). Danach sahen die 391 Zuschauer in der Eishalle am Maxipark eine Partie auf Augenhöhe. Zwar hatten die Rheinland-Pfälzer Feldvorteile, doch die schlugen sich erst kurz vor Drittel-Ende in Zahlen nieder. Erst traf Brian Gibbons aus dem Gewühl heraus zum 1:2 (17.), dann markierte Felix Köbele in Unterzahl per Fastbreak das 1:3 (19.). Bitter für Hamm: Bei dem Schuss verletzte sich Fleischer. Er musste mit Verdacht auf Leistenbruch vom Platz gefahren werden. Für ihn kam Thomas Mende.

Die späten Schocks verdauten die Gastgeber erstaunlich gut. Zweimal hatte Igor Furda zu Beginn des zweiten Durchgangs die Chance zu verkürzen, aber keinen Erfolg (21., 26.). Den hatte aber Myles Mark Mitchell. Der Kanadier luchste einem Gegner den Puck ab, fuhr allein aufs Tor zu und traf zum 2:3 (27.). Nur kurz darauf brannte es erneut vor dem EHC-Kasten, doch der aus einem dichten Spielerknäuel abgefeuerte Schuss ging daneben. Das jetzt offensivere Galonska-Team war dem 3:3 nah. Es überstand auch zwei Zwei-Minuten-Strafen gegen Nemanja Vucurevic und James Ross ohne Gegentor. Doch mitten in der Drangphase der Eisbären schlugen die Gäste zu – wieder kurz vor dem Drittel-Ende, wieder per Doppelschlag. Ex-Eisbär Michel Maaßen und Gibbons (38.) trafen binnen einer Minute zum 2:5.

Die Gastgeber ließen sich nicht hängen, erspielten sich in Person von Vucurevic (42.) und Mitchell (43.) gleich zu Beginn des Schlussabschnitts zwei gute Chancen – ohne Erfolg. Dafür traf Maaßen auf der Gegenseite zum 2:6 (45.). Nur wenige Sekunden später verkürzte Nils Hoffmann auf 3:6 (45.) – es war das erste Oberliga-Tor für den 19-jährigen Soester. Nach dem schwungvollen Auftakt verflachte die Partie. Neuwied konzentrierte sich auf das Halten seines Vorsprungs und ließ kaum noch etwas zu. Es blieb beim 3:6. - csp

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