Wechsel von Westfalia Rhynern zur SG Bockum-Hövel

Mehr Spielzeit, mehr Verantwortung: Müsse zieht es in die Landesliga

Statt nur die Bälle will Leon Müsse in Bockum-Hövel künftig auch Verantwortung tragen.
+
Statt nur die Bälle will Leon Müsse in Bockum-Hövel künftig auch Verantwortung tragen.

Aus der Oberliga in die zwei Klassen tiefere Landesliga – was sich für viele Fußballer wie ein Schritt zurück anhört, soll für Leon Müsse der Neustart auf dem Weg nach oben werden. „Ich will wieder meine alte Form finden. Dafür brauche ich viel Spielpraxis. Und wenn ich dann mein Topniveau wieder habe, kann ich in ein oder zwei Jahren erneut in der Oberliga angreifen“, sagt Leon Müsse, der zur neuen Saison vom SV Westfalia Rhynern zur SG Bockum-Hövel wechseln wird.

Hamm – Am Papenloh hatte es der talentierte Offensivakteur nie geschafft, absoluter Stammspieler zu werden. Meist pendelte er zwischen Rasen und Ersatzbank hin und her. So auch in der derzeit unterbrochenen Saison, als er in den bislang acht absolvierten Partien zweimal von Beginn an auflief, viermal als Einwechselspieler zum Einsatz kam und zweimal das Geschehen nur von außen verfolgen durfte.

Trotzdem will er die Jahre bei der Westfalia nicht als verschenkte oder gar verlorene Zeit ansehen. „Ich bereue nichts. Ich habe körperlich und vor allem spielerisch sehr viel mitgenommen“, sagt Müsse, der auch zwei Angebote von anderen Oberliga-Teams hatte. Doch er entschied sich ganz bewusst für den Wechsel in die Landesliga zur SG. „Wenn Oberliga, dann nur Rhynern“, sagt er und fügt hinzu: „Mir geht es darum, dass ich jede Woche spiele. Und da ist die Wahrscheinlichkeit derzeit in Bockum-Hövel höher als in der Oberliga.“

Vom Eigengewächs zum Spieler aus einer höheren Liga

Zudem freut er sich darauf, dass er bei seinem neuen Team eine andere Rolle einnehmen wird. „Bislang hieß es ja immer, dass ich der junge Spieler aus der eigenen A-Jugend sei. Jetzt bin ich derjenige, der die meiste Erfahrung in Bezug auf höherklassigen Fußball mitbringt. Dieser Herausforderung stelle ich mich gerne und werde alles geben, um die Mannschaft mitzuziehen“, betont er.

Sein neuer Trainer freut sich natürlich, dass er seinen Angriff durch den dribbel- und abschlussstarken Müsse mächtig verstärken kann. „Dass sich Leon für uns entschieden hat, ist für uns eine tolle Sache“, sagt David Schmidt, der mit dem 22-Jährigen bereits im vergangenen Sommer in Kontakt stand. Doch da entschied sich der Offensivakteur noch für ein weiteres Jahr bei der Westfalia. Jetzt hatten Schmidt und Müsse erneut zueinander Kontakt aufgenommen – und wurden sich einig. „Ich denke, beide Seiten können davon profitieren“, sagt Schmidt. „Leon wird mehr Einsatzzeiten sammeln, soll bei uns vorangehen, Verantwortung übernehmen und kann wieder mehr Selbstvertrauen bekommen. Und uns soll er in der Tabelle auf eine gute Position schießen, damit wir uns in der Landesliga etablieren können.“

Schon viele Zusagen bei der SG

Müsse ist nach den bereits verkündeten Abgängen von Yakup Klinic, der im Winter in die Türkei gewechselt war (der WA berichtete), und Semir sowie Adem Burnic, die es zum Bezirksligisten TuS Germania Lohauserholz zieht, der erste Neuzugang der SG für die kommende Spielzeit. Aus dem aktuellen Kader haben mit den beiden Torhütern Simon Mühlbrandt und Tobias Krakor sowie Fabian Düser, Justin Krausch, Jonas Westmeyer, Maik Rieping, Dawid Franica, Rafael Lopez, Simon Schroth, Ismail Icen, Julian Nettebrock, Jan Katzer, Jannick Kastner und Marc Wohlrath bereits 14 Akteure ihre Zusage gegeben, weiter im Adolf-Brühl-Stadion aufzulaufen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare