Bei der 46. Hammer Winterlaufserie

Finale im Halbmarathon: Die LG Hamm grüßt vom Podest

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Sekunden vor dem Überqueren der Ziellinie: Malik Farhat von der LG Hamm.

Bei der 46. Winterlaufserie trotzten nicht nur die Organisatoren den Wetterbedingungen, sondern allen voran die Läuferinnen und Läufer. Die jeweils Schnellsten beim Halbmarathon, der Abschlussdistanz, sicherten sich auch den Gesamtsieg der ältesten dreiteiligen Laufserie Deutschlands.

Hamm – Wenige Minuten vor dem Einlauf des späteren Siegers, Malik Farhat (LG Hamm), ins Jahnstadion meldeten sich unter den Zuschauern die ersten Experten zu Wort: „Den Rekord aus diesem Stadion wird er wohl nicht brechen“, murmelte einer. Und auch, dass es zu seiner persönlichen Bestzeit über 21,1 Kilometer nicht reichen würde, konnte Farhat mit jedem weiteren Schritt erahnen. Am Ende trudelte der 23-Jährige nach 1:13:42 als erster Läufer über die Ziellinie.

Den Halbmarathon knapp 90 Sekunden vor seinem ärgsten Verfolger, Marvin Pufahl (ebenfalls LG Hamm), zu beenden, stimmte Farhat zufrieden – seine Zeit hingegen weniger. „Es war ähnlich wie beim ersten Lauf über 10 Kilometer“, blickte der Mann mit der Startnummer 217 zurück. „Auch da war ich froh, Erster zu sein und hatte bei der Zeit noch deutlich Luft nach oben.“

Tatsächlich lief Farhat in den beiden vergangenen Jahren schneller, wobei die Bedingungen ihm diesmal einen Strich durch die Rechnung machten. „Das Wetter hat uns Läufern natürlich nicht in die Karten gespielt“, verwies der Gesamtsieger auf Wind und Regen, die ihm während des Laufs hin und wieder von vorne entgegenpeitschten.

Lara Kiene sichert sich den dritten Platz

Nicht nur Farhat hatte mit den Unwillen der Witterung zu kämpfen. Nach 1:27:38 erklomm Lara Kiene von der Leichtathletikgemeinschaft die Ziellinie. Die damit beste Hammerin schaffte es zwar auf den dritten Platz, der zweite wäre ihr aber deutlich lieber gewesen. „Nach dem Lauf über 15 Kilometer war ich in der Gesamtwertung noch Zweite“, erklärte Kiene, die sich letztlich hinter Michelle Rannacher (DJK Gütersloh) und Sandra Schmidt (LT Bittermark Dortmund) auf dem Treppchen einreihte.

Der zweite Rang hätte ihr besser gefallen. Aber Lara Kiene von der LG Hamm gab sich auch mit Platz drei zufrieden.

„Beim Halbmarathon bin ich einfach zu lange alleine gelaufen. Stellenweise war es dann auch noch extrem windig“, so die 20-Jährige, die sich aber schnell mit ihrem Ergebnis anfreundete. „Als ich gemerkt habe, dass die beiden vor mir zu weit weg sind, wollte ich nur noch unbedingt Dritte werden. Und das habe ich geschafft.“

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Kiene war eine von insgesamt 720 Teilnehmern, die nach einer beachtlichten Laufleistung erfolgreich ins Ziel fanden. Angemeldet waren zunächst 850 Läufer. Dass das Wetter die Zahl der Starter ein wenig ausdünnte, wunderte Dieter Büter, den 1. Vorsitzenden des OSC Hamm, kaum. „Das ist ganz normal“, bilanzierte der Organisator und schob schmunzelnd hinterher: „Ein richtiger Läufer lässt sich von Regen nicht aufhalten.“

Einige Hürden für den OSC bei der Organisation 

Genauso wenig hat sich der OSC aufhalten lassen, die diesjährige Winterlaufserie überhaupt stattfinden zu lassen. Dabei haben es die Vorzeichen nicht einfach gemacht. Nicht nur, dass am Tag des zweiten Laufs Sturmtief „Sabine“ zu wüten begann, auch die Strecke für den Halbmarathon musste mehrfach umgeplant werden.

„Die finale Version besteht erst seit zwei Wochen“, gesteht Büter. „Durch den Dammrutsch am Kanal und der Baustelle an der Kläranlage mussten wir auf andere Abschnitte ausweichen und den Weg noch einmal komplett neu bemessen.“ Die Unterstützung der Stadt Hamm habe dem OSC in dieser Situation sehr geholfen.

Die drei Besten: (von links) Oliver Brammen (Tri-Team Hagen), Malik Farhat (1.) und Marvin Pufahl (2.).

„Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen“, bilanzierte Büter erleichtert. Wobei in der Vergangenheit schon ganz andere Probleme gelöst wurden. „Einmal hatten wir Schnee, meterhoch“, erinnerte sich der Vorsitzende. „Da hat einer noch am frühen Morgen mit dem Bagger rumgehackt.“ Ganz so schlimm sei es in diesem Jahr nicht gewesen. Und so darf sich die Laufserie damit rühmen, auch in ihrer 46. Auflage nicht ins Wasser gefallen zu sein.

Darüber freut sich auch das Christliche Hospiz „Am Roten Läppchen“, das der OSC mit 1347 Euro unterstützen wird. Die Summe war durch die Startgebühr von einem Euro pro Läufer zusammengekommen.

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