Nur eine kurze Atempause für die Zweitliga-Handballer des ASV

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ASV-Kreisläufer Jan Brosch laboriert derzeit an einer Achillessehnenverletzung und soll möglichst geschont werden.

Hamm - Es waren fünf harte Spiele innerhalb von fünf Tagen, und das, wie Trainer Kay Rothenpieler versicherte, auf einem sehr hohen Niveau. Deshalb belohnte der Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen sein Team nach Platz zwei beim stark besetzten Sparkassencup in Eisenach, Melsungen und Fulda mit zwei freien Tagen, die zur Pflege und Regeneration genutzt wurden.

Doch die Atempause währt nicht lange. Bereits am Mittwochabend treten die Hammer um 19 Uhr in Schüttorf in der Grafschaft Bentheim zum nächsten Test gegen den Klassenkonkurrenten HSG Nordhorn-Lingen an.

Gut die Hälfte der Vorbereitung hat der ASV inzwischen absolviert. Und die Zwischenbilanz des alten und neuen Trainers fällt überwiegend positiv aus. Körperlich ist die Mannschaft laut Rothenpieler in einer sehr guten Verfassung. Und auch spielerisch demonstrierte der Zweitligist vor allem beim 31:26-Überraschungssieg gegen den Bundesligisten Frisch Auf! Göppingen, zu welchen Leistungen er an einem guten Tag fähig ist. „Da haben wir an unserem absoluten Limit gespielt, die lief einfach alles perfekt zusammen“, sagt der Trainer, der während der Turniertage aber auch Dinge erkannte, an denen in den verbleibenden drei Wochen bis zum Meisterschaftsauftakt am 26. August um 20 Uhr bei der HSG Konstanz noch intensiv gearbeitet werden muss.

In diesem Zusammenhang fällt Rothenpieler besonders das Angriffsspiel ein, das gegen Göppingen allerdings bestens funktionierte. Bei der knappen Niederlage gegen den Klassenkonkurrenten Elbflorenz Dresden offenbarte die ASV-Offensive allerdings durchaus vorhandene Schwächen. „Da haben wir in den entscheidenden Phase vorn nicht geduldig genug auf Chancen gewartet, haben oft zu schnell den Abschluss gesucht und uns deshalb zahlreiche leichte Fehler geleistet“, beschreibt der Coach die von ihm erkannten Defizite, die es abzustellen gilt.

Deshalb will er den nächsten Test gegen Nordhorn-Lingen dazu nutzen, noch einmal das eine oder andere auszuprobieren. „Das Ergebnis steht diesmal für uns nicht im Vordergrund“, betont Rothenpieler, der in Schüttorf auch jenen Spielern mehr Einsatzzeiten geben will, die beim Sparkassencup nicht so oft zum Zuge kamen. Nicht zuletzt auch deshalb, um die angeschlagenen Akteure etwas zu schonen. Das gilt vor allem für Jan Brosch, der derzeit über Probleme an der Achillessehne klagt, aber beim Turnier als einziger Kreisläufer fast durchspielen musste. Rückraumschütze Fannar Fridgeirsson knickt um und laboriert an einer leichten Bänderdehnung im Sprunggelenk, ist deshalb aktuell nicht voll belastbar. Jakob Schade hat seinen Muskeleinriss im Knie noch nicht auskuriert. Rothenpieler hofft, dass er rechtzeitig zum Saisonauftakt wieder fit sein wird. Angesichts dieser Personalprobleme ist der Trainer froh, dass Björn Zintel nach der Teilnahme an der U21-Junioren-WM in Algerien ab sofort wieder als Alternative zu Fridgeirsson im Rückraum zur Verfügung steht.

Die HSG Nordhorn-Lingen beendete die vergangenen Saison mit 40 Punkten, vier mehr als der ASV, auf dem achten Tabellenplatz. Das Gesicht der Mannschaft hat sich gegenüber der Vorsaison nur unwesentlich verändert. In der vergangenen Woche verpflichteten die Niedersachsen noch den 18-jährigen Alec Smit. Der niederländische Junioren-Nationalspieler kam vom holländischen Meister OCI Limburg Lions in die Grafschaft und bildet dort mit dem deutschen Jugendnationalspieler Yannick Fraatz das jüngste Rechtsaußengespann der 2. Bundesliga.

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