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Linn Kleine bei der U23-EM: Erschöpft und enttäuscht

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Von: Günter Thomas

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Linn Kleine
Linn Kleine © Müller

Mit großer Vorfreude hat sich Linn Kleine am Dienstag im Kreis der deutschen U23-Nationalmannschaft der Leichtathleten zur Europameisterschaft nach Tallinn aufgemacht. Die Wettbewerbe – und dabei vor allem ihren eigenen – wollte die 20-jährige Hammerin einfach nur genießen und möglichst ihre eigene Bestzeit ein wenig verbessern.

Tallinn – Nach einem Ermüdungsbruch im Becken, den sie sich im vergangenen Herbst zugezogen und der sie ein halbes Jahr Trainingszeit gekostet hatte, hatte die Nachwuchsathletin bei ihrem ersten Wettkampf, der Langstrecken-DM in Mainz, gleich überraschend die EM-Norm geschafft. Und sich mit der Qualifikation für Tallin einen großen Traum erfüllt. Am Ende musste die für die LG Olympia Dortmund startende Leichtathletin in ihrem Finale über 10 000 Meter aufgeben.

„Das ist unverzeihlich, besonders beim Saisonhöhepunkt im Nationaltrikot“, zeigte sich die Hammerin maßlos enttäuscht. „Aber ich bin bis an meine absolute Schmerzgrenze gegangen.“

Mehr ging nicht. Mit großem Kämpferherz war Kleine mit ihren 27 Konkurrentinnen im Kadrioru-Stadion in der estnischen Hauptstadt an die Startlinie gegangen, nach 7 800 Metern musste sie das Rennen an Position 14 liegend aus gesundheitlichen Gründen völlig erschöpft aufgeben. „Ich befinde mich in sehr guter medizinischer und physiotherapeutischer Behandlung und hoffe, in dieser Saison nochmal an der Startlinie stehen zu können“, blickte die Psychologie-Studentin der Ruhr-Universität Bochum wenig nach dem Wettbewerb bereits wieder nach vorne.

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