Fußball-Oberliga

Lunge kollabiert - Zwangspause für Rhynerns Jan Kleine

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Zwangspause: Rhynerns Jan Kleine.

Fußball-Oberligist SV Westfalia Rhynern muss vorerst ohne Jan Kleine auskommen. Der Allrounder liegt im Krankenhaus.

Hamm - Jan Kleine hatte es sich gerade zuhause auf dem Sofa gemütlich gemacht, als er plötzlich ein Stechen im Rücken bemerkte. „Eine kleine Verspannung“ dachte der 29-Jährige vom Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern und ging daher wenig später wie gewohnt zum Training. Vom Physiotherapeuten ließ er sich noch kurz einrenken und wollte dann zusammen mit seinen Teamkollegen einige Runden um den Platz drehen.

„Doch das ging nicht“, berichtet Kleine, der sich anschließend wieder auf den Weg nach Hause machte und zu Bett ging. Doch als die Schmerzen auch am nächsten Tag noch anhielten, machte er sich mittags auf den Weg ins Krankenhaus, wo festgestellt wurde, dass sich Luft zwischen seiner Lunge und dem Rippenfell befand und Kleine einen Spontanpneumothorax erlitten hatte.

Diese Luftansammlung ist darauf zurückzuführen, dass kleine Lungenbläschen am äußeren Rand des Lungengewebes platzen. Dadurch tritt Luft aus den Bläschen in den Spalt zwischen Lunge und Rippenfell aus. Dieser Spalt ist normalerweise sehr schmal und mit einem Flüssigkeitssaum gefüllt, wodurch die Lunge nach außen gezogen wird, sobald sich der Brustkorb beim Einatmen weitet. Dringt nun Luft in diesen Spalt, verschwindet der im gesunden Zustand bestehende Sog und die Lunge hebt sich vom Rippenfell ab und kollabiert vollständig oder teilweise. „Das hat keine bestimmte Ursache, aber so etwas können vorwiegend Männer zwischen 25 und 35 Jahre erleiden, die groß und schlank sind“, sagt Rhynerns Allrounder.

Bis Dienstag im Krankenhaus

Im Krankenhaus wurde ihm unter dem Arm ein Schlauch eingesetzt, der durch die Rippen führte und einen Unterdruck erzeugte. Dadurch wurde das Luftreservoir entfernt und seine Lunge konnte sich wieder ausdehnen. Bis zum Dienstag soll er noch im Krankenhaus bleiben. 

„Zwei Wochen lang soll ich dann keinen Sport machen. Dann sollte alles wieder beim alten sein, hat der Thorax-Chirurg gesagt“, erklärt Kleine, der froh war, dass ihm am Montag der Schlauch entfernt wurde und er dadurch wieder ein wenig mehr Bewegungsfreiheit hat. „Außerdem hat der Schlauch auf die Lunge gedrückt. Das war ein komisches Gefühl.“ Wenn er dann von den Ärzten wieder grünes Licht bekommt, will er ins Training einsteigen und so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen.

Kleine tut sich die Ruhe an

Ob es dann für einen Einsatz im ersten Pflichtspiel des Jahres am 9. Februar beim TuS Erndtebrück reicht, will Kleine auf sich zukommen lassen. „Ich tue mir die Ruhe an. Ich werde nichts überstürzen. Die Gesundheit geht vor“, stellt er klar.

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