Handball

Nächster Top-Gegner für den ASV Hamm-Westfalen

Dreikampf unter Freunden: Julian Possehl (Mitte) trifft mit der HSG Nordhorn-Lingen am Samstag auf seine ehemaligen ASV-Kollegen Fabian Huesmann (links) und Markus Fuchs.
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Dreikampf unter Freunden: Julian Possehl (Mitte) trifft mit der HSG Nordhorn-Lingen am Samstag auf seine ehemaligen ASV-Kollegen Fabian Huesmann (links) und Markus Fuchs.

Sieg, Unentschieden, Niederlage – in den ersten drei Saisonspielen hat Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen bereits alle Ergebnisvarianten und emotionale Gemütslagen ausgeschöpft. Nach der vierten Saisonpartie am Samstag (19.15 Uhr/Westpress Arena) gegen Erstliga-Absteiger HSG Nordhorn-Lingen würde das Team gerne wieder einen Erfolg bejubeln. Favorit sind allerdings die Gäste, die mit den Ex-Hammern Georg Pöhle und Julian Possehl antreten werden.

Hamm – Sieg, Unentschieden, Niederlage – in den ersten drei Saisonspielen hat Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen bereits alle Ergebnisvarianten und emotionale Gemütslagen ausgeschöpft. Nach der vierten Saisonpartie am Samstag (19.15 Uhr/Westpress Arena) gegen Erstliga-Absteiger HSG Nordhorn-Lingen würde das Team gerne wieder einen Erfolg bejubeln. Favorit sind allerdings die Gäste, die mit den Ex-Hammern Georg Pöhle und Julian Possehl antreten werden.

Nach dem verpatzten Saisonauftakt haben die HSG-Spieler noch ein wenig sparsam geguckt. Beim Aufsteiger HC Empor Rostock sollte der erste Saisonsieg perfekt gemacht werden – am Ende fuhr das Team von Trainer Daniel Kubes mit einer 19:21-Niederlage heim. Klassischer Fehlstart für eine Mannschaft, die zu den ganz heißen Aufstiegsanwärtern in der 2. Handball-Bundesliga gehört. „Dieses Spiel war direkt ein Dämpfer, der uns die Augen geöffnet hat“, sagt Julian Possehl im Nachhinein. „Und es hat uns gezeigt, dass man in dieser Liga in jedem Spiel eine gute Leistung bringen muss, um als Sieger in Frage zu kommen.“

Possehl selbst kam zum Auftakt verletzungsbedingt noch gar nicht zum Einsatz. Der Rückraumrechte kurierte noch eine Bauchmuskelzerrung aus, die ihn schon während der Vorbereitung außer Gefecht gesetzt hatte. „Und in Rostock hatten wir auch noch das Problem, dass neben mir mit Johannes Wasielewski auch der zweite Linkshänder im Rückraum wegen eines Mittelfußbruchs ausgefallen ist“, betont der 28-Jährige. „Nach dem Rostock-Spiel haben wir uns aber zum Glück gefangen. Denn es war schon ein wenig Druck da – den wir uns aber selbst gemacht haben.“

Nach Bauchmuskelzerrung wieder fit

Beim 28:24-Sieg in Emsdetten war der Linkshänder schon wieder sporadisch auf der Platte, zum 34:30-Erfolg gegen den TV Hüttenberg bei der Saison-Heimpremiere steuerte er bereits wieder fünf Treffer bei und signalisierte, dass er rechtzeitig fit ist. Für die Partie, die für ihn noch immer eine ganz besondere ist: „Ich bin seit einigen Tagen wieder schmerzfrei – pünktlich zum Spiel in Hamm.“

Viereinhalb Jahre hat Possehl in der Zeit von Februar 2014 bis Juli 2018 für den ASV gespielt, ehe er nach Nordhorn weiterzog, um dort den Sprung in die 1. Liga zu schaffen. „Ich freue mich immer, zurück zum ASV zu kommen“, betont der gebürtige Osnabrücker, der nach dem Spiel den einen oder anderen Bekannten in der Halle wiedersehen dürfte. „Das wird ein schönes Spiel.“

Je näher die Partie am Samstag rückt, desto geringer wird allerdings der Kontakt zu den Ex-Kollegen. Zu Felix Storbeck, Markus Fuchs, Fabian Huesmann und Jan Brosch hat Possehl sonst nach wie vor Kontakt, „diese Woche ist es aber sehr ruhig geworden“, betont der Linkshänder, dass sich beide Seiten vor dem Spiel in Ruhe lassen und in ihrer Vorbereitung auf das Spiel nicht aus der Ruhe bringen lassen wollen.

In der vierten Saison in Folge läuft Possehl nun bereits für Nordhorn auf. Das vergangene Jahr in der 1. Liga hat bei ihm Lust auf mehr gemacht. „Der direkte Wiederaufstieg ist nicht unbedingt unser Ziel“, sagt er zwar. Der Kader wurde aber im Großen und Ganzen gehalten und mit Wasielewski aus Emsdetten und vor allem dem Rückraumlinken Daniel Fontaine noch verstärkt: „Wir wollen oben mitmischen, denken von Spiel zu Spiel“, gibt sich Possehl zurückhaltend. „Dazu brauchen wir aber Woche für Woche eine Leistung am Maximum. Und gerade in der Westpress Arena ist es immer eine große Aufgabe, beide Punkte zu entführen.“

Daniel Kubes wird die HSG daher gut vorbereitet ins Rennen schicken. Und auch Possehl kennt die alten Kollegen ja noch bestens: „Hamm hat viele Waffen. Die Defensive mit beiden Torhütern, Broschi und Fuchser im Zentrum – aber auch das breite Angriffsspiel“, sagt er respektvoll.

Das Ziel des früheren ASVers in Hamm ist dennoch ein Sieg. „Wir wollen an die Leistung aus dem Spiel gegen Hüttenberg anknüpfen“, betont Possehl, in dessen Team neben Wasielweski auch Torhüter Bart Ravensbergen nach einer Bandscheibenoperation lange ausfallen wird. Für ihn hat die HSG kurzfristig Jonas Maier vom Erstliga-Aufsteiger HSV Hamburg verpflichtet.

Possehl selbst hat dagegen mit seinen Toren gegen den TV Hüttenberg rechtzeitig wieder das nötige Selbstvertrauen aufgebaut. „Im Vordergrund steht aber der mannschaftliche Erfolg.“ Den Ausrutscher haben sie sich ja schon zum Saisonstart erlaubt.

Erkältungswelle bei den Gastgebern

Im Hammer Lager wurde die Vorbereitung vom Erkältungsvirus gestört, das in der Mannschaft grassierte. „Der eine oder andere war mit grippalen Infekten angeschlagen“, sagt Lerscht. „Ansonsten haben wir uns aber normal vorbereitet.“

Das Ergebnis: „Nordhorn ist sicherlich verwundbar“, so Lerscht. „Das hat ihre Auftaktniederlage in Rostock gezeigt – dass man mit viel Leidenschaft im Spiel etwas bewirken kann. Wir müssen einfach all unsere Facetten aufs Feld kriegen und mit Ballbesitz sehr konsequent sein.“

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