Sechs Tore, hohes Tempo, gute Spielzüge - Lohauserholz spielt remis

Warendorf/Hamm - Sechs Treffer, sehr hohes Tempo, gute Spielzüge - mit dem leistungsgerechten 3:3 (2:2)-Unentschieden im vorgezogenen Bezirksligaspiel zwischen der Warendorfer SU und dem TuS Germania Lohauserholz-Daberg durften am Samstagabend letztlich beide Seiten zufrieden sein.

"Es war ein richtig geiles Bezirksligaspiel für jeden, der nicht in der Verantwortung stand", resümierte TuS-Coach Michael Scheffler nach dem Spielende. Aus Sicht des Trainers musste er bei seiner Analyse allerdings ein wenig Essig in den Wein schütten: "Wir haben alle drei Gegentore durch individuelle Fehler selbst vorbereitet."

Die Achtung vor der Leistung des Gegners schmälerte diese Erkenntnis aber nicht. "Die Warendorfer haben in der ersten Halbzeit richtig hohen Druck gemacht", sagte Scheffler, während sich seine Elf in den ersten zehn Minuten noch nicht richtig sortiert hatte. Die Quittung war ein früher Rückstand in der 7. Minute. Bei einem hohen Ball in den Strafraum gab es ein Abspracheproblem: Lukas Hulboj und sein Keeper Marcel Klemmer gingen gemeinsam mit einem Warendorfer zum Rund, behinderten sich dabei aber gegenseitig. Fahri Malaj bedankte sich mit dem 1:0. 

Zu allem Überfluss hatte Klemmer bei der Aktion auch noch einen Schlag gegen die Brust bekommen und musste sich gut fünf Minuten behandeln lassen. In der Folge standen die Gäste zehn Minuten lang neben sich.

Danach setzte Lohauserholz seine ersten nachhaltigen Offensivakzente. Timo Hilse und Kevin Hillebrand scheiterten zunächst noch an Keeper Wilmer, ehe Timo Hilse in der 20. Minute mit seinem schwächeren Linken zum 1:1 ausglich.

Die Freude über das Tor währte allerdings nur zwölf Minuten. Dann kam Warendorf über die linke Seite, auf der sich Hajdini bis zur Grundlinie durchdribbelte. Im zweiten Versuch gelang ihm die Flanke auf den zweiten Pfosten. Der Gast hatte bereits abgeschaltet, und Laurence Wacker traf mühelos zum 2:1.

Dass Warendorf mit dieser Führung nicht in die Pause ging, verdankten die Gäste einer Co-Produktion von Dennis Idczak und Kevin Hillebrand. Idczak spielte drei Minuten vor der Pause den gut getimten Diagonalball, und Hillebrand vollstreckte zum 2:2. "Das war ein richtig geiles Tor", urteilte Scheffler.

Und so wie die erste Hälfte aufhörte, begann auch Durchgang zwei - mit einem Treffer der Gäste. Bereits die erste Möglichkeit nutzte Timo Hilse zum 2:3 (49.). Es war der zehnte Saisontreffer des TuS-Torjägers.

Der Weg zum Auswärtssieg war damit aber trotzdem nicht geebnet. In der 62. Minute verlor der TuS nämlich in der Vorwärtsbewegung den Ball, und es folgte der schnelle Warendorfer Konter mit Wackers Treffer zum 3:3. Und es hätte sogar noch schlimmer kommen können: Als die Gäste in der 75. Minute vergeblich auf den Abseitspfiff warteten, hielt Keeper Klemmer bei einem 8-Meter-Schuss aus spitzem Winkel den verdienten Punkt fest.   

 

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