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Nach Kehrblech-Attacke: SSV Hamm wirft Spieler raus

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Von: Peter Schwennecker

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Spielabbruch Themenbild.
Ein Spielabbruch in der Kreisliga B (1) sorgt für Ärger. © dpa

Die Reihe der gewaltbedingten Spielabbrüche im Fußball-Kreis 32 Unna/Hamm reißt nicht ab. Zuletzt hat es in der Kreisliga B in der Partie SSV Hamm gegen Yunus Emre HSV erneut einen solchen Fall gegeben.

Hamm - Unmittelbar vor der Pause soll es zunächst eine heftige verbale Auseinandersetzung zwischen dem Yunus-Torhüter und einem SSV-Spieler gegeben haben. Der Keeper revanchierte sich für die Beleidigungen offenbar mit einer Ohrfeige. Diese Aktionen hatte der Unparteiische nicht geahndet. Er griff erst ein, als er selbst vom SSV-Akteur beleidigt wurde. Die Folge war eine Rote Karte. Der betroffene Spieler ging zunächst in die Kabine, kehrte aber anschließend wieder mit einem Kehrblech zurück und wollte damit den Yunus-Torhüter attackieren. Andere Spieler griffen ein und stoppten den Angreifer. Der Schiedsrichter brach in diesem Moment die Partie ab. Jetzt wird sich das Kreis-Sportgericht mit dem Fall befassen müssen. Zum Zeitpunkt des Abbruchs stand es 2:0 für die Gäste.

Grewe: „Die Sache ist eindeutig“

Geht es nach Christian Grewe, dem Fußball-Abteilungsleiter des SSV Hamm, müsste es erst gar nicht zu einer Verhandlung vor dem Kreissportgericht kommen. „Die Sache ist eindeutig, kann eigentlich im schriftlichen Verfahren entschieden werden“, sagte Grewe. „Wir akzeptieren jede Strafe und wissen, dass uns die Punkte abgezogen werden. Wir haben uns bereits von diesem Spieler getrennt. Solche Dinge dulden wir bei uns einfach nicht.“

Grewe war sichtlich angefressen, weil der SSV schon Ende September bei der Begegnung mit dem TuS 59 Hamm an einem Spielabbruch beteiligt war. Damals hatte es von einem SSV-Akteur eine Spuckattacke gegeben. „Ich hatte gehofft, dass solche Dinge bei uns nicht mehr passieren, aber jetzt sind wir eines Besseren belehrt worden“, echauffierte sich Grewe.

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