Die Luft wird dünner für die SG Bockum-Hövel

Hamm - Der Negativlauf der SG Bockum-Hövel setzt sich fort. Nach der 2:5 (1:2)-Heimniederlage gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten VfL Sassenberg wartet die Mannschaft des Trainergespanns Markus Matzelle und Stefan Küritz seit nunmehr elf Partien auf einen Sieg.

„Das ist sehr ernüchternd und enttäuschend. Wir trainieren gut. Und alle, die können, sind auch da. Aber was wir sonntags abliefern, ist ein Witz“, so Küritz. „Vielleicht realisieren einige nicht, in welcher Situation wir uns befinden. Sie sollen nur so weitermachen, wenn sie nächstes Jahr in der Kreisliga A spielen wollen.“

Vor 75 Zuschauern waren die Gäste von Beginn an hellwach und stellten Thomas Goeke im SG-Kasten früh vor eine erste Bewährungsprobe durch Artur Sperle (3.). Kurz darauf kam Dominik Wefering zehn Meter vor dem Bockum-Höveler Tor frei zum Schuss und brachte den VfL in Führung. Doch die Gastgeber schlugen sofort zurück. Nach einer präzisen Flanke von Damian Manka traf Dominik Orlowski per Direktabnahme ins lange Eck (8.). Sassenberg zeigte sich nicht geschockt, holte sich über viele gewonnene Zweikämpfe Selbstvertrauen – und durch Sperle die Führung zurück (17.). Die Hausherren zeigten viele Abstimmungsprobleme zwischen den Mannschaftsteilen, und Coach Stefan Küritz bemängelte an der Seitenlinie vor allem in der Rückwärtsbewegung ein zu langsames Umschaltspiel. Nach einer halben Stunde hielt Goeke die SG mit einer Glanzparade gegen Daniel Langliz im Rennen und parierte auch einen gefährlichen Kopfball von Sperle (41.).

Der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Kerim Isiktekin hätte beinahe sofort den Ausgleich vorgelegt, doch Manka wurde im Strafraum hart angegangen und verfehlte das Tor um Haaresbreite (46.). Die besseren Chancen in einer hektischer und härter werdenden Partie besaßen allerdings die Gäste. Zunächst verpasste Langliz bei einem Pfostenschuss das 1:3 (50.), dann schlugen Wefering (58.) und Sperle (60.) zum 1:4 zu. Es folgte eine Viertelstunde mit üblen Fouls, dochSchiedsrichter Markus Brune (Ahlen) verteilte insgesamt nur zwei Gelbe Karten. Dafür sah Marcel Niewalda nach einer Notbremse gegen Wefering Rot. Langliz verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 1:5 (68.). In der Schlussphase machte die SG noch einmal Druck, doch mehr als ein von Wohlrath verwandelter Strafstoß nach Foul an Steven Farchmin sprang nicht heraus (82.).

„Sassenberg war von Anfang an galliger. Bis zur 75. Minute haben wir ein echtes Armutszeugnis abgeliefert“, war Küritz bedient. „Der Schiedsrichter hat mir nicht gefallen, aber er hat fragwürdige Entscheidungen auf beiden Seiten getroffen.“ - St

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