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Letztes Heimspiel für die Hammer SpVg in der Oberliga-Abstiegsrunde

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Von: Rainer Gudra

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Für Vincent Ocansey, hier beim 4:3 gegen Clarholz im vergangenen November, ist die Saison beendet.
Für Vincent Ocansey, hier beim 4:3 gegen Clarholz im vergangenen November, ist die Saison beendet. © Reiner Mroß

Die Ausgangslage ist klar: Sechs Punkte benötigt die Hammer SpVg aus ihren beiden letzten Spielen der Abstiegsrunde, um zumindest die Chance zu wahren, auch in der Saison 22/23 in der Fußball-Oberliga zu spielen.

Hamm – Am Sonntag (15 Uhr, 24nexx Arena) bestreitet das Team von Interimstrainer Holger Wortmann sein letztes Heimspiel der Saison gegen die punktgleiche Viktoria Clarholz, bevor es für die HSV, die am letzten Spieltag der 11er Runde zum Zuschauen verdammt ist, noch zum Schlusslicht nach Herne geht. „Ich fürchte, dass auch zwei Siege im Extremfall nicht reichen werden. Wir sind uns bewusst, dass es eine Situation ist, die uns nicht viel Spielraum lässt“, sagt der Sportliche Leiter, der nach dem Aus von Trainer Steven Degelmann in der Verantwortung steht.

Gemeinsam mit den Co-Trainern Richard Jankowski und Karl-Heinz Zielinski habe er in der abgelaufenen Woche in aller Ruhe arbeiten können. „Ich bin guter Dinge“, sagt Wortmann. Die Freude über das 2:1 im Freitagabend-Spiel gegen Sprockhövel sei bei den Spielern schnell großer Ernsthaftigkeit gewichen: „Die Jungs haben sich sofort wieder fokussiert. Ich kann versprechen, dass sie sich in alles reinhauen werden, was geht.“ Einige beobachteten die Viktoria am Sonntag auch bei deren 0:2-Heimpleite gegen Ennepetal.

Für Ocansey ist die Saison beendet

Bei der HSV wird es zumindest eine Änderung in der Startelf geben, weil Vincent Ocansey nach einem Ellenbogenschlag gegen Sprockhövels Bulut die Rote Karte sah – ein Vergehen, für das Reinhold Spohn ein Verfahren vor dem Sportgericht beantragt hat. „Ich habe das Video gesehen, da hat der Staffelleiter keine andere Chance“, sagt Wortmann. Für den HSV-Torjäger ist die Saison beendet, Frederik Falk steht bereit, der nach seinem Siegtor gegen Sprockhövel und seiner Leistung drumherum plötzlich ein Hoffnungsträger für den Abstiegskampf geworden ist. „Ohne zu viel zu verraten: er wird in der Startelf stehen“, sagt Wortmann. „Er hat sehr gut trainiert und wirkt befreit im Moment.“

Neben Ocansey fehlt erneut Yusuf Öztürk, dessen Adduktorenverletzung nicht abgeklungen ist. Ob Marcel Todte nach überstandener Kreuzband-Verletzung tatsächlich noch eine Option für den Angriff sein wird, ist offen. „Wir haben eine große Fürsorgepflicht ihm gegenüber, das muss zu tausend Prozent passen“, schließt Wortmann ein durch die Situation erzwungenes Comeback aus.

In den bisher vier Heimspielen der Abstiegsrunde ist die HSV bei acht Punkten noch ungeschlagen, Clarholz holte aus den letzten fünf Partien zehn Zähler. Im ersten Aufeinandertreffen im November vergangenen Jahres, ebenfalls in Hamm, gewann die HSV durch ein Tor von Halil Dogan in der Nachspielzeit mit 4:3.

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