Handball

Dramatischer Spielverlauf beim Westfalen-Derby zwischen TV Emsdetten und ASV Hamm-Westfalen

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Kay Rothenpieler

Dieses Westfalen-Derby hielt, was sich die Zuschauer davon versprochen hatten: In einer emotionsgeladenen und an Spannung kaum zu überbietenden Partie der 2. Handball-Bundesliga gewann der ASV Hamm-Westfalen beim TV Emsdetten mit 32:31 (16:15)  und feierte anschließend vor 1641 Zuschauern ausgelassen in der Ems-Halle.

Hamm - Während ASV-Coach Kay Rothenpieler seinen kompletten Kader zur Verfügung hatte, ist der TVE dagegen bereits seit Wochen arg gebeutelt, musste auch dieses Mal wieder auf wichtige Spieler wie den früheren Hammer Spielmacher Merten Krings sowie André Kropp, Jan Hübner und Dirk Holzner verzichten. Entsprechend fühlten sich die Hausherren schon vor dem Spiel als klarer Außenseiter – auch wenn die zuletzt angeschlagenen Merten Franke und Jorn Smits wieder auf der Platte standen. Smits war es dann auch, der in der Partie die ersten Akzente setzte und den Gästen mit seinen Treffern signalisierte, dass seine Mannschaft auch mit reduziertem Kader bereits war, den Kampf anzunehmen.

Rothenpieler hatte auf der anderen Seite dieses Mal Oliver Krechel im Tor beginnen lassen. Davor sorgte der übliche Angriff-Abwehr-Wechsel von Defensivspezialist Markus Fuchs und dem Halblinken Oliver Milde für erste ständige Bewegungen auf der Wechselbank.

Es entwickelte sich eine offene Partie, in der die Gastgeber ihren personellen Engpass wie erwartet mit viel Engagement wett machten. Aber auch die Körpersprache der ASV-Akteure wies Entschlossenheit aus, die sich allerdings lange Zeit nicht im Ergebnis niederschlug.

Zumindest gelang es dem Liga-Siebten nach dem Emsdettener 1:0 stets im Führung zu gehen. Besonders der Rückraum mit Stefan Lex, Milde und Spielmacher Sören Südmeier setzte in dieser Phase mit seinen Treffern die Akzente. Und als in der 22. Minute Jakob Schwabe vom Kreis erstmals zur Zwei-Tore-Führung traf (12:10), geriet der Widerstand des TVE ins Wanken.

Zwar gelang Emsdetten direkt der Ausgleich, doch Milde, Vincent Sohmann und Fabian Huesmann per Siebenmeter schraubten den Vorsprung anschließend sogar auf 15:12 (27.). Um so ärgerlicher aus Hammer Sicht, dass Janko Bozovic Sekunden vor dem Pausenpfiff das 15:14 gelang – die Hoffnung der Gastgeber blieb auf Flamme.

Und die brachte Bozovic in den ersten zehn Minuten nach der Pause mit seinen Treffern noch ins Lodern. Als ein abgefälschter Ball von Smits dann zur Emsdettener Führung ins ASV-Tor rollte (36./19:18), drohte das Spiel endgültig zu kippen.

Während Hamm in der Abwehr zunächst kein Mittel fand, um Bozovic und Co. zu stoppen, hielt sich die Mannschaft zumindest vorne mit schnellen Treffern im Spiel. Und als Lars Gudat und Jan von Boenigk zwei Gegenstöße zum 26:24 setzten (45.), waren die Karten wieder besser gemischt.

Vor allem die Defensive stand nun wesentlich weiter vorne, stellte die Gegenspieler früher, so dass das TVE-Spiel an Fluss verlor.

Nach einem Team-Timeout von TVE-Coach Daniel Kubes nutzte Emsdetten nun vermehrt den Platz am Kreis – und schaffte es erneut, einen Drei-Tore-Vorsprung des ASV wieder auszugleichen (27:27/51.).

Als dann ausgerechnet Bozovic einen Siebenmeter über das Tor setzte und auf der anderen Seite Huesmann und Südmeier zum 28:30 trafen, hielt der ASV alle Trümpfe in der Hand. Zittern musste er allerdings bis zum Schluss.

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