Fußball

Der nächste Umbruch: Acht Neuzugänge für die Hammer SpVg - das sagt Trainer Degelmann

Philipp Grodowski wechselt vom SVE Heessen zur Hammer SpVg.
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Philipp Grodowski wechselt vom SVE Heessen zur Hammer SpVg.

Acht Abgänge, acht Neuzugänge - und dazu ein Trio aus dem eigenen Nachwuchs. Fußball-Oberligist Hammer SpVg hat einen Einblick in seine Personalplanungen gewährt.

Hamm - Aus eigener Kraft hätte die Hammer SpVg den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga wohl kaum noch erreicht. Magere fünf Pünktchen standen auf der Habenseite zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs aufgrund der Coronakrise. So aber bleibt die HSV Mitglied der fünft-höchsten Spielklasse. Sicher ist schon jetzt: Auf den seit Ende Januar von Steven Degelmann trainierten Kader wird erneut ein gewaltiger Umbruch warten.

Eine Reihe von Abgängen war bereits bekannt. Mergim Deljiu (FC Kray), Nils Kisker, Alan Bezhaev (beide TuS Hiltrup), Niklas Sewing (VfL Theessen) und Frederic Westergerling (TuS Bövinghausen) sind von ihren neuen Klubs schon vorgestellt worden. Auch der Abschied von Linksverteidiger Patrick Franke zu Oberliga-Konkurrent Westfalia Rhynern ist jetzt offiziell. Torhüter Ivan Mandusic schließt sich der IG Bönen an. Stürmer Ali Gülcan, den es ins Rheinland zieht, hat grünes Licht für einen Wechsel erhalten.

Philipp Grodowski kommt aus Heessen

Im Gegenzug vermeldete die HSV am Dienstagabend aber auch acht Neuzugänge. Drei waren schon sicher: Torwart Kevin Scierski aus Rhynern, Anil Saraman vom SV Hilbeck sowie Wiescherhöfens Andrei Lorengel. Die bereits durchgesickerten Verpflichtungen von Philipp Grodowski vom Bezirksliga-Aufsteiger SVE Heessen und von Mittelfeldspieler Jonas Janetzki (Holzwickeder SC) bestätigte Fußball-Abteilungsleiter Dirk Blumenkemper ebenfalls.

Auch neu im Hammer Osten: Joel Kiranyaz (Torwart, Westfalia Wickede), Tim Breuer (Abwehr, SV Lippstadt U19) und Chahin Abdallah (offensive Außenbahn, SV Sodingen). Abdallah, der Degelmann in einem Testspiel gegen die HSV beeindruckt hat, hat sich eingehend über seinen neuen Klub informieren können. Denn Abdallahs Bruder Bilal war in der vergangenen Winterpause von Westfalia Herne zur HSV gewechselt. Der Offensivspieler wird dem Klub auch künftig erhalten bleiben. Auch der Sechser Mohammed El Gourari verlängerte seinen Vertrag. Aus dem Nachwuchs (U19 und U21) werden Ilkay Nagis, Mika Oxe und Vincent Ocansey in den Kader der Oberliga-Mannschaft rücken.

Erstes Training am 15. Juni

„Ich bin froh, dass wir so gute Arbeit geleistet haben. Das sind charakterlich einwandfreie Jungs“, sagt Degelmann. Nach dem überraschenden Abgang von Mandusic habe der Klub auf der Torhüter-Position „die Baustelle“ schließen können. „Kevin Scierski hat mir in der Halle mit Rhynern sehr imponiert. Joel Kiranyaz hat die Nachwuchsleistungszentren in Bielefeld und Paderborn durchlaufen“, so der Trainer. In Anil Saraman komme ein variabel einsetzbarer Linksfuß, der „bereit für den nächsten Schritt“ sei. 

Philipp Grodowski habe „wieder Bock auf Oberliga“ und seine Klasse bei RW Ahlen schon unter Beweis gestellt. „Nach seinem Kreuzbandriss ist er schon fast wieder bei 100 Prozent“, sagt Degelmann. Jonas Janetzki bringe für das Zentrum die nötige Oberliga-Erfahrung mit. „Er hat das Selbstverständnis, den Ball haben zu wollen“, erklärt der Coach. Tim Breuer hingegen sei der HSV „zugeflogen“. „Ihn wollten wir aber unbedingt noch dazunehmen. Er kann perspektivisch wertvoll sein“, so Degelmann über den Ex-Lippstädter. Der Trainer hält zudem viel von den internen Neuzugängen. „Mika war einer der interessantesten A-Jugendspieler. Ilkay hat im Training voll überzeugt. Genau wie Vincent. Ein Stoßstürmer, der alle erstaunt hat.“

„Die sportliche Leitung hält natürlich weiter Augen und Ohren offen, falls sich noch Gelegenheiten auf dem Transfermarkt ergeben“, erklärt Blumenkemper in der Pressemitteilung der HSV.

Das ist in Degelmanns Sinne: „Wir brauchen sicherlich noch einen Neuner. Und auch auf den offensiven Außen könnte es einer mehr sein.“ Der Klub sei in Gesprächen. Auch mit Winterneuzugang Nazzareno Ciccarelli. „Ihn würde ich gerne halten“, sagt der Trainer, der betont: „Wir brauchen noch etwas mehr Erfahrung.“ 

Einen Eindruck über den Fitnesszustand seiner Mannschaft möchte sich Degelmann schon am 15. Juni verschaffen. „Wir werden zwei Wochen in Zehner-Gruppen trainieren, um so die individuellen Pläne bis zur eigentlichen Vorbereitung gestalten zu können.“

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