Nächster Doppelspieltag für den ASV Hamm-Westfalen

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Niels Pfannenschmidt

Hamm - Ein weiterer Doppelspieltag steht in der 2. Handball-Bundesliga an – und wieder ist der ASV Hamm-Westfalen dabei. Am Freitag erwartet das Team den Liga-17. HG Saarlouis (19.15 Uhr/Westpress-Arena), und am Sonntag steht die Fahrt zum direkten Tabellennachbarn HSG Nordhorn-Lingen an (17 Uhr/Euregium).

„Wir müssen die Situation annehmen, wie sie ist“, sagt ASV-Trainer Niels Pfannenschmidt, der allerdings sehr wohl wahrgenommen hat, dass viele Konkurrenten von der Doppelspieltag-Regelung nicht betroffen sind – wie an diesem Wochenende Nordhorn, das bereits am Mittwoch bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim angetreten ist und mit 20:28 unterlag. „Sportlich ist das nicht immer gerecht. Wir sind da in der Vergangenheit zwar eigentlich meist gut rausgekommen, aber in unserer aktuellen personellen Situation wird das nicht mehr so einfach sein wie an den anderen Spieltagen. Denn wir haben nicht viele Möglichkeiten, zu wechseln.“

Dennoch ist die Vorgabe an die Mannschaft klar – für Nordhorn, aber vor allem auch für die Heimbegegnung gegen Saarlouis. „Die wollen wir unbedingt gewinnen“, sagt der Coach. „Wie in jeder anderen Partie wird das nicht einfach, aber das ist jetzt wichtig nach dem schlechten Heimspiel gegen Bietigheim.“ Dass die Gäste derzeit noch um das sportliche Überleben in der Liga ringen und um jeden Zähler kämpfen werden, macht die Aufgabe für die Hammer zwar schwierig, ist für Pfannenschmidt aber nebensächlich. „Saarlouis wird motiviert sein. aber wir sind auch heiß und wollen den fünften Platz halten. Dafür müssen wir weiter punkten.“

Seinem Trainerkollegen – dem früheren deutschen Frauen-Nationaltrainer Heine Jensen – bescheinigt Pfannenschmidt „echt gute Arbeit“ in Saarlouis. „Er holt da alles raus, hat junge deutsche Akteure ins Team integriert.“ Wie die beiden Jugend-Nationalspieler Lars Weissgerber und Jerome Müller. Letztgenannter stellte die Hammer bei ihrem 25:23-Erfolg im Hinspiel vor einige Probleme, wird heute aber aufgrund einer Ellbogenverletzung nur zusehen können.

Ähnlich wie zuletzt in der Begegnung beim HSC Coburg gilt das besondere Augenmerk der Hammer dem Spielmacher der Saarländer. Der Spanier Ibai Meoki Etxebeste „spielt dort eine ähnliche Rolle wie Harmandic in Coburg“, sagt Pfannenschmidt. „Auch ihn gilt es, auszuschalten. Außerdem spielt Saarlouis ein passables Tempo und ist wie jeder Gegner immer für eine Überraschung gut.“

An der eigenen taktischen Ausrichtung wird der Coach nicht viel ändern. Zum einen, weil es aufgrund der weiterhin zahlreichen Ausfälle kaum möglich ist, und zum anderen, weil das variable Defensivsystem in Coburg sehr gut funktioniert hat. „Probleme gibt es nur, wenn die Jungs es, wie zuletzt im Training mit nur 80 Prozent versuchen wollen – dann hagelt es Gegentore“, sagt der 42-Jährige. So wie im vergangenen Heimspiel. „Diese ‘Bietigheim-Mentalität‘ dürfen wir nicht noch einmal an den Tag legen.“

Während Ondrej Zdrahala nach auskurierter Erkältung in den Kader zurückkehrt, werden die Rekonvaleszenten Jakob Macke, Savvas Savvas, Lars Gudat, Markus Fuchs sowie Dennis Doden (Oberschenkelzerrung und Erkältung) und Lemgos Zweitspielrecht-Akteur Mario Bergen (Schulterverletzung) weiter fehlen.

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