Tischtennis 

Mit Bronze aus dem Schneider: Saisonaus wäre für GW Bad Hamm und TuS Uentrop zu verschmerzen

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Auch im Tischtennis herrschen im Moment Wochen der Ungewissheit.

Um die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) die Bundesveranstaltungen im Nachwuchs- sowie Seniorenbereich ersatzlos gestrichen.

Hamm – Der Spielbetrieb liegt also auch in der 2. Tischtennis-Bundesliga für den TTC GW Bad Hamm und die Damen des TuS Uentrop auf Eis. Mögliche Szenarien, wie es weitergehen soll, bestehen viele. Doch die eine klare Lösung gibt es nicht.

„In der Haut derer, die das entscheiden müssen, möchte ich nicht stecken“, gesteht GW-Vorsitzender Martin Vatheuer. „Denn egal, wie der Entschluss ausfällt, er wird manchen Vereinen vor den Kopf stoßen.“ Insbesondere die Mannschaften, die sich derzeit im Aufstiegs- oder Abstiegskampf befinden, schauen mit einem ängstlichen Auge auf die Bekanntmachungen des DTTB, der momentan in enger Absprache mit den Landesverbänden über das weitere Vorgehen berät.

Vatheuer befürwortet Annullierung

Die erste Möglichkeit wäre es, die Saison zu annullieren. „Zu dieser Variante tendiere ich. Dann starten die Mannschaften wieder bei Null“, erklärt Vatheuer, der keinen Hehl daraus macht, dass die Hammer in jedem Fall glimpflich davonkommen. „Wir sind Dritter und damit jenseits von Gut und Böse. Aber nicht alle Teams sind in einer derart verlässlichen Situation.“

Der 1.FC Köln ist zum Beispiel Vorletzter der 2. Tischtennis-Bundesliga, könnte mit einem Sieg über den Tabellenletzten TV Leiselheim aber noch zu den Nichtabstiegsrängen aufschließen. Deshalb hält Vatheuer nichts davon, die aktuelle Spielzeit zu beenden und den jetzigen Stand zu werten. „Das ist nicht fair. Im Tischtennis ist es – noch mehr als in anderen Sportarten – extrem gegnerabhängig, wo man gerade steht“, sagt der Vorsitzende. Gerechter sei es dagegen, nur die Hinrunde zu werten.

Ähnliche Lage für TuS Uentrop

Diese Überlegung als womöglich sinnvollste Maßnahme reift auch bei Alexander Daun heran. „Wir müssen nicht krampfartig die Saison zuende spielen“, betont der Coach der Uentroper Damen. Ihm ergeht es ähnlich wie Vatheuer. Seinem Team wohnt Platz drei inne, die Bronzemedaille bedeutet, dass „wir weder auf- noch absteigen können“, so Daun.

Deshalb hatte der TuS-Übungsleiter längst Iniative ergriffen, bevor der Verband einschritt. „Unseren Doppelspieltag in Süddeutschland vor einer Woche habe ich am Donnerstag vorher abgesagt. Am Freitagmorgen kam dann die Nachricht des DTTB, den ganzen Spieltag abzublasen“, schildert Daun.

An seiner Bereitschaft, die Spiele von sich aus nicht zu bestreiten, ist abzulesen, dass sich Uentrop in einer komfortablen Situation befindet. „Da bin ich ganz entspannt. Ich hoffe nur, dass sich die Spielerinnen in der Zeit auch etwas fit halten“, schiebt der Coach mit einem Augenzwinkern hinterher.

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