Rückraumspieler verpflichtet

Marian Orlowski verlässt den ASV Hamm-Westfalen

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Marian Orlowski wechselt nach Stuttgart.

Hamm -  Die Europameisterschafts-Pause in der 2. Handball-Bundesliga ist noch nicht beendet. Doch beim ASV Hamm-Westfalen laufen die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Mit Christoph Neuhold verpflichteten die Hammer einen weiteren Rückraumakteur – im Gegenzug wird Marian Orlowski den ASV allerdings verlassen.

Christoph Neuhold wird künftig für den ASV Hamm-Westfalen auflaufen.

„Ich habe vier supertolle Jahre in Hamm gehabt“, sagt Orlowski, der 2012 vom VfL Gummersbach in den Hammer Osten gewechselt war. „Aber jetzt habe ich die Chance, in der ersten Liga zu spielen, und den Schritt möchte ich machen.“ Im Sommer wird der 22-Jährige zum Erstliga-Aufsteiger TVB Stuttgart wechseln, der momentan auf Rang 13 positioniert ist – zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsrang. „Aber ich denke, sie werden in der Liga bleiben“, sagt Orlowski. „Zumal sie sich mit Torhüter Johannes Bitter überragend verstärkt haben.“ 

Der Rückraumlinke, der am Dienstag den Medizincheck bei seinem neuen Verein bestand, erhält beim TVB einen Zweijahresvertrag. „Dass Marian geht, ist schade für uns“, sagt ASV-Manager Kay Rothenpieler. „Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht. Aber er will jetzt den nächsten Schritt machen. Das muss man akzeptieren.“

Mit dem Österreicher Neuhold sind sich die Hammer sicher, einen adäquaten Ersatz gefunden zu haben. Der Rechtshänder ist mit seinen 21 Jahren bereits fester Bestandteil der österreichischen Nationalmannschaft. „Das ist meine erste Station im Ausland. Ich freue mich sehr auf den ASV“, sagt Neuhold, der im Angriff auf allen Rückraumpositionen variabel einsetzbar ist.

Rothenpieler freut sich über Neuzugang 

Und Rothenpieler ist sich sicher, dass Neuhold seinem neuen Verein viel Freude bereiten wird. „Christoph passt genau zu unserer Philosophie, mit jungen, talentierten Spielern zu arbeiten, die sich in Hamm weiterentwickeln wollen“, sagt er. „Er ist ein Riesentalent in Österreich, und auch Nationaltrainer Patrekur Johannesson lobt ihn in den höchsten Tönen.“

Niels Pfannenschmidt freut sich ebenfalls, in den kommenden zwei Jahren mit einem weiteren erfolgshungrigen Spieler arbeiten zu können. „Ich habe Christoph schon länger beobachtet“, sagt der ASV-Coach. „Da bekommen wir einen kompletten Spieler, den bisher zum Glück noch gar nicht viele auf der Rechnung hatten. Der kann hier groß werden.“

Dass sich Neuhold, der zurzeit in der höchsten österreichischen Liga in Krems aktiv ist, für den ASV entschieden hat, ist auch ein wenig dem Ex-Hammer Vlatko Mitkov zu verdanken, mit dem er aktuell in einem Team spielt und der ihm den ASV wärmstens für seinen nächsten Entwicklungsschritt empfohlen hat.

Neuhold plant Arena-Besuch am 20. Februar

„Ich freue mich schon darauf, die Arena in Augenschein zu nehmen“, sagt Neuhold, der voraussichtlich am 20. Februar seinen neuen Arbeitgeber vor Ort einen Besuch abstatten wird. „Vlatko hat mir einiges über die Stimmung in Hamm erzählt.“

Vor allem die defensiven Qualitäten des künftigen ASVers schätzt Pfannenschmidt hoch ein. „Er ist jetzt schon Abwehrchef in der Nationalmannschaft“, lobt der Coach. 

„Er ist dynamisch, kräftig – und dazu noch ein netter Kerl.“ Und Rothenpieler ergänzt, dass „er auch wirtschaftlich gut in unser Gefüge passt. Natürlich muss er sich erstmal akklimatisieren. Aber er hat schon viel Erfahrung – mit seinen jungen Jahren bringt er schon einiges mit.“

Längere Pausen für Macke und Fuchs

Mit großen Verletzungssorgen wird der ASV Hamm-Westfalen am Sonntag nach der EM-Pause wieder in die Meisterschaft starten. Sowohl Jakob Macke als auch Markus Fuchs werden voraussichtlich noch länger nicht zur Verfügung stehen. 

Macke, der sich am Samstag im Testspiel bei Eintracht Hagen eine Verletzung an der Halswirbelsäule zugezogen hat, wird sich nach weiteren Untersuchungen bei Mannschaftsarzt Jürgen Vogt einer längeren Behandlung unterziehen müssen, die bis zu acht Wochen dauern kann. 

Auch bei Fuchs, der schon seit längerem an einer Patellasehnen- und Schleimbeutelentzündung am Knie laboriert, ist noch kein Ende der Leidenszeit in Sicht. „Damit ist unser Abwehrblock erst einmal gesprengt“, sagt Kay Rothenpieler. Der Manager will nun „in Ruhe mit unserem Trainer besprechen, wie es weitergeht“. 

Mit Marian Orlowski und Jan Brosch stehen nur noch zwei weitere Akteure für den Innenblock parat. „Wir werden auf jeden Fall Dominik Weigel aus der zweiten Mannschaft dazu nehmen“, sagt Coach Niels Pfannenschmidt.

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