SVE muss nach 1:4 gegen Kamen in zweite Runde

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Volles Haus: 1800 Zuschauer verfolgten die Partie an der Schachtstraße.

Hamm - Enttäuscht und mit hängenden Köpfen verließen die Spieler des SVE Heessen die Sportanlage des SVF Herringen an der Schachtstraße. Im Relegationsspiel um den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga hatte der SVE soeben eine bittere 1:4 (0:0)-Niederlage gegen den Titelträger der Kreisliga A (Gruppe 2), den VfL 1854 Kamen, hinnehmen müssen.

„Ich weiß nicht, woran es lag“, gab SVE-Trainer Marian Christel ehrlich zu. „Wichtige Spieler haben heute keine gute Form gezeigt, es fehlte an Laufbereitschaft der gesamten Mannschaft und wir haben keine zweiten Bälle gewonnen.“

Eine zweite Chance bietet sich den Heessenern allerdings noch, nach drei Jahren die Rückkehr in die Bezirksliga perfekt zu machen. Der SVE wird in einem Hin- und Rückspiel auf einen Dortmunder Kreisligisten treffen, wobei noch nicht klar ist, ob die bislang angesetzten Termine am Sonntag und Mittwoch kommender Woche eingehalten werden. „Der Dortmunder Verband hat das Spiel der Dortmunder Vereine auf diesen Sonntag gelegt. Jetzt muss erst geklärt werden, wann wir spielen“, erklärte Heessens Co-Trainer Frank Sadowsky.

Erst mit einer knappen Viertelstunde Verspätung begann die Partie zwischen dem SVE Heessen und dem VfL Kamen, weil 1800 Zuschauer auf die Herringer Sportanlage an der Schachtstraße strömten. Sie bekamen allerdings eine schwache Begegnung zweier nervös wirkender Teams zu sehen, die sich zu Beginn abtasteten. Keine Mannschaft war in diesem wichtigen Spiel gewillt, ein größeres Risiko einzugehen und die eigene Abwehr auch nur ein wenig zu entblößen. Erst nach 19 Minuten tauchte der SVE erstmals gefährlich vor dem Kamener Tor auf, doch VfL-Keeper Jens Lassak hatte mit dem unplatzierten Abschluss von Abdullah Sahin keine Mühe.

SVE Heessen - VfL Kamen Entscheidungsspiel

Auf der anderen Seite zögerte SVE-Schlussmann Andreas Betke zunächst beim Abfangen eines langen Balles, um dann zu ungestüm aus seinem Kasten zu eilen und Elyesa Dumanli von den Beinen zu holen. Bastian Sudhaus scheiterte im Anschluss jedoch mit seinem schwach geschossenen Strafstoß an Betke (28.).

Nach dem Elfmeter waren mehr Emotionen im Spiel und die Zweikämpfe wurden härter geführt. Schiedsrichter Jan Maßmann (Unna) pfiff während der gesamten Spieldauer relativ kleinlich, um erst gar keine Hektik aufkommen zu lassen.

Auch nach dem Seitenwechsel begannen beide Clubs verhalten. Der SVE zeigte eine zu langsame Spielverlagerung, um Lücken in die Kamener Defensive zu reißen, doch auch der VfL kam nur selten über gute Offensivansätze hinaus. Nach einer Stunde legte Dumanli dann für Bastian Sudhaus auf, der Andreas Betke freistehend aus fünf Metern zum 0:1 überwand. Zehn Minuten später verschätzte sich Marvin Dick bei einer Kopfballabwehr, so dass Dumanli den Ball ins lange Eck schoss. Heessen gelang es nicht, sich entscheidend gegen die drohende Niederlage aufzubäumen. Stattdessen sorgte Kamen durch ein Kontertor von Sudhaus für die endgültige Entscheidung (87.). Abdullah Sahin sorgte mit einer tollen Einzelaktion noch einmal für das 1:3 (90.), aber für den Schlusspunkt sorgte Benny Weihrich in der Nachspielzeit mit einem platzierten Schuss aus 14 Metern (90.+1).

„Ausgerechnet in der Phase, in der wir etwas besser ins Spiel kommen, kassieren wir das 0:1“, ärgerte sich Marian Christel. „Vom Spielverlauf her ist der Sieg für Kamen verdient, sie waren wesentlich wacher und aggressiver.“ - St

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