Handball

ASV Hamm-Westfalen: Steigerung nach dem Wechsel

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Wieder dabei: Marten Franke.

Eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit bescherte Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen im Test gegen den klassentieferen Longericher SC einen 32:16 (11:12)-Kantersieg. 

„Ich glaube, dass wir am Anfang Probleme hatten, uns richtig für das Spiel zu emotionalisieren“, sagte Lerscht ein. „Wir haben morgens noch trainiert. Aber die Antwort, die die Jungs in der zweiten Halbzeit geben, ist das, was wir mitnehmen. Das war einfach sehr gut.“ 

Es war ein zäher Start, den sich die Mannschaften lieferten. Viele leichte Fehler auf beiden Seiten und eine ordentliche Abwehrarbeit sorgten dafür, das die Partie zunächst torarm blieb. Nach neun Minuten stand es 3:2 für die Hausherren. Dann folgte eine Phase, in der vor allem der Abschluss des Zweitligisten zu unkonzentriert war Die Folge: Bis zur 14. Minute gelangen Longerich fünf Treffer in Folge zum 3:7-Zwischenstand. Für Lerscht der Zeitpunkt, um die Grüne Karte zum Team-Timeout zu legen und ein paar Änderungen vorzunehmen.

Fortan versuchte er es mit Jo Gerrit Genz auf der Mittelposition, Jan Brosch kam in Abwehr und Kreis zum Einsatz. Und die Maßnahme fruchtete zunächst. Denn der ASV brauchte nur vier Minuten, um den Rückstand wieder zu egalisieren. Zwei Genz-Treffer, ein Tempogegenstoß von Alex Rubino und das 7:7 durch Franke sorgten dafür, dass auch Gästecoach Philip Krüger Gesprächsbedarf bei seinem Team sah.

Konzentrationsschwächen vor der Pause

Dennoch gingen die Gastgeber bei 9:8 durch Jan von Boenigk erstmals wieder in Führung (23.). Doch Longerich kam noch einmal zurück, nutzte Konzentrationsschwächen des ASV konsequent und sorgte so dafür, dass es zur Pause gar 11:12 aus Hammer Sicht hieß.

Die Reaktion der Gastgeber war spürbar. Sie kamen wesentlich entschlossener aus der Kabine, und durch zwei Treffer des nun sehr effektiv agierenden Merten Krings drehte der Zweitligist das Ergebnis gleich zu Beginn der zweiten Hälfte zur eigenen 13:12-Führung. Genz legte zum 14:12 nach (34.). Eine weiter konsequent zufassende Hammer Defensive, ein langsam müder werdender Gegner und eine durchschlagkräftige Vorstellung im Angriff bescherte dem ASV bis zur 43. Minute einen 8:2-Lauf – und damit die vorzeitige Entscheidung in der Partie. „Wir haben in beiden Abwehrsystemen deutlich emotionaler verteidigt. Merten war ein toller Leader in der zweiten Halbzeit“, lobte Lerscht. „Da haben wir ein emotionales Spiel gemacht und waren einfach drin in der Partie.“

Nur noch zwei weitere Treffer ließ der ASV in der Schlussviertelstunde zu, die der Zweitligist eindrucksvoll nutzte, um die Verhältnisse gerade zu rücken.

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