Handball

So lief der Saisonausklang in Lübeck für den ASV Hamm-Westfalen

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Kay Rothenpieler

Munteres Scheibenschießen in Lübeck: Zum Saisonausklang kassierte Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen beim VfL Lübeck-Schwartau eine knappe 35:37 (16:21)-Niederlage - in einem Spiel, in dem es für beide Teams um nichts mehr ging. Der ASV beendet die Saison als Tabellenvierter, Lübeck einen Rang dahinter.

Lübeck - Die angeschlagenen Sören Südmeier (Adduktorenzerrung), Oliver Milde (Bänderriss im Knöchel) und Fabian Huesmann (Sehnenverletzung unter dem Fuß) saßen zu Beginn auf der Bank. Markus Fuchs war aus privaten Gründen die knapp 400 Kilometer nach Lübeck erst gar nicht mitgefahren. "Dafür haben wir es richtig gut gemacht", war ASV-Coach Kay Rothenpieler zufrieden. "Wir wollten uns nicht abschießen lassen. Das ist uns gelungen."

Rothenpieler versuchte, die Gastgeber mit einer gewagten Variante zu überraschen, indem er vom Anpfiff an im Angriff mit sieben Feldspielern agieren ließ und Torhüter Oliver Krechel dafür vom Feld nahm. So begannen Jakob Schwabe und Jan Brosch gemeinsam am Kreis, Vincent Sohmann übernahm den Part im linken Rückraum, während Stefan Lex auf Rückraum Mitte die Fäden zog. Eine taktische Maßnahme, die aus der Not geboren war und die seine Spieler zunächst zu unkonzentriert angingen. Denn die leisteten sich zu viele technische Fehler im Spielaufbau. Die Folge: Viele unkontrollierte Ballverluste, die dem VfL Lübeck-Schwartau die Möglichkeit gaben, das Spielgerät ins leere Tor zu werfen. Gleich fünf Treffer kassierten die Hammer auf diese Weise bis zur 22. Minute, Schwartau führte Dank vier Treffern in Folge zwischen der 18. und 22. Minute mit 15:11. Dann nahm Rothenpieler seine erste Auszeit und stellte um. 

Nach 22 Minuten mit Storbeck

 Fortan stand Felix Storbeck zwischen den Pfosten. Im Angriff hielt der Coach aber am zweiten Kreisläufer fest. Dafür lief aber Vyron Papadopoulos immer wieder ein und versuchte, die Gastgeber aus dem Rückraum zu überraschen. Was bei drei seiner fünf Treffer aus dem ersten Durchgang auch gelang. 

An der größeren Effektivität der Gastgeber änderte das allerdings nichts. Bis zur Pause schraubte der VfL den Vorsprung bis auf 21:16 - ein Ergebnis, das in Begegnungen, die unter konzentrierten Wettkampfbedingungen geführt werden, eher nach 60 Minuten auf dem Spielbericht steht.

Fünf-Tore-Rückstand fast aufgeholt

Bis zum 25:20 (37.) hielt der Fünf-Tore-Abstand. Dann gelang es den Gästen, die im zweiten Durchgang wieder mit Oli Krechel im Tor - und erneut mit dem siebten Angreifer - starteten, mit zwei Toren in Folge auf 25:23 zu verkürzen. Das allerdings auch, weil Bad Schwartau in Halbzeit zwei dazu überging, mehr als nötig durchzuwechseln. "Nach der Pause haben wir es mit dem siebten Feldspieler besser gelöst", sagte Rothenpieler, der "nur halbwegs ordentlich durch die ersten 30 Minuten kommen" wollte, "weil wir da das Problem hatten, dass wir mit Vincent Sohmann den langen Wechsel machen mussten. Das war in der zweiten Halbzeit besser."

Ein paar Tempogegenstöße später hatten die Gäste, die die Partie mit nur acht Feldspielern bestritten, zwei weitere Treffer aufgeholt (29:28/48.) - es wurde noch einmal spannend. Zu spannend für Lübecks Trainergespann Claasen/Engelhardt, das nun eine Auszeit nahm.  "Aber in der Phase danach hatten wir Pech dass wir den einen oder oder anderen Pfiff nicht bekommen oder verworfenen haben", monierte Rothenpieler.

Doch es blieb bis zum 33:32-Zwischenstand eng. Als Lübeck sein erster Treffer ins leere Tor nach dem Wechsel gelang (58./36:33), war die Partie allerdings entschieden. Der VfL durfte seinen Saisonabschluss mit den Fans feiern - und die Gäste die verdiente Fahrt in den Urlaub antreten. 

Erfolgreichste ASV-Torschützen waren Lukas Blohme mit neun und Jan von Boenigk mit acht Toren.  

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