Trotz 23:29 - Trainer Lerscht mit seiner Premiere beim ASV zufrieden 

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Der ASV Hamm Westfalen – hier mit Neuzugang Jo Gerrit Genz am Ball – verlor am Abend gegen den Bergischen HC mit 23:29.

Eine Halbzeit lang lag die Überraschung bei der Trainer-Premiere von Michael Lerscht im ersten Test des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen gegen den Erstligisten Bergischer HC in der Luft, am Ende musste der Zweitligist die Stärken der Gäste aus dem bergischen Land anerkennen.

Hamm – Der ASV musste sich mit 23:29 (14:13) geschlagen geben. „In den letzten Wochen haben wir mehr Defensivarbeit verrichtet. Da wollten wir uns finden und die Formation und das System bauen. Da haben wir schon viele gute Ansätze gehabt. Die defensive Arbeit haben wir schon ganz gut hinbekommen“, zeigte sich Lerscht nach seiner Premiere zufrieden. 

In der Tat war sein Team vor leeren Rängen in der Abwehr von der ersten Minute an hellwach. Durch eine sicher und kompakt stehende Defensive musste Torwart Felix Storbeck erst in der 6. Minute das erste Mal hinter sich greifen, als Arnor Gunnarsson einen Siebenmeter verwandelte. 

Neuzugang Jo Gerrit Genz überzeugt

Der Nationalspieler Islands verkürzte zu diesem Zeitpunkt zum 4:1, weil auch im Angriff der Zweitligist die Aktionen blitzsauber herausspielte und so zu freien Würfen kam. Dabei präsentierten sich insbesondere Jo Gerrit Genz in starker Verfassung. Dieser traf beim 9:6 bereits zum fünften Mal (17.). Nachdem der Neuzugang von Ligakonkurrent TuS N-Lübbecke sein Konto auf sechs Tore aufstockte (11:8/21.), nahm Gästetrainer Sebastian Hinz seine erste Auszeit. 

m Anschluss kam der Erstligist aufgrund einer nun besser werdenden Defensivleistung immer näher heran und verkürzte in Person von Lukas Stutzke zwei Minuten vor der Pause auf 14:13 (28.). Zum Ausgleich kam es vor dem Ertönen der Sirene nicht mehr, weil Schlussmann Storbeck mit zwei Paraden gegen Yannik Fraatz und Alexander Weck den Vorsprung verteidigte. Auch Storbeck hatte mit sechs Paraden im ersten Durchgang einen großen Anteil an der guten Leistung im Spiel gegen den Ball.

 Für die zweite Halbzeit gab Trainer Lerscht den aus der Reservemannschaft kommenden Torwart Jan Wesemann, Rechtsaußen Jan Pretzewofsky, Linksaußen Alex Rubino Fernandez und David Spiekermann Spielpraxis. Der Erstligist spielte fortan seine Qualitäten aus und profierte dabei einerseits von den erfahrendenden Akteuren auf der Platte, aber auch von dem breit aufgestellten Kader. In der 35. Minute ging der BHC erstmals durch Stutzke mit 16:15 in Führung. Diese wurde nicht mehr abgegeben, da der ASV häufig zu Würfen aus dem Rückraum gezwungen wurde, die Torwart Rudeck parierte.

Am Samstag Testspiel beim TuS Ferndorf 

So erlebten die Gastgeber auch von der 41. bis zur 49. Minute eine Durststrecke von Treffern, ehe Rückkehrer Marian Orlowski zum 21:26 netzte (53.). In dieser Phase enteilte der BHC dem ASV endgültig. „In der Offensive müssen wir noch an der Feinabstimmung arbeiten. Wir haben dann viele Gegenstöße kassiert“, wusste Lerscht, woran es zu arbeiten gilt. Dafür bleibt dem Trainer zumindest für das Testspiel heute (Samstag) bei seinem Ex-Klub TuS Ferndorf nicht viel Zeit.

ASV: Storbeck (1.- 30./6 Paraden), Wesemann (31.-60./2) – von Boenigk (1), Brosch (2), Schwabe (3), Franke (3), Rubino Fernandez (1), Pretzewofski, Genz (7), Orlowski (2), Krings (1), Spiekermann, Huesmann (2/1), Fuchs (1) 

Bergischer HC: Rudeck (1. bis 23. und 31. bis 60.), Klama (23. bis 30.) – Darj (1), Weck (1), Gunnarsson (7/5), Majdzinski (1), Fontaine, Fraatz, Babak (2), Szücs, Damm (2), Gutbrod (5), Arnesson (2), Johannnsson (1), Bergner, Nikolaison (1), Stuzke (4), Schmidt (2) 

Spielfilm: 3:0 (3.), 5:4 (12.), 11:8 (21.), 14:13 (30.), 15:16 (35.), 18:24 (49.), 21:26 (53.), 23:29 (60.)

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