Rhynern schliddert nur knapp an der Blamage vorbei

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Diese gute Chance vergab Rhynerns Matteo Fichera nach 21 Minuten.

HAMM -  Der so gut in die Saison gestartete SV Westfalia Rhynern schlidderte am Dienstagabend in der 2. DFB-Pokalrunde auf Kreisebene nur knapp an einer Blamage vorbei. Erst in der Verlängerung setzte sich der Oberligist mit 2:0 (0:0) beim Bezirksligisten TuS Germania Lohauserholz durch. Die Treffer erzielten Matteo Fichera (106.) und Jan Kleine (107.).

Björn Mehnert nahm nach dem Schlusspfiff kein Blatt vor den Mund. „Ich habe der Mannschaft direkt nach dem Ende der regulären Spielzeit gesagt, dass sie sich die 30 Extra-Minuten auf Grund ihrer Leistung absolut verdient hat“, erklärte Rhynerns Trainer. „Wenn gegen einen Bezirksligisten der Torhüter und ein Abwehrspieler die besten Leute sind, dann sagt das alles“, fuhr der Coach fort. Mehnert war nur mit der Vorstellung von Schlussmann Marcel Klemmer und Innenverteidiger Tim Neumann zufrieden. „Bei Marcel können wir uns sogar bedanken, dass wir überhaupt in die Verlängerung gekommen sind“, gestand Mehnert ein.

Tatsächlich verhinderte Rhynerns Keeper gleich dreimal in der Partie einen Rückstand seiner Mannschaft. So klärte er in der 14. und 32. Minute gegen den jeweils freistehenden Timo Hilse. Direkt nach dem Seitenwechsel wehrte er einen Schuss von Simon Grote (47.) aus spitzem Winkel mit seinem Gesicht ab.

„Wer weiß, was passiert wäre, wenn wir wirklich mit einem Treffer in Führung gegangen werden“, trauerte TuS-Trainer Michael Scheffler nach sehr ansprechenden 120 Minuten seiner Elf diesen großen Chancen nach. „Meine Mannschaft hat das wirklich wunderbar gemacht. Wir haben die Räume auf den Außenbahnen sehr gut zugestellt, haben hinter sehr kompakt gestanden und immer wieder gute Kontermöglichkeiten gehabt“, lobte Scheffler seine Hölzkener.

Bei Rhynern lief während der regulären Spielzeit so gut wie gar nichts zusammen. Es fehlte die Beweglichkeit, das Tempo in den Aktionen. Und über die Flügel konnte sich der Oberligist überhaupt nicht durchsetzen. Da galt auch nicht als Entschuldigung, dass Mehnert freiwillig mit David Schmidt, Philipp Hanke, Dustin Wurst und Lennard Kleine gleich auf vier Leistungsträger vom 4:0-Auftaktsieg gegen den SuS Stadtlohn verzichtete. „Alle anderen, die hier aufgelaufen sind, erheben den Anspruch, Oberliga spielen zu wollen. Das sollten sie eigentlich auch zeigen“, polterte Mehnert. Der sah nur zwei gute Phase seiner Mannschaft, die allerdings auch nur kurz anhielten. In den letzten zehn Minuten vor der Pause besaß die Westfalia zwei gute Möglichkeiten durch Fichera und Ersin Kusakci. Zu Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung erlöste schließlich Fichera seine Mannschaft mit dem 0:1 (106.) nach Vorarbeit von Jan Kleine, der nur 60 Sekunden später wiederum nach Querpass von Fichera freistehend das 0:2 markierte. - P. Sch.

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