HANDBALL

Dramatik bis zum Schluss - ASV lässt Punkt gegen HSV Hamburg liegen

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Neuzugang Michael Oehler.

Enttäuschung in der Westpress Arena: Mit 24:24 (9:12) trennten sich der ASV Hamm-Westfalen und der HSV Hamburg in der 2. Handball-Bundesliga vor 2249 Zuschauern. Die Energieleistung der Gastgeber im zweiten Durchgang wurde damit nicht belohnt - Platz zwei aber verteidigt.

Hamm - Noch am Mittag sah es so aus, als würden die Hammer auf ihren Rückraumakteur Markus Fuchs verzichten müssen. Ausgerechnet am Spieltag meldete sich der Nachwuchs, den der 28-Jährige in diesen Tagen erwartet, vehement zu Wort. Am Mittag war bei Ehefrau Lynn die Fruchtblase geplatzt - kurz vor Spielbeginn lief der Abwehrspezialist aber dann doch noch in der Halle auf. "Er will unbedingt das Spiel gewinnen und dann schnell zurück in den Kreißsaal", sagte ASV-Geschäftsführer Franz Dressel. 

Auf der anderen Seite hatten auch die Hamburger personelle Probleme. Denn Abwehrstratege Blazenko Lackovic musste ebenso verletzt passen wie Nachwuchsmann Philipp Bauer.

ASV-Neuzugang Michael Oehler durfte beim Warmmachen schon einmal die Atmosphäre in der Halle genießen. Im Spiel nahm er jedoch zunächst Platz auf der Bank, ehe er in der Schlussphase der ersten Halbzeit seine Premiere im ASV-Trikot feierte. Und sah eine sehr zerfahrene Anfangsphase. Nach zehn Minuten waren gerade einmal vier Treffer gefallen - zahlreiche technische Fehler, verworfene Bälle und Unkonzentriertheiten sorgten auf beiden Seiten für Unruhe. Drei der vier Treffer und damit der bessere Start gingen aber auf das Konto der Gäste. Als dann Felix Storbeck einen Hamburger Gegenstoß vereitelte, war für ASV-Coach Kay Rothenpieler die Zeit für ein Reset per Team-Timeout gekommen. 

Mit Merten Krings und Stefan Lex, aber nur einem weiteren eigenen Treffer bis zur 17. Minute (2:5) agierten die Hammer weiterhin zu harmlos, um die Hamburger Abwehr zu überlisten. Die Stand extrem flink auf den Beinen und ließ kaum eine Lücke aufkommen. 

Erste Hammer Führung nach 21 Minuten

Dennoch schafften es die Gastgeber, sich in die Partie zu kämpfen, trafen ab der 17. Minute dreimal in Folge zum 5:5 und ließen durch einen Treffer von Stefan Lex sogar die erste eigene Führung folgen (21.). Doch was dann kam, war nicht die erwartete Dominanz, sondern ein ein 2:7-Lauf zum 8:12, und fast wäre dem HSV sogar noch Treffer Nummer 13 gelungen - der Gegenstoß knallte allerdings an die Latte des Hammer Gehäuses. Und auf der anderen Seite verkürzte Merten Krings im direkten Gegenzug Sekunden vor der Pause. Es hieß 9:12 statt 8:13, und die Gastgeber gingen mit einem Funken Hoffnung in die Kabine.

Mit neuem Mut, Neuzugang Oehler, Youngster Jan Pretzewofsky und Linksaußen Vyron Papadopoulos versuchten die Hausherren nach der Pause ihr Glück. Vor allem das Tempospiel sollte forciert werden. Gleich zwei Gegenstöße lief der Grieche in der ersten Minute - mehr als der ASV im ganzen ersten Abschnitt - der zweite saß.  Oehler legte seinen ersten ASV-Treffer nach, die Fans sahen die Zeit für die Aufholjagd gekommen. 

Die Halle kocht nach Zeitstrafe gegen Fuchs

 Als dann Fuchs nach einer Aktion gegen Leif Tissier eine Zeitstrafe erhielt, kochte die Halle vor Empörung - und die Emotionen bei den Hausherren auf der Platte brodelten. Oli Krechel parierte den folgenden Siebenmeter gegen  Niklas Weller, und in der sich anschließenden Unterzahl gelang unter tosendem Applaus der Zuschauer der Ausgleich zum 15:15 (41.). 

 Erst nach einem Team-Timeout von Gästecoach Torsten Jansen beruhigte sich die Situation. Das Spiel blieb aber auf des Messers Schneide. Mehrfach hatten die Hammer in der Folge die Chance, in Führung zu gehen. Mehrfach wurde diese vergeben. Dann schlugen Jan von Boenigk, der den Ball selbst erobert hatte, und Papadopoulos mit zwei Gegenstößen zum 20:18 zu (51.). Die Entscheidung? Nein. Es blieb spannend bis zum Schluss. Tissier traf 21 Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich - und auf der anderen Seite parierte Marcel Kokoszka den letzten Hammer Versuch.   

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