8:3 gegen IGR Remscheid

SKG Herringen ist Deutscher Rollhockey-Meister!

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Zehn Minuten vor dem Ende des zweiten Spiels um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft wagten die Herringer Fans bereits die ersten Tänzchen und sangen ausgelassen. Auf der anderen Seite war den Spielern der IGR Remscheid deutlich anzusehen, dass ihr Kampf früh verloren war. Mit einem 8:3 (2:2)-Sieg ging auch das zweite Play-off-Finalspiel an die Germanen, die damit alter und neuer Titelträger sind.   

Hamm - Der Blick des SKG-Vorsitzenden Michael Brandt ging schon eine Viertelstunde vor Spielbeginn zufrieden auf die Tribüne. Die Befürchtung, dass das Finale um die Deutsche Meisterschaft vor leeren Rängen würde stattfinden müssen, weil es zeitgleich zum Finale der Fußball-Bundesliga angepfiffen wurde, hatten sich in Luft aufgelöst. Die Tribüne war mit über 500 Zuschauern rappelvoll besetzt - auch Dank der zahlreichen Remscheider Fans, die den Weg in die Glückauf-Halle gefunden und ihren Anteil daran hatten, dass die Stimmung eines Endspiels würdig war. 

Dass die Begegnung auf dem Spielfeld es auch sein würde, wurde direkt nach Beginn klar. Remscheid hatte sich viel vorgenommen, wollte das 4:7 aus der ersten Partie der "best-of-three-Serie" unbedingt ausgleichen, um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen, das 24 Stunden später an gleicher Stelle ausgetragen worden wäre. 

SK Germania Herringen bejubelt Deutsche Meisterschaft im Rollhockey 2019

Die Gäste hatten auch die erste Chance der Begegnung, in der SKG-Coach Christian Zarod Kevin und Lucas Karschau sowie Robin Schulz und Liam Hages vor dem Tor von Timo Tegethoff beginnen ließ. Tegethoff war gegen Fabian Selbach allerdings auf dem Posten. 

Kontrolle behalten

In der Folge entwickelte sich ein Spiel, in dem der amtierende Meister darauf bedacht war, die Kontrolle zu behalten und geduldig auf seine Möglichkeiten wartete. Auf der anderen Seite wartete Remscheid, das  mit vier Nationalspielern angetreten war nur darauf, dass sich im Herringer Spiel Fehler einschlichen, um überfallartig zu seinen schnellen Kontern anzusetzen. Das Chancenverhältnis sprach im ersten Durchgang knapp für die Gäste, doch die Hochkaräter stellten sich auf beiden Seiten ein. 

Nach 13 Minuten wurde Yannick Peinke vor dem Germanen-Tor frei gespielt, und der IGR-Kapitän hatte keine Mühe, den Ball zum 0:1 einzuschieben. Nur eine Minute später traf jedoch Kevin Karschau zum 1:1. Und es kam noch besser: Denn nachdem Daniel Strieder in der 21. Minute nach einem Foul die Blaue Karte gesehen hatte, sorgte Lucas Karschau mit dem folgenden Direkten für die 2:1-Führung. Doch auch die hatte nur wenige Sekunden Bestand, weil Fabian Selbach die Gastgeber mit einem Schuss von der Mittellinie zum 2:2 überraschte.  

Sekunden vor der Pausensirene hatte Lucas Karschau die Möglichkeit zur erneuten SKG-Führung, doch er schob den Ball am leeren Tor vorbei.

Rasanter Auftakt nach der Pause

Doch die Germanen sorgten mit einem rasanten Auftakt nach der Pause dafür, dass ihr Kapitän über diese Szene nicht lange nachdenken musste. Drei sehenswerte Tore in Folge durch Kevin Karschau (28.) und Robin Schulz (29., 30.) brachten dem Titelverteidiger schnell einen beruhigenden 5:2-Vorsprung.  

In der Folge ließen die Hausherren den Ball rollen - und den Gegner. Möglichkeiten ergaben sich weiterhin. Zunächst scheiterten Schulz (35.) und Lucas Karschau (36.) noch. Doch dann hatte Milan Brandt sein persönliches Erfolgserlebnis, als er nach feinem Pass von Kevin Karschau zum 6:2 einschob (37.). Die Partie war entschieden.    

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