VfL Mark und TuS Uentrop genießen den Moment

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Derzeit gut in Form: der TuS Uentrop, hier im Duell mit dem SVF Herringen.

Hamm -  Die Bilanz ist makellos. Bei beiden Mannschaften. Vier Spiele – vier Siege. Besser geht es nicht. Dennoch hauen die beiden Fußball-A-Kreisligisten TuS Uentrop und VfL Mark nicht auf die Pauke, sondern geben sich zurückhaltend, verschwenden (noch) keinen Gedanken an einen möglichen Aufstieg in die Bezirksliga. „Es ist schön, da zu stehen. Aber es ist nicht mehr als eine Momentaufnahme, es ist noch ein langer Weg“, sagt Sebastian Hauptmann, Sportlicher Leiter der Uentroper. Und VfL-Trainer Thorsten Heinze betont: „Das Thema Aufstieg ist für uns noch sehr weit weg. Da gibt es andere Mannschaften, die sich darum kloppen werden.“

Dass in der Mannschaft des VfL Mark eine Menge Potenzial steckt, hatte sie schon in der Rückrunde der vergangenen Saison gezeigt. Als im Sommer Thorsten Heinze das Amt des Spielertrainers übernahm, kam noch einmal neuer Schwung in das Team. So gibt es nun eine Mannschaftskasse, die Trainingsbeteiligung hat sich deutlich gesteigert, und der Fitnesszustand der Akteure ist stark verbessert. „Vorher haben viele gemacht, was sie wollten. Jetzt kommen fast immer 18 Jungs zum Training, weil der Konkurrenzkampf größer geworden ist. Und die Jungs können über 90 Minuten marschieren, sind topfit“, sagt Heinze, der zudem in taktischen Dingen mit seinen Schützlingen gearbeitet hat und daher voller Stolz betont: „Bei uns läuft es richtig super.“ Und das soll sich in den nächsten Wochen und Monaten auch nicht ändern – so zumindest wünscht es sich der 33-Jährige. „Unsere Abwehr steht gut, unser Angriff hat sich verbessert, da wird noch einiges kommen von uns. Und wenn man erst einmal oben steht, will man da auch freiwillig nicht wieder weg. Es wird für unsere Gegner jedenfalls schwer, uns vom ersten Platz wegzukicken.“

Die erste große Bewährungsprobe kommt auf den Tabellenführer aus der Mark am Sonntag zu, wenn es zum starken Aufsteiger Yunus Emre HSV geht. „Das ist das Überraschungsteam der bisherigen Saison. Yunus Emre hat einige starke Leute in seinen Reihen“, erwartet Heinze auf dem für seine Mannschaft ungewohnten Ascheplatz am Heessener Schloss eine sehr schwere Aufgabe.

Im Giesendahl hatten die Verantwortlichen nach einer eher durchwachsenen Vorbereitung nicht unbedingt damit gerechnet, dass die Mannschaft einen so guten Start hinlegt. Aber es kam dem Team zugute, dass es im Vergleich zur Vorsaison nur punktuell verändert wurde und daher eingespielt war. Hinzu kommt, dass die Talente aus der eigenen A-Jugend wie Jan Deventer und Julius Kracke voll eingeschlagen haben und schon nach kurzer Zeit zum festen Inventar der Ersten gehören. „Die beiden haben sich richtig breit gemacht und sorgen für eine Menge Dampf“, sagt Hauptmann und erinnert daran, mit dem derzeit verletzten Kevin Kiemann sowie Mike Wessel und Oguzhan Örnek drei weitere Jungspunde in der Hinterhand zu haben. Dennoch sehen die Uentroper, die bereits in der vergangenen Saison lange Zeit oben mitgemischt und dem späteren Meister SVE Heessen Paroli geboten hatten, dem Aufstiegsrennen ganz entspannt entgegen. „Natürlich haben wir da Lust drauf. Aber wir sind da nicht in der Pflicht“, betont Hauptmann. „Ich denke, dass das ein offenes und spannendes Rennen und dass es erst am Ende der Saison entschieden wird, wer Meister wird und an der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga teilnehmen darf.“ Dass die Uentroper dabei ein wichtiges Wort mitreden können, haben sie zum Beispiel vor einer Woche bei ihrer knappen 1:3-Niederlage im Kreispokal gegen den Oberligisten Hammer SpVg gezeigt.

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