Fußball-Oberliga

Lewejohann drückt zum Rückrundenstart den Resetschalter

René Lewejohann, Trainer der Hammer SpVg.
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René Lewejohann, Trainer der Hammer SpVg.

Zum Rückrundenauftakt gastiert das abgeschlagene Oberliga-Schlusslicht Hammer SpVg in Münster. Trainer René Lewejohann macht im Vorfeld eine klare Ansage.

Hamm - Drei Neuzugänge für das neue Jahr hat Fußball-Oberligist Hammer SpVg bereits verpflichtet – drei Punkte zum Jahresabschluss bei der Reserve von Preußen Münster (Samstag/15 Uhr, Kunstrasenplatz Provinzial Youngstars Arena) wären HSV-Trainer René Lewejohann zum jetzigen Zeitpunkt allerdings fast noch lieber. 

Denn vor dem Rückrundenauftakt bei den Preußen beträgt der Rückstand der Hammer zum rettenden Ufer bereits 13 Zähler. „Mich nervt das auch. Die fünf Punkte bisher, die wir auf dem Konto haben, sind erbärmlich“, sagt der HSV-Coach. „Zumal wir vor Saisonbeginn eine gute Vorbereitung gespielt haben, nach der ich gedacht hatte, mit dem nötigen Glück spielst du spannend um den Klassenerhalt mit.“

Ganz so spannend ist es nicht geworden, doch zumindest die Hoffnung ist bei Lewejohann ungebrochen. „Das Kämpferherz ist nach wie vor vorhanden“, bestätigt er. „Und solange es rechnerisch möglich ist, in der Liga zu bleiben, glaube ich auch an den Klassenerhalt – zumal du ja auch nicht weißt, was mit Herne nach der Insolvenz ist, was mit Wattenscheid ist oder mit Münster II, wenn die erste Mannschaft aus der dritten Liga absteigen sollte.“

"Wir müssen einen Schlussstrich ziehen"

Den Rückrundenstart mit der Partie in Münster will Lewejohann auch als Neuanfang verstanden wissen. „Wir müssen einen Schlussstrich unter diese Hinrunde setzen“, sagt er. „Darum habe ich der Mannschaft in der Kabine gesagt, dass wir jetzt tabellarisch komplett bei null Punkten starten werden. Wir resetten noch einmal, wollen einfach eine bessere Runde spielen als in der Hinserie und gucken dann am Ende, was dabei herausgekommen ist.“

Drei Verstärkungen sind mit Rückkehrer Manuel Dieckmann (zentrales Mittelfeld) und seinen beiden Herner Teamkollegen Bilal Abdallah und Nazzareno Ciccarelli (beide offensiv) bereits verpflichtet, zumindest eine weitere soll der Etat noch hergeben. „Wir halten Ohren und Augen offen, suchen noch nach einem Innenverteidiger“, sagt Lewejohann. Und auch ein echter Strafraumstürmer wäre nicht schlecht, angesichts der mageren Ausbeute von nur 15 Treffern aus den ersten 17 Begegnungen der Saison. „Die Torchancen erarbeiten wir uns ja, aber wir haben einfach nicht diese Torgeilheit. Man hält mich vielleicht für doof, wenn ich sage, dass wir in der ersten Halbzeit in Holzwickede zwei Tore machen müssen. Aber das war so. Unsere Stürmer haben Dribblingqualitäten, Schnelligkeit. Doch ein Ali Gülcan ist keiner, der da vorne reingeht. Er hat eine gute Schusstechnik, jetzt muss er noch schnörkellos den Abschluss suchen.“

David Loheider muss passen

Denn auf David Loheider kann der Trainer in Münster nicht setzen. Der Stürmer, der diese Torgeilheit besitzt, wird aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht im Kader stehen. Genauso wenig wie Kapitän Nils Kisker. Der Defensivmann handelte sich beim 2:4 in Holzwickede die Gelb-Rote Karte ein und geht damit vorzeitig in die Winterpause. „Mal sehen, wie wir das kompensieren“, wiegelt Lewejohann ab. „Gut möglich, dass wir es mit einer Systemumstellung probieren werden.“

In Münster erwartet der Coach ein hoch motiviertes Team. Denn nach der Beurlaubung von Trainer Sven Hübscher, dem Coach der Drittligatruppe, Anfang des Monats, hofft der eine oder andere Akteur auf eine Chance in der ersten Mannschaft. Das Team, das auf dem Münsteraner Kunstrasenplatz gegen die Hammer auflaufen wird, ist auf jeden Fall ein sehr spielstarkes. „Für uns wäre es psychologisch wichtig, wenn wir mit einem Dreier in die Pause gehen könnten“, hofft Lewejohann dennoch darauf, dass sich seine Elf für die oft guten Leistungen der Hinrunde auch einmal belohnt.

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