Handball

Souveräner Sieg für den ASV Hamm-Westfalen gegen den VfL Lübeck-Schwartau

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Kaum zu halten: Oliver Milde.

Der ASV Hamm-Westfalen hat die Tabellenspitze zurückerobert. Gegen den VfL Lübeck-Schwartau zeigte die Rothenpieler-Sieben eine souveräne Leistung.

Hamm - Spitzenspiel? Wenn der Tabellenzweite auf den -achten trifft? Im Fall der Teams des ASV Hamm-Westfalen und VfL Lübeck-Schwartau traf es, was die Punkte betrifft, auf jeden Fall zu, lagen beide Teams doch vor der Partie nur zwei Punkte auseinander. Auf dem Feld sahen die 1625 Zuschauer in der Westpress Arena dann allerdings einen souveränen Sieger. Mit 31:24 (15:9) setzte sich der ASV durch - und eroberte die Tabellenspitze zurück.

Wie befürchtet, musste ASV-Neuzugang Merten Krings weiter verletzt passen. "Ich darf das Bein momentan gar nicht belasten", sagte der Spielmacher, der sich im Heimspiel gegen seinen Ex-Klub TV Emsdetten einen Anriss des Syndesmosebandes im rechten Knöchel zugezogen hatte und sich derzeit nur mit Athletiktrainer Thomas Isdepski fit hält. "Wie lange es noch dauert, kann ich daher überhaupt nicht sagen."

Die anderen auf dem Feld sorgten dafür, dass die Zuschauer sein Fehlen an diesem Abend verschmerzen konnten. Der ASV war von Beginn an hellwach, fing gleich den ersten Lübecker Angriff ab und ging im Gegenzug durch Jan Brosch in Führung. Das Zeichen an die Gäste: Die Abwehr steht, und hier gibt es für euch nur wenig zu holen. 

Ex-Hammer Raguse gelingt einziger Ausgleich

Der Ex-Hammer Mex Raguse sorgte anschließend zwar für den Ausgleich - doch das sollte das einzige Mal bleiben, dass dem VfL dies gelang. Garant dafür war der Spieler auf Hammer Seite, der zuvor vier Jahre lang das Trikot des Gegners getragen hatte: Oliver Milde präsentierte sich gegen seinen Ex-Klub blendend aufgelegt. Der Rückraumlinke, der in der Vergangenheit im ASV-Trikot oft mit wenig Fortune agierte, zeigte den nötigen Zug zum Tor und war von den Gästen kaum zu halten.

Während die Hammer Abwehr auf der anderen Seite Raguse, der zuletzt stark auftrumpfte, immer besser in den Griff bekam, spielte Milde auf der anderen Seite groß auf. Sechs Treffer gelangen ihm allein in den ersten 30 Minuten - dazu zwei prächtige Anspiele an den Kreis: Rothenpieler durfte zufrieden sein, zumal auch der Rest der Mannschaft ebenfalls die nötige Einstellung zeigte. 

Handball 2. Bundesliga: ASV Hamm Westfalen - VFL Lübeck Schwartau 31-24

Bereits nach sechs Minuten netzte Sören Südmeier zum 4:2 ein, nach 16 stand es 10:6. Die Gastgeber legten sich langsam, aber konstant ein Polster an - auch weil Felix Storbeck einmal mehr sehr gut im Spiel war und im ersten Durchgang unter anderem zwei Siebenmeter parierte. Raguse war zu diesem Zeitpunkt bereits das erste Mal wieder auf der Bank. 

Rothenpieler muss Team einnorden

Und Hamm legte nach. Fabian Huesmann per Siebenmeter, Milde, zweimal Jan Brosch und Stefan Lex legten einen 5:2-Lauf hin - nach 29 Minuten stand es 15:8 für den ASV. Den Schlusspunkt unter die bärenstarke erste ASV-Halbzeit setzte dann allerdings Raguse mit seinem zweiten Treffer zum 15:9-Pausenstand. Ein Schönheitsfehler.

Denn nach dem Wechsel machten die Hausherren da weiter, wo sie davor aufgehört hatten. Bis zur 40. Minute erhöhten sie den Vorsprung auf acht Treffer (21:13) - erst danach begann das Team die Konzentration ein wenig zu verlieren, spielte die Angriffe nicht mehr so konsequent aus. Als Lübeck drei Treffer in Folge zum 22:17 erzielt hatte (46.), nahm Rothenpieler ein Team-Timeout, um seine Spieler auf die Schlussphase einzunorden.

Doch Lübeck versuchte noch einmal alles, agierte fortan vorne mit siebtem Feldspieler sowie einer sehr offensiv ausgelegten Deckung und hatte Erfolg damit. Nach drei Treffern in Folge zum 25:21  (51.) hätte es noch einmal spannend werden können, doch dann sorgte Huesmann per Siebenmeter und einem weiteren Treffer ins leere Tor zum 27:21 wieder für mehr Ruhe im ASV-Spiel (53.) - und damit für die Entscheidung.    

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