Tennis

Bei den Ladies Open des TuS 59 Hamm könnte es zur Wachablösung kommen

Gewann das Turnier von 2014 bis 2016 dreimal in Folge: Rekordsiegerin Steffi Bachofer.
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Gewann das Turnier von 2014 bis 2016 dreimal in Folge: Rekordsiegerin Steffi Bachofer.

Eines steht schon vor dem ersten Aufschlag der 28. Auflage der Potthoff Ladies Open am Donnerstag fest. Das traditionelle Tennis-Turnier des TuS 59 Hamm an der Rietzgartenstraße wird eine neue Siegerin finden müssen.

Hamm - Titelverteidigerin Stephanie Wagner, die sich im Vorjahr im Endspiel mit 6:3, 6:4 gegen Steffi Bachofer durchgesetzt hatte, verzichtet in diesem Jahr auf ihren Start in Hamm. 

„Sie ist ein bisschen angeschlagen und will es nicht riskieren, an zwei Tagen jeweils zwei Spiele zu absolvieren“, sagt Turnierdirektor David Schwätter, der mit der Berlinerin extra noch einmal telefonischen Kontakt aufgenommen hatte, anschließend aber die Entscheidung von Wagner nachvollziehen konnte. „Sie hat nach ihrem Sieg vor zwölf Monaten einen großen Sprung gemacht, ist auch international viel unterwegs. Und da sie jetzt leicht verletzt ist, muss man dafür Verständnis haben.“

Schwätter, der in diesem Jahr zum achten Mal an vorderster Front der Ladies Open steht, hat sich daher in den vergangenen Tagen eine Menge Gedanken darüber gemacht, wer aus dem wieder einmal gut besetzten Feld die Nachfolge von Wagner antreten kann. „Wird sich wieder eine der etablierten Spielerinnen durchsetzen? Oder schafft es in diesem Jahr einer der jungen Wilden?“, fragt sich der Turnierchef, der zum Meldungsschluss am Dienstagabend fast 50 Zusagen verzeichnete.

Vorjahresfinalistin Lara Schmidt an eins gesetzt

Das Feld der möglichen Siegerinnen, die über die nötige Erfahrung verfügen, ist dabei erneut groß und umfasst 13 Spielerinnen der deutschen Top 100. An Position eins der Setzliste steht Vorjahresfinalistin Lara Schmidt, die in den vergangenen Jahren bei den Deutschen Meisterschaften wiederholt für Furore gesorgt hat und die nur zu gerne erstmals in Hamm gewinnen möchte. 

Auch Rekordsiegerin Steffi Bachofer, die das Turnier von 2014 bis 2016 dreimal in Folge gewann und vor einem Jahr erst im Finale gescheitert war, meldet erneut Ansprüche an. Hinzu kommen mit Nora Niedmers oder Lena Ruppert, die Anfang des Jahrs ein ähnliches Turnier in Marl gewann, weitere starke Spielerinnen, die eine Menge Routine mitbringen. 

Joelle Steur und Mia Mack sind hoffnungsvolle Talente

Auf der anderen Seite stehen die hoffnungsvollen Talente. So hat der Deutsche Tennis Bund mit Joelle Steur und Mia Mack (beide Jahrgang 2004) zwei Nachwuchsspielerinnen aus seinem Porsche-Talent-Team für das Turnier in Hamm gemeldet. Und auch die nur ein Jahr ältere Noma Akugue, die bereits im vergangenen Jahr bei den Ladies Open am Start war, gehört zu diesen aufstrebenden Akteurinnen, die bei der Vergabe des Titels ein Wörtchen mitreden können. „Ich werde mir auf jeden Fall Joelle Steu anschauen“, sagt Schwätter. „Man hat sich ja vorher erkundigt. Und ich glaube, von ihr kann man viel erwarten. Zumal ihre Schwester Julyette in Deutschland auf Rang 14 steht und und schon international im Einsatz ist.“

Bereits im Jahr 2011 hatte es mit der damals für Seeburg startenden Daria Gajos eine 16-Jährige geschafft, den Siegerpokal bei den Ladies Open in die Höhe zu stemmen. Sie hatte sich vor neun Jahren im Finale mit 6:2, 6:2 gegen Tatia Mikadze durchgesetzt. Anschließend waren es aber ausschließlich die routinierten Spielerinnen, die bei dem Turnier den längeren Atem hatten.

Beßer und Kruse schlagen auf

Mit Anna Beßer (TC Deuten) und Manon Kruse (TC Union Münster) sind auch wieder zwei Hammerinnen am Start. Während Beßer über die am Donnerstag um 11 Uhr startende Qualifikation versucht, einen Platz im Hauptfeld zu ergattern, ist Kruse gesetzt, wird am Freitag in der 1. Runde erstmals aufschlagen und versuchen, so weit wie möglich zu kommen.

„Wir werden also wieder viele spannende Spiele sehen“, sagt der 35 Jahre alte Schwätter, der am Mittwochnachmittag noch mit seinen Mitstreitern die 250 Zuschauer fassende Tribüne aufbauen muss, ehe dann am Donnerstag die 28. Auflage der bis Sonntag dauernden Ladies Open beginnen wird.

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