Woller oder ein Externer? Rhynern sucht den Mehnert-Nachfolger

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Der Trainer und sein potentieller Nachfolger: „Co“ Marc Woller (links) könnte Björn Mehnert in Rhynern beerben.

Hamm - Die Suche nach einem neuen Trainer geht bei Westfalia Rhynern in die heiße Phase. In zwei Wochen soll feststehen, wer Björn Mehnert im Sommer beerbt. Erste Namen kursieren.

Während sich die Fußballer des Oberligisten SV Westfalia Rhynern bei eisigen Temperaturen auf die Rückserie vorbereiten, ist Team-Manager Martin Schiffer darum bemüht, den Trainerposten für die kommende Saison zu besetzen. Erste Namen kursieren, in rund zwei Wochen soll die Personalie geklärt sein.

Schiffer führt aktuell „erste Sondierungsgespräche“: Mit vier Kandidaten hat er bereits zusammengesessen, drei weitere Termine stehen noch aus. „Zwei oder drei Namen werden wir in die engere Auswahl nehmen“, sagt der Team-Manager, der das erste Abklopfen noch alleine vornimmt. Später sollen sein Kollege Matthias Lütkhoff, Andreas Kersting und der Vorsitzende Arnulf Kleine mit ins Boot geholt werden.

Kandidaten Woller, Wortmann, Beckstedde und Elbracht?

Konkrete Namen wollte Schiffer noch nicht nennen, ließ aber verlauten, dass eine interne Lösung mit Co-Trainer Marc Woller durchaus möglich sei. „Wir können uns das theoretisch vorstellen“, so der Team-Manager. Laut WA-Informationen ist zudem Holger Wortmann, der die Hammer SpVg von April 2010 bis Mai 2011 in der Westfalenliga betreute, ein Kandidat.

Ein weiterer Name, der am Papenloh kursiert, ist Alfons „Ali“ Beckstedde, derzeit beim Regionalligisten SC Wiedenbrück unter Vertrag. Die Trainer-Laufbahn des heute 54-Jährigen begann 1999 in Rhynern. In Wiedenbrück wird er im Sommer vom scheidenden Westfalia-Coach Björn Mehnert ersetzt. Auch Mark Elbracht, einst Spieler am Papenloh, könnte im Kandidatenkreis auftauchen. Er betreut derzeit den Bezirksligisten TSC Eintracht Dortmund.

Gesucht: Netzwerker und Talent-Entwickler

Eine endgültige Entscheidung wollen die Verantwortlichen der Westfalia in den kommenden zwei Wochen treffen. Das Anforderungsprofil haben sie an die Qualitäten, die Mehnert mitbringt, angepasst. „Der neue Trainer muss ehrgeizig sein, gerne mit jungen Spielern arbeiten und ein gutes Netzwerk haben“, erklärt Schiffer. In den ersten Gesprächen geht es ihm außerdem darum, herauszufinden, ob Spielphilosophie, soziale Komponente und die Rahmenbedingungen abseits des Platzes zu Rhynern passen.

Die Entscheidung soll auch deshalb zeitnah erfolgen, damit die Verhandlungen mit dem aktuellen Kader aufgenommen werden können. „Der neue Mann soll in einem gewissen Rahmen seine Vorstellungen einbringen können“, sagt Schiffer. Unabhängig von der Besetzung des Trainerpostens wird es am Papenloh im Sommer voraussichtlich keinen großen personellen Umbruch geben – zumindest wenn es nach dem Team-Manager geht: „Wir wollen das Gros der Mannschaft halten.“

Hahnemann verlängert, Kadiu vor dem Aus

Eine erste Entscheidung ist bereits gefallen: Torwart Alexander Hahnemann, der als klare Nummer eins in der Hinrunde alle 17 Oberliga-Partien bestritt, hat seine Zusage für zwei weitere Spielzeiten gegeben.

Weiter keinen Fortschritt hatte Schiffer derweil in der Personalie Xhino Kadiu zu verkünden. „Wir werden mit ihm nochmal ein Gespräch führen. Ich möchte den Vertrag mit ihm auflösen“, so der Rhyneraner Verantwortliche. „Xhino aber will uns seine Arbeitskraft weiter anbieten.“ Die Parteien haben Stand jetzt nicht zueinander gefunden, offenbar mangelt es Stürmer Kadiu an attraktiven Optionen. Das sportliche Kapitel in der Oberliga-Mannschaft scheint in jedem Fall beendet, wie Schiffer sagt: „Ich denke, dass er nicht mehr in der Ersten spielt.“

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