Fußball

Mit Masken zurück auf den Fußballplatz? Das sagen Hammer Trainer

Mit Mund-Nasen-Schutz auf den Fußballplatz? Für Hammer Trainer unvorstellbar.
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Mit Mund-Nasen-Schutz auf den Fußballplatz? Für Hammer Trainer unvorstellbar.

Ob Nachwuchskicker oder Fußballer im Seniorenbereich – sie alle fiebern dem Tag entgegen, an dem sie wieder auf den Platz zurückkehrenkönnen. Ein Sportwissenschaftler hat jetzt einen Vorschlag für eine mögliche frühere Rückkehr gemacht.

Hamm - Der Spiel- und Trainingsbetrieb ist immer noch ausgesetzt – mindestens bis zum 7. März.

Professor Dr. Henning Wackerhage, Sportbiologie an der TU München, schlägt nun im „Münchner Merkur“ eine Zwei-Stufen-Lösung vor, um wieder früher loszulegen und den Re-Start zu beschleunigen. „Statt zu warten, bis Amateurfußball wieder komplett sicher ist, könnte man vielleicht früher beginnen. Zwischen Schwarz und Weiß gibt es auch Grau“, sagt der Sportbiologe und meint, zwischen Spielen und Nicht-Spielen könnte es ein Spielen mit Extra-Infektionsschutz in Form einer Mund-Nasen-Maske geben.

Was aber halten die Hammer Fußball-Trainer von dieser Möglichkeit, mit einer Maske zu trainieren und zu spielen?

„Die Vorfreude der Jungs ist groß, und auch bei mir ist das so”, betont Sven Pahnreck, Coach des A-Kreisligisten SVF Herringen. Aber ein Fußballspielen auf diese Art kann und will er sich nicht vorstellen. „Wir müssen an das Wohl der Allgemeinheit denken. Fußball mit Maske wäre für mich auch ein falsches Signal. Wir müssen abwarten, bis es wieder vertretbar ist, den Fußball, den wir lieben – und zwar ohne Maske –, zu spielen.“

Kaminski hofft auf positive Signale

Auch für Michael Kaminski, Cheftrainer beim Oberligisten SV Westfalia Rhynern, ist Fußball mit Maske keine Lösung. „Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass 24 Spieler mit Mundschutz trainieren. Fußball bleibt immer noch eine Freiluftsportart. Für ein Fitnessstudio ist das vielleicht eine gute Maßnahme, aber nicht für den Fußball”, sagt er und hofft, dass es nach dem derzeitigen Lockdown bis zum 7. März vielleicht positive Signale von der Politik für den Amateurfußball geben wird.

David Schmidt vom Landesligisten SG Bockum-Hövel freut sich, dass „man sich über weitere Alternativen Gedanken macht”. Aber für umsetzbar hält der SG-Trainer einen Masken-Ball nicht. „Bei aller Liebe, das ist für mich unvorstellbar”, meint er und fragt sich, was passieren würde, wenn bei einem Torschuss die Maske von Mund und Nase rutschen würde: „Gibt es dann eine Karte? Oder wird das Tor nicht gewertet? Das wird doch wieder nur Diskussionen geben.”

„Nach 30 Minuten ist die Maske doch durchnässt“

Torsten Skerra vom Bezirksligisten TuS Germania Lohauserholz fragt sich derweil, wie oft die Maske während eines Spiels gewechselt werden müsse. „Nach spätestens 30 Minuten ist die Maske doch komplett durchnässt”, meint der Coach. Rouven Meschede, Spielertrainer beim SVE Heessen, hält diese Idee für „Schwachsinn“ und stellt klar: „Bei mir wird kein Spieler aus der Mannschaft mit einer Maske auf dem Platz stehen.“

Rein theoretisch hält Thorsten Heinze vom TuS Wiescherhöfen Fußballspielen mit Maske durchaus für möglich. „Aber wir wollen ja alle nur ‘just for fun kicken‘, aber mit einer Maske würde das mir persönlich keinen Spaß machen. Ich bin da kein Freund von”, betont der Trainer des Landesligisten von der Wielandstraße.

Schulzki würde Saison-Fortsetzung begrüßen

Kevin Schulzki vom A-Kreisligisten VfL Mark macht keinen Hehl daraus, wie gerne er mit seinen Schützlingen wieder auf den Trainingsplatz gehen und Meisterschaftsspiele bestreiten würde. „Aber nicht um jeden Preis”, sagt der Trainer des Tabellenführers. „Ich denke, das Tragen einer Maske während des Spiels beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit schon stark. Auch wenn ich aus Marker Sicht eine Saison-Fortsetzung begrüßen würde, halte ich das für keine allzu sinnvolle Alternative.”

Für Steven Degelmann ist das Tragen einer Maske beim Fußball ebenfalls keine Möglichkeit, um wieder früher auf den Platz zu kommen. „Ich kann mir nicht vorstellen, mit einem rutschenden Mundschutz zu trainieren und darauf als Verantwortlicher noch zu achten”, meint der Trainer des Oberliga-Schlusslichtes Hammer SpVg.

Er hält es eher für machbar, demnächst wieder über ein kontaktloses Training auf den Fußballplatz zurückzukehren. „Man kann dann früher mit Passübungen reinkommen und sich langsam wieder rantasten. Außerdem kann man die Beschränkungen in der Kabine etwas enger ziehen. Aber mit einer Maske zu trainieren, kann ich mir aktuell gar nicht vorstellen.”

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