Entscheidung am Montag um 18 Uhr

Nach Misserfolg-Serie: Westfalia Rhynern trennt sich von Holger Wortmann!

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Holger Wortmann.

Rhynern - Nach der Enttäuschung über die zurückliegenden Resultate folgt bei Westfalia Rhynern nun die Konsequenz: Holger Wortmann muss seinen Platz auf der Trainerbank räumen. Bereits in der Partie gegen den Bonner SC wird er das Team nicht mehr leiten. Ein anderer wird auf seinem Platz sitzen.

Paukenschlag am Montagabend: Um 18 Uhr war es offiziell, Holger Wortmann ist nach zehn sieglosen Spielen in der Regionalliga West nicht mehr Trainer des SV Westfalia Rhynern! Die Entscheidung sei im Rahmen einer Sitzung des Vorstands, der sportlichen Leitung und des Trainers gefallen, bestätigte Martin Schiffer, sportlicher Leiter, am Montagabend auf WA-Nachfrage.

Man habe sich nach der jüngsten 1:4-Pleite bei der SG Wattenscheid 09 Gedanken über die sportliche Situation gemacht und sei dabei zu dem Schluss gekommen, dass diese weder für den Verein, noch für Mannschaft und Trainer befriedigend seien. Nach nur zwei Punkten, acht Niederlagen und zwei Unentschieden aus zehn Spielen in der Regionalliga-West und dem damit verbundenen letzten Tabellenplatz sei die Entscheidung im beiderseitigem Einvernehmen gefallen. 

"Wollten den Trainer nicht verbrennen"

"Natürlich reagierte er enttäuscht. Auch er würde lieber mit zwölf statt zwei Punkten mit der Mannschaft dastehen", erklärte Martin Schiffer. "Ich kann mir vorstellen, dass er natürlich gerne weitergemacht hätte." Doch nun müsse man die Chance suchen, weiter Regionalliga zu spielen. Unterm Strich habe man auch eine Lösung gesucht, um weiteren Schaden zu vermeiden: "Wir wollten den Trainer auch nicht verbrennen. Der Schritt ist auch als Win-Win-Situation zu sehen", sagte Schiffer. 

Erleichterung für Wortmann

So bringe die Trennung auch ein Stück Erleichterung für Wortmann, dem die Situation spürbar nahe geht. "Ihm als Rhyneraner tut die derzeitige Lage noch mehr weh als mir", sagte der Dortmunder Martin Schiffer. Wortmann hatte das Trainer-Amt im April übernommen.

So hat die Mannschaft die Entscheidung aufgefasst

"Die Spieler haben die Entscheidung erst einmal so hingenommen", beschreibt Schiffer die Situation nach dem Überbringen der Botschaft. Weder Schrecken, noch Trauer oder Freude seien zu spüren gewesen. "Auch die Mannschaft muss sich jetzt erst einmal ihre Gedanken machen."

So geht es nun weiter

Das Abschlusstraining vor der Begegnung gegen den Bonner SC leitete der bisherige Co-Trainer Dustin Wurst am Montagabend. Er wird am Dienstag den Posten des Cheftrainers besetzen. Wie es nun weitergehe, davon lasse man sich auf Vereinsseite nun auch überraschen: "Die Mannschaft muss nun einen Ruck bekommen. Wir müssen gegen Bonn mehr abrufen und mehr leisten - 110 Prozent müssen abgeliefert werden."

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