Kay Rothenpieler: "Die Mannschaft hat viel Gutes erreicht"

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HAMM - Mit dem letzten Testspiel gegen Handball-Erstligist Bergischer HC hat der ASV Hamm-Westfalen die Vorbereitung abgeschlossen. Am Wochenende steht nun mit der ersten Pokalrunde für den westfälischen Zweitligisten das erste Pflichtspiel an.

Manager Kay Rothenpieler äußerste sich im Interview zum Verlauf der Vorbereitung, zu den Erwartungen und Plänen des ASV.

Am Wochenende startet der ASV in eigener Halle in die neue Saison. Was erwarten Sie von der im neuen Modus ausgetragenen Pokalrunde?

Kay Rothenpieler: Zunächst einmal ist die Vorfreude bei uns allen riesengroß. Wir sind sehr gespannt, wie der neue Modus ankommt und freuen uns, dass wir Ausrichter sein dürfen. Wir versuchen, das Bestmögliche herauszuholen. Minden ist natürlich der Topfavorit, dennoch verspricht das Feld aber sehr spannende Spiele und wir rechnen uns mit einer tollen Unterstützung von der Tribüne eine Außenseiterchance aus.

Wie bewerten Sie den Verlauf der Vorbereitung?

Rothenpieler: Vielleicht kann man es so auf den Punkt bringen: Die Mannschaft hat unter sehr schwierigen Umständen viel Gutes erreicht und sich sicher weiterentwickelt. Uns war wegen der Langzeitverletzten und WM-Teilnehmer ja klar, dass wir mit reduziertem Kader in die Vorbereitung gehen. Dass am Ende aber nur sieben Spieler die komplette Vorbereitung absolvieren, war so nicht abzusehen. Umso wichtiger war es, dass wir mit Kaj Pfänder, Vincent Saalmann, Patrick Krömer und Sebastian Göller vier Spieler der SG Handball Hamm einbinden konnten. Das hat einen sinnvollen Trainingsbetrieb überhaupt erst möglich gemacht.

Die fünfte eingleisige Saison wird von vielen wegen der Aufstockung auf 21 Mannschaften als die bisher härteste Spielzeit eingestuft. Wie sehen Sie das?

Rothenpieler: Über die gesamte Saison gesehen wird das eine sehr grenzwertige Belastung. Gerade die Doppelspieltage werden allen Beteiligten alles abverlangen. Wieder wird das eine extrem ausgeglichene Liga sein, allerdings diesmal mit drei klaren Topfavoriten: Minden, Erlangen und Coburg.

Die Favoriten haben Sie genannt, wer spielt um den Klassenverbleib?

Rothenpieler: Das wird extrem umkämpft sein. Eine Mannschaft wie Baunatal wird es diesmal nicht geben. Alle Aufsteiger haben sich extrem gut verstärkt, wie wir in der Vorbereitung zum Teil selbst schon gesehen haben.

Auch Sie haben den Kader punktuell verändert. Noch einmal sind sehr junge Talente zu Ihnen gestoßen. Was kann man vom ASV erwarten?

Rothenpieler: Zunächst einmal erwarten wir von allen Spielern, dass Sie mit größter Leidenschaft zu Werke gehen – in jedem Spiel, und auch in jedem Training. Aber wir müssen gerade den Jungen Zeit geben, sich zu entwickeln. Ich bin überzeugt, dass wir dafür die richtigen Personalentscheidungen getroffen haben – sowohl was die wichtigen, erfahrenen Spieler angeht, als auch den Trainer. Wir wollen immer ein unbequemer Gegner sein, mutig auftreten. Und dann wollen wir uns im Windschatten der Favoriten weiterentwickeln.

Was tut sich abseits des Sportlichen beim ASV?

Rothenpieler:  Wir entwickeln ständig die Marke ‚ASV‘ weiter, also den professionellen Handball in Westfalen. Genau den wollen wir immer weiter etablieren. Dann sind wir für neue Partner interessant und dann können wir den aktuellen Partner erfolgreich eine Plattform bieten. Und auch für Talente aus der Region sind wir so interessant, denn alle Bemühungen sehen wir immer auch in engem Bezug zu unserem Unterbau, der Oberliga-Mannschaft. Nur wenn diese Räder erfolgreich ineinandergreifen, werden wir das mittelfristige Ziel Erstklassigkeit erreichen. Und was diesen Fünf-Jahres-Plan angeht, sind wir mit unserer Entwicklung voll im Soll.

Abschließend noch eine persönliche Frage: Nach elf Jahren als Trainer und zuletzt drei Jahren in Doppelrolle auch als Manager beim ASV, hat sich nun viel für Sie verändert?

Rothenpieler: Das ist momentan noch zu früh, jetzt muss erstmal die Saison anfangen. Die zurückliegenden drei Jahre in Doppelfunktion waren für mich sehr kräftezehrend. Ich habe mich im Sommer bewusst etwas zurückgezogen, um Abstand herzustellen und einfach Kraft zu tanken. Ich freue mich auf das, was die Zukunft für mich bereithält.

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