Handball

Wie der ASV gegen Krefeld "zwei Schüppen" drauflegen will

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ASV-Trainer Kay Rothenpieler sieht in der aktuellen Tabellenkonstellation eine „Riesenchance“ für sein Team

Nach dem 24:24 beim TuS Ferndorf darf sich der ASV Hamm-Westfalen heute im Heimspiel gegen die HSG Krefeld keinen weiteren Punktverlust erlauben.

Hamm - Die Video-Analayse am Montag fiel etwas länger aus als sonst. Kay Rothenpieler hatte seinen Spielern Ausschnitte aus der unbefriedigenden Partie vom vergangenen Freitag beim TuS Ferndorf (24:24) sowie einige Sequenzen von Ligaschlusslicht HSG Krefeld, am Mittwochabend nächster Gegner des ASV Hamm-Westfalen in der Westpress-Arena (19.15 Uhr.), gezeigt. „Wir sind klarer Favorit, spielen zuhause und wollen unbedingt gewinnen. Das ist klar“, sagt der Trainer des Handball-Zweitligisten aus Werries. „Aber auch wenn Krefeld Letzter ist, jede Mannschaft, die den Aufstieg in die 2. Liga geschafft hat, hat ihre Stärken. Wir müssen wieder unser Spiel finden, von Anfang an die Partie kontrollieren und im Vergleich zu Ferndorf zwei Schüppen drauflegen.“

Im Angriff zu verkrampft agiert

In Ferndorf war es in der Tat alles andere als optimal für die Hammer verlaufen. Daraus macht Rothenpieler keinen Hehl und meint sogar, dass er mit dem Punkt beim Drittletzten vom Spielverlauf her sogar noch zufrieden war. „Da hatten wir uns natürlich mehr erhofft. Aber wir haben keine gute Leistung gezeigt“, gibt der 48-Jährige ehrlich zu. „Vor allem im Angriff lief es nicht. Wir hatten keinen Spielfluss, waren zu verkrampft.“

Der ASV will den Schlater umlegen

Ob diese schwache Vorstellung im Zusammenhang damit stehen kann, dass der ASV vor zwei Wochen zuerst die Trennung von Rothenpieler zum Saisonende bekanntgegeben und dann in der vergangenen Woche bereits Michael Lerscht, aktuell noch Trainer in Ferndorf, als neuer Coach in Hamm gehandelt wurde, hat auch den früheren Nationalspieler gedanklich beschäftigt. „Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, das dies kein Thema in der Mannschaft gewesen ist. Das hat schon ein wenig abgelenkt“, sagt er. Gleichzeitig fordert er aber von seinen Spielern, „jetzt wieder den Schalter umzulegen“ und sich auf die Aufgabe gegen Krefeld zu konzentrieren. „Jetzt ist alles raus und darf uns nicht weiter beschäftigen. Wir haben doch erst November, und die Saison geht bis Mai. Daher sollten wir uns jetzt auf das Wesentliche fokussieren“, fordert Rothenpieler – wohl wissend, dass seine Mannschaft trotz des nicht eingeplanten Punktverlustes in Ferndorf weiter beste Möglichkeiten hat, am Ende der Saison einen der beiden ersten Plätze zu belegen und damit zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach 2010 den Aufstieg in die 1. Bundesliga zu schaffen.

Noch ist alles im grünen Bereich

 „Es ist alles möglich. Denn noch ist alles im grünen Bereich“, sagt der Coach und erinnert daran, dass der ASV in der Rückrunde noch die beiden Spitzenreiter Tusem Essen und HSC Coburg, gegen die die Hammer auswärts jeweils verloren haben, in der heimischen Arena erwartet. „Die ganze Liga ist brutal eng. Aber auch im Aufstiegsrennen ist alles dicht beieinander“, betont er und sieht darin die Chance für sein Team: „Man muss es positiv angehen. Wir haben die Qualität, oben dran zu bleiben. Wir müssen nur konzentriert und ruhig weiterarbeiten und nach vorne schauen. Ob es am Ende reichen wird, kann man jetzt noch nicht sagen.“

Ein Sieg soll ein gutes Gefühl bringen

Mit einem Sieg über die HSG will der ASV aber nicht nur weiter im Aufstiegsrennen mitmischen, sondern auch mit einem guten Gefühl in das spielfreie Wochenende und danach in die Vorbereitung auf die Partie beim TuS N-Lübbecke gehen. Denn bei den Ostwestfalen will sich der ASV genauso wenig wie gegen Krefeld die vierte Saisonniederlage einhandeln. „Wir haben diese Saison eine Riesenchance und müssen dafür alles investieren. Wir dürfen uns nur keine unkonzentrierte Phase erlauben“, so Rothenpieler.

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