Handball

So lief es für Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen beim Nachbarduell in Hagen

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Vyron Papadopoulos

„Auswärtssiege sind schön“, sangen die Hammer Fans nach Spielschluss. Dieser sogar besonders, denn die Partie der 2. Handball-Bundesliga beim VfL Eintracht Hagen wurde für den ASV Hamm-Westfalen zu einen deutlichen 28:23 (12:8)-Erfolg.

Hagen – Wenn der Tabellen-16. auf den Vierten trifft, braucht es nicht lange, um im Vorfeld den Favoriten auszuknobeln. Auf der Platte ist davon in der 2. Handball-Bundesliga in dieser Saison nicht immer etwas zu sehen. In der Partie zwischen dem VfL Eintracht Hagen und der ASV Hamm-Westfalen war das nicht anders, auch wenn die Gäste fast über die gesamte Spielzeit hinweg einen beruhigenden Vorsprung hielten. Bis der Sieg eingefahren war, wartete aber viel Arbeit auf den Tabellenvierten aus Hamm, der sich schließlich vor 812 Zuschauern in der Hagener Krollmann Arena mit 28:23 (12:8) durchsetzte.

„Hagen ist eine gute Mannschaft. Daher müssen wir zusehen, dass wir die Kontrolle über das Spiel bekommen“, hatte ASV-Coach Kay Rothenpieler daher bereits im Vorfeld der Partie gewarnt. Das gelang in der Startphase auch ganz gut, weil vor allem die Abwehr um den Mittelblock mit Markus Fuchs und Jakob Schwabe .gut stand und gleich mehrfach dafür sorgte, dass der VfL bei seinen Angriffen erst gar nicht zum Abschluss kam. Doch allein die Tatsache, dass die Gäste sieben Minuten brauchten, um aus dem 3:3-Zwischenstand nach acht Minuten eine 6:3-Führung zu machen, zeigt, dass es im eigenen Angriff auch lange Zeit nicht wirklich rund lief.

Zwar erarbeiteten sich die Gäste gleich mehrfach freie Wurfgelegenheiten. Doch im Abschluss waren sie nichtcool genug und scheiterten immer wieder am starken Nils Dresrüsse. „Der kann das Tor schon Mal vernageln“, wusste Rothenpieler um die Qualitäten des Hagener Keepers, der großen Anteil daran hatte, dass die Gastgeber nicht vor der Pause bereits hoffnungslos ins Hintertreffen gerieten. Zehn Paraden gingen in den ersten 30 Minuten auf sein Konto. Was vor allem Hamms Rechtsaußen Lukas Blohme Mitte der ersten Hälfte schmerzlich erfahren musste, als Dresrüsse gleich zwei seiner Tempogegenstöße binnen weniger Sekunden entschärfte (11.). Der schnelle Hammer hatte erst einmal Pause.

Auf der anderen Seite hatte sich der Hammer Trainer dieses Mal für Felix Storbeck in der Startsieben entschieden. Auch „Störte“ machte seine Sache mit fünf Paraden vor er Pause gut, so dass es dem ASV dennoch gelang, sich abzusetzen.

Als Lars Gudat nach 21 Minuten zum 8:4 für ein Team einnetzte, sah der frühere ASVer im Hagener Trikot, Valentin Schmidt, den Moment für einen Weckruf gekommen. „Weiter, Mann, kommt schon“, rief der Spielmacher seinen Kollegen wild mit den Armen rudernd zu. Und hatte selbst mit vier Treffern im ersten Durchgang seinen Anteil daran, dass der Vorsprung bis zum 12:8-Pausenstand nicht noch weiter angewachsen war.

Nach der Pause schlichen sich zunehmend leichte technische Fehler ins Spiel der Gastgeber ein – was der ASV nutzte, um den Abstand um zwei weitere Treffer zu vergrößern.

Pfannenschmidt versuchte es nun mit einer offensiveren Deckung, ließ Jonas Dell vorgezogen gegen Hamms Vincent Sohmann agieren. Doch der Hammer Mittelmann und seine Mitspieler fanden immer wieder eine Lücke – in dieser Phase meist für Kapitän Jakob Schwabe, der sich vom Kreis als sehr treffsicher erwies.

Als Vyron Papadopoulos per Siebenmeter zum 18:12 traf (41.), wurden die Gesänge der ASV-Fans immer lauter und die Zuversicht im Hammer Lager, die Punkte aus diesem Nachbarduell mitnehmen zu können, immer größer.

Doch Hagen hielt den Abstand. Vor allem weil Schmidt weiter stark aufspielte und die Partie in der Schlussphase zu seinem Privatduell mit den Gästen machte – und weil Pfannenschmidt nun volles Risiko ging und im Angriff auf den siebten Feldspieler setzte. Als Schmidt den neunten seiner am Ende 13 Treffer der Begegnung zum 20:16 erzielte (50.), nahm Rothenpieler seine zweite Auszeit, um noch einmal beruhigend auf seine Spieler einzuwirken und zu mahnen, den komfortablen Vorsprung nicht noch zu verspielen.

Eine Maßnahme, die fruchtete. Spätestens als Gudat und Stefan Lex drei Treffer in Folge zum 20:27 erzielten, war der Widerstand gebrochen.

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