Fußball-Oberliga

Nach ernüchternder Woche: Rhynern erwartet mit Rheine eine „harte Nuss“

Lennard Kleine (links in der Mauer) fällt aus. Andere Rhyneraner wie Akhim Seber (Zweiter von links), Hakan Sezer und Patrick Franke müssen noch mehr Verantwortung übernehmen.
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Lennard Kleine (links in der Mauer) fällt aus. Andere Rhyneraner wie Akhim Seber (Zweiter von links), Hakan Sezer und Patrick Franke müssen noch mehr Verantwortung übernehmen.

Es war eine ernüchternde Woche für den SV Westfalia Rhynern. Gegen Eintracht Rheine steht der Fußball-Oberligist bereits unter Zugzwang.

Hamm - Zuerst am vergangenen Sonntag die 2:3-Niederlage im Auswärtsspiel der Fußball-Oberliga bei der SG Wattenscheid 09 mit der schweren Verletzung von Lennard Kleine (Riss der Patellasehne). Dann am Mittwoch das Aus im Kreispokal beim Landesligisten TuS Wiescherhöfen. Umso wichtiger ist nun am Sonntag das Heimspiel gegen den FC Eintracht Rheine (15 Uhr), in dem die Gastgeber mit lediglich drei Punkten aus drei Spielen erneut unter Zugzwang stehen. „Die Partie ist wegweisend. Da können wir die Richtung einschlagen, in die es für uns gehen soll“, sagt Trainer Michael Kaminski – und hofft, dass sich sein Blick nach der Begegnung nach oben richten wird.

Der Ärger über die Niederlage an der Wielandstraße ist beim Coach mittlerweile verraucht. Direkt nach der Partie hatte er seine Mannschaft in der Kabine versammelt und ihr sehr deutlich zu verstehen gegeben, was er von dem Auftritt beim TuS gehalten hatte.

Kaminski waren die Hände gebunden

„So ein Ding darf man nicht verlieren. Wir hatten genug dicke Dinger, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden“, betont Kaminski, dem in Wiescherhöfen in personeller Hinsicht arg die Hände gebunden waren. „Wir hatten ohne Frage auch so genug Qualität auf dem Platz, um als Sieger vom Feld zu gehen. Aber ich hätte gerade in der Offensive gerne die eine oder andere Option mehr zum Nachlegen gehabt“, stellt er klar. Doch aufgrund von Absagen wegen Verletzungen und Impfnachwirkungen, die er am Mittwochmittag erhielt, gab der Kader letztlich nicht mehr her. „Mehr war in personeller Hinsicht leider nicht möglich“, so Kaminski.

Wer ihm am Sonntag gegen den mit drei Siegen aus drei Partien gestarteten FC Eintracht zur Verfügung steht, muss er noch abwarten. Fakt ist, dass neben Lennard Kleine auch der nach seiner Gelb-Roten Karte für ein Spiel gesperrte Marvin Joswig fehlen wird. „Marvin hat bislang einen guten Job in der Innenverteidigung gemacht. Egal, wer für ihn reinrutscht, ich erwarte, dass derjenige das routiniert übernimmt“, meint der Coach.

Für Kleine müssen „andere in die Bresche springen“

Schlimmer wiegt der monatelange Ausfall von Lennard Kleine, der im Sturmzentrum nicht eins zu eins zu ersetzen ist. „Lennard ist ein Top-Oberliga-Spieler, der vorne die Bälle fest macht, der weiß, wo das Tor steht, und der abgezockt ist. Jetzt müssen andere da vorne in die Bresche springen, wir müssen das in der Offensive auf mehrere Schultern verteilen.“

Das wird auch gegen Rheine notwendig sein. Denn den Gästen, die sich mit ihrem Trainer Cihan Tasdelen neu aufgestellt haben, ist ein perfekter Saisonstart gelungen. Entsprechend groß ist der Respekt von Kaminski. „Es wurde da einiges umgekrempelt. Mit Viktor Maier, der neu aus Wiedenbrück dazugekommen ist, und Timo Scherping ist die Eintracht vor allem im Angriff bärenstark besetzt. Das wird daher eine harte Nuss für uns“, meint der Rhyneraner Coach, der trotzdem zuversichtlich ist, dass seine Schützlinge die drei Zähler vor dem heimischen Publikum behalten werden: „Wenn so wie bei unserem 4:0-Sieg gegen Schermbeck alle an ihre Leistungsgrenze gehen, können wir in dieser Liga jeden Gegner schlagen. Jeder muss aber von der ersten bis zur 93. oder 95. Minute Verantwortung übernehmen.“

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