Kleine schießt Rhynern zum 4:0 gegen Stadtlohn

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Rhynern jubelt nach 4:0-Sieg.

HAMM - In der 85. Minute – die Partie war längst entschieden – gönnte Trainer Björn Mehnert seinem Besten einen Solo-Abgang. Unter dem warmen Applaus der Zuschauer verließ der ausgewechselte Lennard Kleine das Feld. Der 21-Jährige hatte beim 4:0 (1:0)-Auftakterfolg des SV Westfalia Rhynern gegen Aufsteiger SuS Stadtlohn drei Tore geschossen.

Damit führt er nach dem ersten Oberliga-Spieltag gleich zwei Listen an: mit der Mannschaft die Tabelle und als Spieler das Torjägerklassement. Die Stimmung am Papenloh war gut nach dem ersten Sieg der neuen Saison, allerdings nicht euphorisch – weder bei den Spielern noch bei Mehnert: „Wir freuen uns jetzt einen Tag über das 4:0, und dann geht es weiter“, sagte der Trainer. Sein Kollege Daniel Sekic war nach den ersten 90 Minuten in der Oberliga dagegen ernüchtert. „Das Ergebnis ist bitter. Es war für uns als Aufsteiger sehr lehrreich, gegen so eine abgeklärte Mannschaft zu spielen.“

In dieser Mannschaft standen bei Anpfiff mit Philipp Hanke, Christoph Debowiak und Torwart Christoph Hunnewinkel, der das interne Duell gegen Marcel Klemmer für sich entschieden hatte, drei Neuzugänge. Sie sahen sich mit ihren Teamkollegen einer in der Anfangsphase galligen Gäste-Elf gegenüber, die Rhynern mit viel Einsatz und Laufbereitschaft das Leben schwer machte. Stadtlohns Niklas Hilgemann war es, der den ersten nennenswerten Torschuss der Partie abfeuerte – Hunnewinkel fing den Ball jedoch sicher (10.). Auf der Gegenseite traf Matthieu Bengsch nur das Außennetz (14.).

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Lennard Kleine trifft dreimal: Westfalia Rhynern - SuS Stadtlohn 4:0

Erst danach fanden die Gastgeber besser ins Spiel. Sie attackierten früher, machten die Räume eng und trieben die SuS-Spieler so bereits im Mittelfeld vor sich her. Die neu gewonnene Überlegenheit schlug sich bald im Ergebnis nieder. Kleine traf nach hervorragender Vorarbeit von Hanke aus zehn Metern flach zum 1:0 (29.). Auch in der Folge hatten die Rhyneraner das Spiel unter Kontrolle. Immer wieder versuchten sie es mit Kleine, Bengsch und Markus Maier über die verwundbare rechte Abwehrseite der Gäste, doch es blieb beim 1:0 zur Pause. „Wir haben lang gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Die Stadtlohner haben uns gut angelaufen und gestört. Aber wir wussten, dass sie dieses Tempo nicht über 90 Minuten würden gehen können. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Räume und die Qualität, sie zu nutzen“, sagte Mehnert, der auch zu Beginn der zweiten Hälfte zunächst aktivere Gäste sah. Das erste Tor schossen jedoch seine Spieler. Nach einer Hereingabe von Bengsch bekam Daniel Klein-Günnewick den Ball nicht unter Kontrolle; Kleine setzte nach – 2:0 (55.).

Mit der drohenden Niederlage vor Augen versuchte SuS-Trainer Sekic, seiner Mannschaft durch einen Doppelwechsel (67.) Leben einzuhauchen. Mit hohen Bällen, vor allem auf den baumlangen Stürmer Marius Borgert, sorgten die Gäste tatsächlich kurzzeitig für Bewegung in der Westfalia-Defensive, doch Unheil richteten sie keines an. Dafür waren die Hereingaben zu unpräzise und die Rhyneraner Innenverteidigung, in der ab der 62. Minute Felix Bechtold für den angeschlagenen Dustin Wurst stand, zu sicher.

In der 77. Minute brach der Widerstand der Gäste in sich zusammen. Nach einem Foul von Markus Banken an Kleine entschied Schiedsrichter Lennart Brüggemann auf Elfmeter, den Bechtold sicher zum 3:0 verwandelte. „Sind wir Tabellenführer oder brauchen wir noch ein Tor?“, fragte Wurst auf der Ersatzbank. Rhynern brauchte noch eines. Und das besorgte – wer sonst – Kleine. Und wie. Nach prächtiger Vorarbeit des eingewechselten Ersin Kusakci spitzelte er den Ball an SuS-Torhüter Christoph Fork vorbei zum 4:0-Endstand ins Tor (84.). Es war seine letzte Aktion. Danach holte ihn Mehnert vom Platz. - sst

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