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Zweite Corona-Welle beim SK Germania Herringen kurz vor der heißen Phase

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Von: Patrick Droste

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SKG-Torwart Timo Tegethoff musste aufgrund einer Corona-Erkrankung eine Trainingspause einlegen.
SKG-Torwart Timo Tegethoff musste aufgrund einer Corona-Erkrankung eine Trainingspause einlegen. © Mroß

Hamm – Mit dem ersten Playoff-Halbfinal-Spiel am Samstag bei der IGR Remscheid startet Rollhockey-Bundesligist SK Germania Herringen in den Kampf um die Deutsche Meisterschaft.

Hamm – Zuerst was das Unverständnis bei den Akteuren des Rollhockey-Bundesligisten SK Germania Herringen groß. Der Verband hatte zwischen der Normalrunde und den Playoffs eine Pause eingestreut, in der die Spieler von der Schachtstraße Sorge hatten, dass sie ihren Rhythmus verlieren könnten. „Uns blieb ja nichts anderes übrig, als das so zu akzeptieren“, sagt der SKG-Vorsitzende Michael Brandt, während Keeper Timo Tegethoff hinzufügt: „Aber letztlich kam die Unterbrechung genau passend für uns.“ Denn den Deutschen Meister hatte zum zweiten Mal die Corona-Welle erwischt. So musste sich unter anderem auch der 28 Jahre alte Torhüter des SKG in Quarantäne begeben und hätte am vergangenen Samstag genauso wie drei andere Teamkollegen überhaupt nicht auflaufen können.

Der Auftritt bei der RESG Walsum hatte sich dabei zum zweiten Mal als überaus unglücklich für die Herringer entpuppt. Denn schon Anfang des Jahres klagten einige Akteure der Germanen nach dem Gastspiel im nördlichen Stadtbezirk von Duisburg über Corona-Symptome. „Und ich habe mir das jetzt vermutlich da nach unserem zweiten Gastspiel dort eingefangen“, meint Tegethoff, der bis Freitag nach eigener Aussage „flach gelegen“ hatte, am Wochenende das erste Mal wieder die Quarantäne verlassen durfte und gleich vorsichtig joggen war, um schnell wieder fit zu werden. „Als Torhüter bin ich eh nicht der Laufstärkste, aber es fiel mir schon schwer, da meine Runden zu drehen“, gibt er zu.

Am Dientagabend bei der ersten Übungseinheit nach einer einwöchigen Trainingspause fühlte er sich aber schon wieder besser und hofft nun, am Samstag im ersten Playoff-Halbfinale im Kampf um die Deutsche Meisterschaft bei der IGR Remscheid (16 Uhr) seiner Mannschaft ein gewohnt starker Rückhalt zu sein. Denn das wird unbedingt vonnöten sein, wenn die Herringer zum zehnten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in ein DM-Finale einziehen wollen. In der Bundesliga-Runde hatten die Germanen das erste Aufeinandertreffen nach Penalty-Schießen mit 5:6 verloren und hatten anschließend die beiden nächsten Begegnungen deutlich mit 9:3 und 13:4 zu ihren Gunsten entschieden. Doch diese klaren Erfolge waren nur zustande gekommen, weil die Remscheider an diesen Tagen nicht in Bestbesetzung angetreten waren. „Darauf dürfen wir uns nichts einbilden“, stellt Tegethoff klar und ist sich sicher, dass er und seine Teamkollegen diese Resultate „richtig einschätzen“ können. „Das werde nicht nur spannende, sondern auch richtig schwere Spiele gegen Remscheid.“

Doch die Formkurve der Herringer war in diesem Jahr kontinuierlich nach oben gegangen, so dass der SKG-Keeper darauf setzt, dass die Herringer an die guten Leistungen aus den letzten Partien vor der vom Verband verordnete: „Dass wir in der Bundesliga am Ende doch noch Erster geworden sind, war nur das i-Tüpfelchen, weil wir dadurch in einem eventuell dritten Spiel Heimrecht und die Möglichkeit haben, zuhause vor unseren Fans Deutscher Meister zu werden. Aber entscheidend ist, dass wir jetzt abliefern, wo die heiße Phase der Saison beginnt. Ansonsten ist es für uns schnell vorbei.“

Die Germanen wollen aber alles daran setzen, dass sie möglichst lange dabei sind und im Kampf um die Meisterschaft genauso wie im Pokal den einzug ins Finale schaffen. Allerdings sind die Spitzenteams deutlich enger zusammengerückt. „Remscheid, Walsum, Cronenberg oder wir – da wird es wohl jedes Mal auf die Tagesform ankommen. Da kann jeder jeden schlagen, ich sehe da keinen Topfavoriten“, sagt Brandt. „Wir hoffen einfach, dass wir trotz der kurzen Vorbereitung schnell wieder unseren Rhythmus, die Jungs zu ihrer Stärke finden und sie wieder Vollgas geben können.“

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