Krimi im Spitzenspiel: SSV Hamm besiegt Lippebaskets Werne

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Roland Leidag (Mitte) setzte sich mit dem SSV Hamm im Oberliga-Spitzenspiel gegen Werne durch.

Hamm - Es war Dramatik pur, die beim knappen 69:66 (30:32)-Heimsieg des SSV Hamm gegen die LippeBaskets Werne in den letzten Spielminuten herrschte. Denn nachdem die Gastgeber im Duell zweier bis dato unbesiegter Teams drei Minuten vor Schluss mit sechs Punkten führten, schmolz dieser Vorsprung bei noch zwölf verbleibenden Sekunden durch einen Dreier von Wernes Cajus Cramer auf nur noch einen Zähler zum zwischenzeitlichen 67:66 dahin.

Der Nervenstärke und Treffsicherheit von Sebastian Otte war es dann zu verdanken, dass der SSV kurz vor dem Ertönen der Schlusssirene den hauchdünnen 69:66-Sieg durch zwei Freiwürfe doch noch perfekt machte.

Über den Erfolg im Oberliga-Derby – es war der siebte Sieg im siebten Saisonspiel – freute sich auf Hammer Seite aber niemand so recht. „Wir haben den Sieg teuer bezahlt“, sagte Trainer Vladimir Docenko mit Blick darauf, dass sich zwei seiner Spieler verletzten. „Die Diagnose steht zwar noch aus, aber bei Konstantin Spis besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss. Es wäre dann bereits sein dritter“, erklärte der sichtlich mitgenommene Coach. Eine vorsichtige Entwarnung gab er hingegen bei Roland Leidag. Er war in der Partie am Samstagabend mit einem Gegenspieler zusammengeprallt und schlug dabei mit dem Hinterkopf auf den Hallenboden auf. „Es scheint nichts Gravierendes zu sein“, vermeldete Docenko am gestrigen Sonntag.

Werne startete aggressiv in das Duell und kam in den ersten Minuten vor allem unter dem Korb zu vielen Wurfmöglichkeiten. Ein Treffer gelang aber zunächst nicht. Stattdessen ging Hamm vor rund 250 lautstarken Zuschauern in Führung. Konstantin Spis gelangen dabei mit einem Dreier die ersten Punkte des Spiels. Sekunden später verdrehte er sich ohne Fremdeinwirkung das Knie.

Nachdem sich die Gastgeber einen Sechs-Punkte-Vorsprung erarbeitet hatten, kämpfte sich Werne seinerseits heran. Nach acht Minuten ging die Fünf von Trainer Christoph Henke erstmals mit 14:13 in Führung und gab sie auch bis zum Ende des ersten Viertels nicht mehr her. Dasselbe galt im zweiten Spielabschnitt. Dass Werne aber nie mehr als vier Zähler Vorsprung hatte, lag an der weiterhin nicht idealen Trefferquote. Denn die aggressive Defense des SSV machte ihre Sache gut, sodass die Gäste vor allem unter dem Korb nur zu wenig Punkten kamen. Beim Stand von 32:29 aus Sicht von Werne ging es in die Halbzeitpause.

Die Hammer Basketballer starteten dann furios in das dritte Viertel und spielten ihre Gegner mit viel Tempo, Körpereinsatz und einer hohen Trefferquote förmlich an die Wand. Zwischenzeitlich führten sie mit 17 Punkten Vorsprung. „Das war unser schlechtestes Viertel der gesamten Saison“, sagte Wernes Trainer Christoph Henke später. Doch seine Mannschaft kämpfte sich noch mal zurück. Nachdem die LippeBaskets zu Beginn des letzten Viertels mit 34:51 zurücklagen, verkürzten sie auf 47:53 und machten die Schlussphase der Partie dann noch einmal richtig spannend – sehr zur Freude der begeisterten Zuschauer. „Die Niederlage war verdient, weil wir über weite Strecken unser Potenzial nicht abgerufen haben“, sagte Wernes Coach Henke nach der ersten Pleite seines Teams in dieser Saison. - rw

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