Nach Ausschreitungen beim HSV-Spiel in Lippstadt

Sechs Verdächtige aus der rechten Szene Dortmunds identifiziert

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Hamm - Nach den Ausschreitungen von angeblichen Fußball-Anhängern aus dem Fan-Block der Hammer SpVg beim Auswärtsspiel der Fußball-Oberliga in Lippstadt hatte der Staatsschutz in Dortmund die Ermittlungen übernommen – und kann nun die ersten Erfolge nachweisen.

„Wir haben sechs Personen identifiziert, die zum Kreis der Tatverdächtigen gehören“, sagt Kim Freigang, Pressesprecher der Polizei Dortmund.

Während der Partie hatten Polizeibeamte vor Ort per Video und mit Fotos die Fans, die im Gästeblock für die Ausschreitungen in Form eines Platzsturms und des Skandierens von Neonazi-Parolen sowie antisemitischen Beschimpfungen verantwortlich waren, aufgenommen. Diese Aufzeichnungen sind in den vergangenen Tagen ausgewertet worden. 

„Die sechs Tatverdächtigen müssen sich mit dem Vorwurf eines Propagandadeliktes wie Volksverhetzung auseinandersetzen“, erklärt Freigang. Welche Strafe diese Personen zu erwarten haben, sei nun Sache der Gerichte. 

Laut Aussage des Pressesprechers sind diese sechs Personen der Polizei bekannt und gehören der rechten Szene in Dortmund an. Zudem gibt es nach Aussage von Freigang auch entsprechende Verbindungen und Bezüge nach Hamm. 

Wahrscheinlich wird die Polizei aber noch weitere Personen identifizieren, die an diesen Ausschreitungen beteiligt waren. „Wir sind noch im Ansatz unserer Ermittlungen. Daher können wir zum derzeitigen Stand auch noch keine Details sagen“, so Freigang. - WA

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