Letztes Saisonheimspiel der Hammer Eisbären

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Letztes Heimspiel: Die Hammer Eisbären erwarten gegen Schönheide ein volles Haus.

HAMM - Es könnte eine Partie mit historischen Ausmaßen werden – auf die die Hammer Eisbären allerdings gerne verzichten würden. Denn wenn der Eishockey-Oberligist am Samstag (20 Uhr/Eissporthalle am Maximilianpark) zu seinem letzten Heimspiel der Runde um den Oberliga-Mitte-Pokal gegen den EHV Schönheide 09 antritt, ist noch immer nicht ganz sicher, ob dies nicht auch das letzte Match in seiner Vereinshistorie in der Eissporthalle am Maximilianpark wird.

Von Günter Thomas

Erst am Montag wird es bei der Sitzung des Sportausschusses der Stadt eine Vorentscheidung darüber geben, ob die Halle geschlossen oder der Betrieb aufrechterhalten wird. Und entsprechend groß ist nach Vereinsangaben der Andrang der Fans, die sich zu dieser Partie angekündigt haben. „Im Vorverkauf sind an die 1 000 Karten weg“, sagt Eisbären-Pressesprecher Jan Koch. „Wir hoffen auf eine rappelvolle Halle.“ Und Trainer Daniel Galonska freut sich vor allem darüber, dass diese Partie auch bei den Hammer Oberliga-Konkurrenten auf großes Interesse stößt. „Es haben sich viele Leute aus Solidarität angekündigt“, sagt er. „Menschen, die uns helfen und ein Zeichen setzen wollen, damit dies nicht unser letztes Heimspiel ist.“

Nach den aktuell positiven Signalen aus der Hammer Politik ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Eishalle auch in der kommenden Saison für die Eisbären zur Verfügung stehen wird, fast schon größer als die Aussichten auf einen sportlichen Erfolg der Hammer gegen das Team aus dem Erzgebirge – zumindest, wenn man das Hinspiel als Maßstab zugrunde legt. Da setzte es eine empfindliche 0:7-Klatsche für die Gäste. Eine Niederlage, die für Galonska allerdings auch erklärbar war. „Beim Hinspiel war den Jungs anzumerken, dass sie von der langen Busfahrt und der Partie am Tag zuvor noch platt waren“, sagt der Coach. „Auch die Bedingungen in der Halle, wo statt des Plexiglases ein Maschendrahtzaun angebracht worden ist, waren neu für die Jungs. Zudem ist es sehr schwer ins Spiel zu kommen, wenn du in der ersten Minute in Rückstand gerätst. Das wollen wir jetzt vermeiden.“

Im Rückspiel wollen die Hammer nun ihre letzte Minimalchance auf Platz eins in der Pokalrunde wahren. Zwar liegen sie derzeit an der Spitze der Tabelle, doch haben die Gäste erst vier der neun Begegnungen absolviert und dabei eine makellose Bilanz erzielt, während die Eisbären nach Samstag nur noch eine Partie auszutragen und sieben Verlustpunkte auf dem Konto haben. „Wenn wir unsere theoretische Chance auf Platz eins wahren wollen, dann müssen wir gewinnen“, weiß Galonska, ist aber zuversichtlich, denn „jetzt liegt die weite Anreise bei Schönheide, und sie müssen bei uns in einem Hexenkessel antreten“.

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