Fußball

Nur wenige personelle Veränderungen bei der SG

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Der Sportliche Leiter Markus Matzelle treibt die Kaderplanungen beim Landesliga-Aufsteiger SG Bockum-Hövel voran.

Bis auf eine Ausnahme bleiben vermutlich alle Spieler des aktuellen Kaders bei der SG Bockum-Hövel. Das Team soll für die Landesliga aber noch verstärkt werden.

Hamm – Bei Markus Matzelle, dem Sportlichen Leiter der SG Bockum-Hövel, hat der Landesliga-Aufstieg am grünen Tisch nur verhaltenen Jubel ausgelöst. Erst dank der Empfehlung des Verbands-Fußball-Ausschusses war der Tabellenzweite der Fußball-Bezirksliga nach dem Abbruch der Saison neben dem SV Drensteinfurt in die höhere Klasse aufgerückt, weil er nach Abschluss der Hinrunde Herbstmeister war. „Ich hätte mich sicherlich mehr darüber gefreut, wenn uns der Sprung auf sportlichem Weg gelungen wäre“, betont Matzelle. „Es ist doch viel schöner, wenn man Meisterschaft oder Aufstieg direkt mit den Fans auf dem Platz feiern kann.“ 

Aufstiegsfeier erst später

So müssen sie derzeit in Bockum-Hövel noch ein bisschen warten. „Wir werden sicherlich eine Aufstiegsfeier machen“, erklärt Matzelle. „Doch werden wir das vermutlich erst im Juni tun, wenn wir uns alle mit mehr Personen etwas näher kommen können.“ Die derzeitigen Umstände haben die SG-Verantwortlichen auch bei den Planungen für die kommende Saison vor erhebliche Probleme gestellt. „Eigentlich“, so sinniert der Sportliche Leiter, „würden wir in der kommenden Woche die Saison abschließen. Und normal wären wir mit unserem Kader für die anstehende Spielzeit schon viel weiter. Daher wird es jetzt Zeit, die Gespräche zu intensivieren“, sagt Matzelle. 

Wie er bestätigt, wird der Großteil der Mannschaft bei der SG bleiben. „Lediglich Innenverteidiger Markus Maier wird zum VfL Kamen wechseln“, sagt Matzelle. „Sportlich ist das für uns ein sehr großer Verlust, doch er wohnt in Kamen direkt am Sportplatz. Dafür habe ich Verständnis.“ Ansonsten hat bisher kein anderer Spieler des aktuellen Kaders die Absicht geäußert, den Verein im Sommer zu verlassen. „Mit zwei, drei Leuten werden wir noch finale Gespräche führen müssen, doch gibt es auch bei denen positive Tendenzen“, so Matzelle. 

Orlowski neuer Co-Trainer

Neuer Co-Trainer von David Schmidt, dessen Kontrakt bereits in der Winterpause unabhängig von der Klassenzugehörigkeit verlängert wurde, wird Dominik Orlowski. Der kam in der nun beendeten Saison aus gesundheitlichen Gründen nur einmal zum Einsatz, wird in der kommenden Meisterschaftsrunde Spielertrainer Schmidt von der Bank aus assistieren. Der bisherige Co-Trainer Gregor Kudlek will etwas kürzer treten, wird aber im Betreuerstab weiter zur Landesliga-Truppe gehören. 

Punktuell will sich die SG Bockum-Hövel für die Landesliga auf jeden Fall verstärken. „Wir wollen nicht noch einmal eine Saison erleben wie nach unserem letzten Aufstieg, als sich mit Orlowski, Steven Farchmin und Carsten Edelkötter gleich drei Leistungsträger zu Beginn schwer verletzten, damit drei Viertel unserer Treffer des Vorjahres wegbrachen und wir vorn überhaupt keine Gefahr mehr ausstrahlten“, beteuert Matzelle. „Einige Kicker, die sich verändern und gerne Landesliga spielen möchten, haben sich bei uns schon gemeldet“, erklärt der Sportliche Leiter. „Seit der Winterpause habe ich zudem Kontakt zu zwei, drei Leuten, die ich gerne bei uns sehen würde.“ Matzelle hofft, in den nächsten zwei Wochen vielleicht bei dem einen oder anderen Vollzug melden zu können. Noch ist nicht klar, ob auch in diesem Jahr die Wechselfrist am 30. Juni endet oder ob sie angesichts der Corona-Problematik verlängert wird. „Es wäre schön, wenn wir ab Juni vielleicht auch wieder auf unserer tollen Platzanlage trainieren könnten. Derzeit macht das angesichts der Vorgaben ja überhaupt keinen Sinn“, betont Matzelle. 

Schmidt sieht gutes Potenzial

Der Spielertrainer sieht der neuen Herausforderung zuversichtlich entgegen. „Ich freue mich riesig darüber, dass fast alle schon ihre Zusage gegeben haben“, erzählt Schmidt. Auch sportlich sieht er den Verein besser gerüstet als vor der enttäuschenden Landesliga-Saison 2018/19. „Wir haben ein gutes Potenzial, viel mehr Qualität als damals, weil wir auch in der Breite besser besetzt sind“, bekräftigt der Coach.

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