Nach 477 Tagen: Endet endlich die Sieg-Durststrecke der Hammer SpVg?

Das Gefühl des Jubelns erlebte die HSV zuletzt nach dem Sieg im Kreispokal-Finale. Am Sonntag wollen es die Spieler auch endlich wieder in der Oberliga spüren.
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Das Gefühl des Jubelns erlebte die HSV zuletzt nach dem Sieg im Kreispokal-Finale. Am Sonntag wollen es die Spieler auch endlich wieder in der Oberliga spüren.

Am Sonntag werden es 68 Wochen sein. Um genau zu sein 477 Tage. So lange hat die Hammer SpVg seit diesem 26. Mai 2019, als sie mit einem 3:0-Erfolg beim FC Gütersloh dem Abstieg in die Westfalenliga entronn, in der Fußball-Oberliga keinen Sieg mehr eingefahren.

Hamm - Das soll sich nun ändern, wenn am Sonntag ab 15 Uhr der Holzwickeder SC im Hammer Osten gastiert. Das hofft zumindest Steven Degelmann. Und davon ist er auch überzeugt. „Das ist wirklich eine sehr lange Zeit. Aber wir werden das ändern“, sagt der HSV-Coach. „Ich bin guter Dinge, dass uns das Sonntag gelingt, wobei ich das natürlich nicht zu 100 Prozent garantieren kann. Aber unser Kader ist so gut aufgestellt, dass wir schon Sonntag gewinnen können, aber sicherlich in diesem Jahr noch siegen werden.“

Dass die Hammer nach dieser langen Durststrecke den Negativlauf bereits gegen Holzwickede beenden, dafür sieht Degelmann gleich mehrere gute Anzeichen. So habe seine Mannschaft bei der 0:3-Niederlage beim großen Aufstiegsaspiranten RSV Meinerzhagen über weite Phasen der Partie in der Defensive gut gestanden. Am Mittwoch im Pokalspiel beim SSV Mühlhausen hatte sich die HSV dann beim 12:1-Kantersieg überaus torhungrig gezeigt. „Und da hatten wir noch die Leidenschaft draufgepackt, die uns in Meinerzhagen ein bisschen gefehlt hatte“, betont der HSV-Coach, der schon seit Ende Januar im Amt ist, aber erst jetzt am Sonntag seine Heimpremiere an der Seitenauslinie feiern wird.

Degelmann fordert Mut

Als wichtigen Baustein für einen Erfolg sieht Degelmann dabei vor allem den Mut. Denn seine Mannschaft soll sich weiter vorschieben, den Gegner bereits zehn oder 15 Meter früher pressen und unter Druck setzen. „Aber das klappt nur, wenn man Leidenschaft, gekoppelt mit einem mutigen Auftreten, zeigt“, betont er. Zudem sollen seine Schützlinge den Ball immer wieder Richtung Strafraum bringen, egal, ob über außen oder aus der Tiefe heraus: „Wir müssen Marcel Todte in der oder um die Box herum anspielen. Da ist er gefährlich, da bindet er zwei Gegenspieler.“

Dennoch weiß Degelmann nur zu gut, über welche Stärken auch der Gast aus Holzwickede verfügt. HSC-Trainer Axel Schmeing ist genauso wie der HSV-Coach bei der Polizei beschäftigt, so dass die beiden schon gemeinsam in Auswahlmannschaften ihres Arbeitgebers gespielt haben. „Wir kennen uns recht gut. Und er hat da schon eine starke, erfahrene Mannschaft, die sich in den vergangenen Jahren stetig weiter entwickelt hat“, meint Degelmann, der Holzwickede auch in dieser Saison zu den Teams zählt, die im oberen Drittel landen werden. „Vorne hat unser Gegner mit Sebastian Hahne und Olaf Berghorst starke Leute. Wir müssen uns auf einiges gefasst machen und kämpferisch alles geben.“

Auch Kodra kann wieder ran

Da kommt es für den 37-Jährigen überaus passend, dass ihm bis auf Mika Oxe alle Akteure seines Kaders zur Verfügung stehen. Denn auch der zuletzt mit muskulären Problemen kämpfende Steven Kodra kam am Mittwoch in Bönen für 25 Minuten zum Einsatz und zeigte, dass er wieder fit ist. „Ich habe also die Qual der Wahl, aber das ist gut so“, betont Degelmann.

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