Zurück zum Heimatverein

Mit Beschränkung: Kehrtwende im Fall Milan Brandt

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Trikot aus, Trikot an: Der SKG-Vorsitzende Michael Brandt (rechts) freut sich über die Rückkehr seines Neffen Milan ins Team.

Kehrtwende im Fall Milan Brandt: Noch vor wenigen Wochen hatten der Spieler und der deutsche Rollhockey-Meister SK Germania Herringen verkündet, dass der Stürmer nach nach der erfolgreichen Saison im Hammer Westen wieder zurück zu Absteiger Bison Calenberg wechseln würde.

Hamm - Nun wird der geborene Herringer doch wieder das Trikot seines Heimatvereins tragen. „Milan hat sich schriftlich bei Bison wieder abgemeldet“, bestätigt Brandt. „Und er wird die Freigabe aus Calenberg bekommen. Dazu habe ich die Bestätigung vom Verband vorliegen.“ 

Der Deutsche Rollsport und Inlineverband (DRIV) hat dem SK Germania bereits die Lizenznummer zukommen lassen, die für die Spielberechtigung benötigt wird. „Diese bekommt er allerdings zunächst nur für den Europapokal“, betont Brandt. 

Brandt suchte während des Supercups das Gespräch

„In der Bundesliga wird Milan erst ab dem 1. Januar auflaufen dürfen, da hier im Gegensatz zur Euroleague die Wechselfrist bereits abgelaufen ist.“ Grund für die überraschende Rückkehr des Torjägers waren Unstimmigkeiten zwischen dem Spieler und Calenberg. 

Milan Brandt zeigte sich enttäuscht darüber, dass die Calenberger Damenmannschaft, deren Trainer er ist und auf deren Betreuung er sich ursprünglich konzentrieren wollte, von der Vereinsführung aus finanziellen Beweggründen nicht für den internationalen Wettbewerb gemeldet wurde. Als er dann zum Supercup in Hamm war, kam er mit der SKG-Führung ins Gespräch und überein, sein Engagement in Herringen erneut aufzunehmen. 

Nur noch vier statt acht Teams in den Playoffs

„Dreimal in der Woche wird er nicht bei uns trainieren, da er auf einer Baustelle in Norddeutschland arbeitet“, sagt der SKG-Vorsitzende. „Das wäre nicht zumutbar. Aber für uns ist seine Rückkehr positiv, weil wir mit Stefan Gürtler einen erfahrenen Mann für die internationalen Spiele verloren haben und in Lissabon auch ohne Kevin Karschau auskommen müssen.“

Neun Mannschaften, ein Aufsteiger und ein neuer Endrunden-Modus: Der SK Germania Herringen muss sich in der Bundesliga auf einige Neuerungen einstellen. Neu in der Liga sind nach dem Abstieg von Bison Calenberg die Aufsteiger der SG Blue Lions aus Gera und Chemnitz. Für die Play-off-Runde qualifizieren sich ab dieser Spielzeit nur noch die ersten vier statt bisher acht Mannschaften. 

Schartner ersetzt Tegethoff im Tor

Um so wichtiger wird es für die Mannschaft von Trainer Christian Zarod sein, einen guten Saisonstart zu erwischen, wenn am Samstag (18 Uhr/Glückauf-Halle) der RSC Cronenberg zu Gast ist. Der deutsche Pokalsieger wird gemeinsam mit den Germanen als heißer Titelkandidat gehandelt – auch wenn die Partie um den Supercup zuletzt deutlich an Herringen ging (6:1). 

Zarod erwartet jedoch einen anderen Auftritt des RSC. So dürfte auf Wuppertaler Seite Spielertrainer Jordi Molet auflaufen, der zuletzt wegen einer Verletzung nur auf der Bank saß. Zudem fehlt bei den Germanen Nationaltorwart Timo Tegethoff. Für ihn rückt Keeper Michael Schartner ins Team. 

Zarod sieht gute Chancen, mit einem Sieg in die neue Saison zu starten. „Unser Gegner ist mit vielen guten Talenten besetzt und sucht über ein schnelles Angriffsspiel den Weg zum Tor. Wir setzen auf eine verstärkte Abwehr, wollen über das Zweikampfspiel Bälle erobern und über Umschaltspiel für Druck aufs gegnerische Gehäuse sorgen.“

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