Triathlon

Für Mirco Hammerl verläuft das Jahr entspannter als geplant

Gute Laune trotz Wettkampf-Ausfall: Mirco Hammerl, 38 Jahre alter Triathlet von Tri-As Hamm.
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Gute Laune trotz Wettkampf-Ausfall: Mirco Hammerl, 38 Jahre alter Triathlet von Tri-As Hamm.

Mirco Hammerl hatte in 2020 große Ziele. Doch der Hammer Triathlet muss seine Pläne aufgrund der Coronakrise zurückstellen. Im Blick behält er sie dennoch.

Hamm - Okay, mit dem Schwimmen ist das derzeit ein wenig probmelatisch. Weil die Hallen- und Freibäder lange geschlossen waren. Aber Laufen und auch Radfahren war ja immer erlaubt, so dass die Triathleten zumindest zwei ihrer drei Disziplinen problemlos trainieren konnten und kaum Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie erdulden mussten. 

Dennoch hat das Virus auch die Szene der Extremsportler im Griff, denn Wettkämpfe sind nicht in Sicht. „Ich habe mit diesem Wettkampfjahr gedanklich abgeschlossen und konzentriere mich auf das nächste Jahr. Da werde ich dann wieder angreifen“, sagt Mirco Hammerl, 38 Jahre alter Triathlet von Tri-As Hamm.

Auch Hamburg verschoben

Eigentlich hatte er in diesem Oktober geplant, beim berühmten Ironman auf Hawaii an den Start zu gehen. Um sich dafür zu qualifizieren, wollte er Anfang April in China die entsprechende Richtzeit unterbieten. Doch dieses Vorhaben fiel dem Coronavirus zum Opfer. Das Verpasste wollte er dann am 21. Juni beim Ironman in Hamburg nachholen, aber auch dieser Wettbewerb wurde auf den 6. September verschoben, wobei es aktuell sehr fraglich ist, ob der Triathlon tatsächlich stattfinden kann. Hammerl lässt es somit entsprechend entspannter angehen.

„Man muss auch mal Fünfe gerade sein und loslassen können und was anderes machen“, meint der Extremsportler, der ansonsten seine gesteckten Ziele mit viel Ehrgeiz verfolgt.

Alle drei Wochen ein Trainingsreiz

Daher hat er mit seinem Trainer Stephan Vuckovic, Silbermedaillengewinner im Triathlon bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney, abgesprochen, nur ein bisschen im Ausdauer- und im Kraftbereich mit dem eigenen Körpergewicht zu arbeiten. „Aber das mache ich auch nur sehr dezent, da nun mal keine Wettkämpfe anstehen“, sagt Hammerl. Lediglich alle drei Wochen setzt er mal einen kleinen Trainingsreiz und erhöht den Umfang. „Aber hauptsächlich geht es darum, den Körper ruhig zu halten und nichts Extremes zu machen. Bei Triathleten besteht oft leider die Gefahr, dass sie zu viel machen, gerade jetzt, wo sie alle viel Zeit haben.“

Dennoch findet es der Bank-Angestellte, der bei der Apo-Bank in Dortmund arbeitet, sehr bedauerlich, dass er nicht sein Schwimmtraining absolvieren konnte. „Das gehört beim Triathlon nicht nur zu den drei Disziplinen und ist normalerweise ein Bestandteil des Trainings, sondern dadurch werden die Muskeln immer weich“, erklärt Hammerl. „Man hat dabei keine Stoßbelastung und arbeitet nicht so viel im Kraftbereich der Beine. Das macht den Körper eigentlich immer schön locker.“ 

Die Einheiten genießt Hammerl

Trotz des Fehlens des Schwimmtrainings und von anstehenden Wettkämpfen genießt der Hammer aber seine Einheiten, die er laufend oder auf dem Rad absolviert. „Für mich ist es extrem motivierend, an der frischen Luft zu sein“, stellt er klar und erfreut sich daran, dass derzeit so viele andere Menschen ebenfalls in der Natur unterwegs sind und daran Freude haben. Nur über die zahlreichen Radfahrer, die er derzeit überall trifft, hat er sich wiederholt geärgert: „Viele von denen, die ein E-Bike fahren, können ihre Geschwindigkeit nicht richtig einschätzen. Da kommt es schnell zu gefährlichen Situationen.“

Ganz aufgegeben hat er das Jahr 2020 aber noch nicht. So hofft er, dass im Spätsommer oder Herbst vielelicht noch einige kleinere Wettkämpfe stattfinden, bei denen er starten kann. „Massenveranstaltungen wird es sicher nicht geben. Aber vielleicht ergibt sich ja etwas Kleineres, für das man dann mit sechs Wochen Vorbereitung auskommen kann“, meint Hammerl.

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