Fußball-Oberliga

Lange Zwangspause für Rhynerns Yasin Acar

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Nach dem folgenschweren Zusammenprall kümmerten sich die Westfalia-Betreuer Oliver Müsse und Marcel Hoffmann um den am Boden liegenden Yasin Acar.

Es war am Sonntagnachmittag relativ schnell klar, dass sich Yasin Acar eine schwerwiegende Verletzung zugezogen hatte. Jetzt steht die Diagnose fest.

Hamm - Als Acar im Auswärtsspiel der Fußball-Oberliga bei Westfalia Herne (1:1) nach dem Zusammenprall an der Torauslinie liegen blieb, hielt sich der Angreifer des SV Westfalia Rhynern sofort das Gesicht. Und als die Betreuer Oliver Müsse und Marcel Hoffmann zu dem 22-Jährigen eilten, strampelte er vor Schmerzen immer wieder mit seinen Beinen. 

Am Montag gab es dann die Diagnose: Acar hatte sich das Jochbein gebrochen und wurde bereits operiert. „Das ist richtig bitter für den Jungen. Aber ich hatte mit so einer Diagnose schon gerechnet, als ich ihn da habe liegen gesehen“, sagte Rhynerns Trainer Michael Kaminski.

Per Rettungswagen war Acar nach der Partie in das Evangelische Krankenhaus in Herne gebracht worden, wo er am Abend noch Besuch von seinen Teamkollegen Jeffrey Malcherek, Akhim Seber und Sezer Toy erhielt. „Das zeigt den Zusammenhalt in unserer Truppe“, meinte Kaminski. „Das war vorbildlich.“

Acar wurde in Herne nach der Partie zuerst neurologisch untersucht und anschließend geröntgt, ehe er am Montagvormittag in eine Klinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie nach Bochum verlegt wurde, wo er operiert wurde. Damit wird er den Rhyneranern vier bis acht Wochen nicht zur Verfügung stehen – ein schwerer Verlust für den SV Westfalia.

Auch Gambino im Krankenhaus

Im Sommer war Acar vom Westfalenligisten Lüner SV an den Papenloh gewechselt und sollte im Offensivbereich das Loch stopfen, das durch die Abgänge von Lucas Arenz und Hakan Sezer (beide zum Regionalligisten SV Lippstadt 08) entstanden war. Zu Beginn hatte der oft recht introvertiert wirkende Acar auch einige Anpassungsprobleme, trat zum Beispiel im ersten Spiel beim RSV Meinerzhagen (1:1) ohne viel Selbstbewusstsein auf. 

„Es war ein neues Umfeld für ihn mit neuen Mitspielern. Yasin ist einer, der sich wohlfühlen muss, um seine Leistung abzurufen“, sagte Kaminski, der aber weiter auf seinen Neuzugang setzte. Lediglich in der zweiten Partie gegen den TuS Erndtebrück (3:0) beorderte er ihn anfangs auf die Ersatzbank, ansonsten lief Acar immer von Anfang an auf und sammelte dabei viel Selbstvertrauen. 

So hat er schon zwei Treffer erzielt und bereitete am Sonntag auch den Rhyneraner Ausgleichstreffer von Seber mustergültig vor. „Yasin hat sich an die Oberliga gewöhnt und war auf einem richtig guten Weg“, erklärte Kaminski. „Er hat sich Chancen herausgespielt, viel Torgefahr ausgestrahlt, hat die Zweikämpfe bestritten und gewonnen. Er ist angekommen bei uns, wobei ich weiß, dass er noch mehr kann.“ Jetzt aber muss der 22-Jährige erst einmal eine Zwangspause einlegen.

Das war aber nicht die einzige Hiobsbotschaft, die Kaminski zu verkraften hatte. Ex-Bundesligaprofi Salvatore Gambino, der als spielender Co-Trainer bei der Westfalia fungiert, musste mit Verdacht auf Nierensteine in ein Krankenhaus eingeliefert werden. „Ich hoffe, dass das bei Salva keine lange Sache ist. Aber dann müssen mal andere Jungs in die Bresche springen“, so Kaminski.

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