Die nächste Testphase hat begonnen

Marius Prünte hält trotz Corona am Weltrekordversuch fest 

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Marius Prünte aus Hamm hält daran fest, im August 2021 einen Geschwindigkeits-Weltrekord mit dem Rad aufzustellen.

Trotz Corona hält der Hammer Radrennfahrer Marius Prünte unbeirrt an seinem Projekt „worldRECORD 300+“ fest, im kommenden Jahr der schnellste Radrennfahrer der Welt zu werden und den bestehenden Geschwindigkeitsrekord der US-Amerikanerin Denise Mueller-Korenk von 296 km/Stunde zu brechen.

Hamm – „Die Pandemie schreckt uns nicht ab. Aber sie erschwert das Unternehmen natürlich“, sagt der 30-Jährige, der nun die nächste Testphase angeht. Nachdem er im Juli in Bielefeld hinter einem Spezialmotorrad versucht hat, sich an die enorme Geschwindigkeit zu gewönnen und er auf der Radrennbahn mit 100 km/h unterwegs war, will er dies nun steigern. Ende November will er auf einem Oval in Jülich hinter einem Auto herfahren und die Marke auf 130 km/h hochschrauben. 

„Wir werden einem VW-Caddy einen entsprechenden Aufbau verpassen, so dass ich im Windschatten von diesem Wagen fahren kann“, sagt Prünte. „Schneller als 130 km/h werde ich aber wohl nicht schaffen, da ich nach der Steilkurve, die ich mit nicht mehr als 100 Sachen nehmen kann, auf der 400 Meter langen Gerade wahrscheinlich auf höchstens 130 km/h beschleunigen kann.“ 

Im neuen Jahr will er dann weg von den Bahnen kommen und eine freie Strecke finden, auf der er seine Geschwindigkeit weiter steigern kann. „Ich will mich dann weiter an die 300 herantasten“, erklärt er und bestätigt erneut, dass er vor dem enormen Tempo keine Angst hat: „Die Düse geht mir da nicht. Ich weiß, dass ich dann eben ein bisschen weiter fliegen werden, wenn ich stürzen sollte.“ Mittlerweile hat der Hammer auch schon einen festen Termin für seinen Weltrekordversuch. 

Am 15. August 2021 will er auf dem Bonneville-Salzsee in Utah (USA) die bestehende Bestmarke knacken. „Ich habe da meinen Start reserviert. Die Strecke wird dann entsprechend präpariert und die Zeitmessung aufgebaut“, sagt Prünte, der zuletzt viel Promotion für sein verrücktes Unterfangen gemacht hat. So gab er verschiedenen Zeitungen und auch Fernsehsendern Interviews – und erhofft sich dadurch, weitere Unterstützer für das kostspielige Projekt zu finden. „Gerade mit den Fernsehgeschichten will ich in Sachen Sponsoring angreifen“, betont er. 

Ein wenig problematisch hat sich für ihn der aufgrund der Pandemie in den vergangenen Monaten mager ausgefallene Rennkalender dargestellt. So nahm er lediglich in Erfurt an einem Radrennen teil. Dies gewann er zwar, weitere Wettkämpfe fielen aber aus. „Daher muss ich mich weiter alleine fit halten. Aber das werde ich schon hinbekommen“, sagt er und hofft nun, dass die Pandemie im kommenden Jahr so weit unter Kontrolle ist, dass er in die USA reisen darf.

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